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News Kategorie: Heimkino
Heimkino

Alles über Dolby Atmos: Zusätzliche Tonkanäle und Lautsprecher

06.10.2014 10:41 Uhr von Jochen Schmitt

Endlich ist es so weit: Das lange angekündigte und von Heimkino-Anhängern sehnsüchtig erwartete Dolby Atmos steht auf den Startplätzen und wartet auf das Signal, kräftig Gas geben zu können. Der Startschuss fällt in Berlin zur IFA. Hier präsentieren alle Hersteller ihre brandneuen Dolby-Atmos-Produkte, mit denen es im heimischen Kino erstmals möglich sein wird, Filmsound in 3D zu erleben. Die HEIMKINO-Redaktion erklärt, um was es geht, stellt Technik und Produkte vor und gibt einen Ausblick, was uns in naher Zukunft erwartet.

Was ist Dolby Atmos?

Die Dolby Laboratories haben bereits im Jahr 2012 eine neue Surround-Technik namens Dolby Atmos angekündigt. Das Format erlaubt prinzipiell eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren, die in Kinos eine dynamische Verteilung der Audiosignale auf die Lautsprecher ermöglicht. Bis zu 128 einzelne Tonspuren und bis zu 64 separate Lautsprechersignale werden unterstützt. Dolby Atmos ist erfreulicherweise abwärtskompatibel, so dass bereits bestehende 5.1- oder 7.1-Heimkinosysteme eingesetzt werden können. Ergänzt um Front-, Surround- und Deckenlautsprecher kann mit dem neuen System jedem Lautsprecher ein individuelles Audiosignal zugewiesen werden. Dies ermöglicht eine ungeheuer präzise Positionierung einer Tonquelle im Raum, unabhängig davon, wo sich der Zuhörer befindet. Bei der Wiedergabe eines Films wird in Echtzeit errechnet, welche Position ein Klangereignis zu einem gegebenen Zeitpunkt zur Position des Zuschauers hat. Somit kann bestimmt werden welcher Lautsprecher, unabhängig von der Komplexität des Lautsprecher-Setups, das Schallereignis wiederzugeben hat. Jeder Lautsprecher wird einzeln angesteuert und der Sound kann durch den Kinosaal „wandern“, beispielsweise bei einer umherfahrenden Kutsche oder einem über die Köpfe hinweg fliegenden Flugzeug. Als Ergebnis wird eine authentische Klangkulisse erzielt, die das Geschehen auf der Leinwand in noch nie zuvor gehörtem Realismus unterstützt. Kinofilme können erstmals nicht nur in 3D betrachtet, sondern auch dreidimensional gehört werden. Einen echten Vorteil des neuen Tonformats werden Spieler für sich nutzen können, denn Dolby Atmos wird Detailinformationen in nie zuvor gegebenem Maße zur Verfügung stellen. Die Ortbarkeit von Gegenspielern vor, hinter oder oberhalb eines Spielers wird präziser möglich sein als mit einem herkömmlichen Mehrkanalsystem oder Headset. Die Spielehersteller implementieren die Tonspuren für Dolby Atmos bereits in aktuellen Spielen.

Ursprung & Entwicklung

Seit die Dolby Laboratories das neue Format Dolby Atmos vor zwei Jahren angekündigt haben, hat es sich heimlich, still und leise in den Kinos verbreitet und wird von der Filmindustrie weltweit vorbehaltlos unterstützt. In den Metadaten des Dolby-Atmos-Formats verbergen sich die Informationen, wie sich die akustischen Effekte in das gesamte Klangbild einfügen sollen. So werden in den Kinos genau die akustischen Effekte erzielt, die Regisseure in ihren Filmen beabsichtigt haben. Pixar war das erste Studio, das in seinem Film „Merida – Legende der Highlands“ die neue Technik umgesetzt hat. Erstmals vorgeführt wurde Dolby Atmos in dem Dolby Theatre in Hollywood. Während die ersten Filme noch einmal neu im Dolby-Atmos-Format abgemischt werden mussten, werden aktuell immer mehr Filme direkt im neuen Format abgedreht. Den Anfang machte hier der Film „Oblivion“ mit Tom Cruise. Der 5.1- oder 7.1-Mehrkanalton wird dann für ältere Kinosysteme vom Dolby-Atmos-Format abgegriffen, was dank Abwärtskompatibilität kein Problem ist. Ab Spätherbst werden erste Blu-ray-Discs mit Dolby-Atmos-Unterstützung auf dem Markt erhältlich sein und ab 2015 weitere neue Titel und bereits veröffentlichte Katalogtitel neu erscheinen.

Umrüstung 5.1/7.1 auf Dolby Atmos

Auf der IFA werden zahlreiche Produkte vorgestellt, die Dolby Atmos im eigenen Heimkino ermöglichen. Darunter sind AV-Receiver, AV-Vorstufen, Lautsprechersysteme und Heimkinokomplettpakete aller großen Markenanbieter. Die Umrüstung vorhandener Kinos auf das neue Tonformat Dolby Atmos ist dabei relativ simpel. Als Schaltzentrale dient dabei natürlich ein Dolby-Atmos-fähiger Receiver oder Vorverstärker, der das Signal an die Lautsprecher weitergibt. Jeder aktuelle Blu-ray-Player kann das neue Tonformat auf den Disks auslesen. Im Heimkino werden dann noch Lautsprecher nachgerüstet, was auf unterschiedliche Art und Weise geschehen kann. Übliche Konfigurationen sind dann beispielsweise 5.1.2 oder 7.1.4, was bedeutet, dass zu einem Standard-5.1- Setup noch zwei Deckenlautsprecher oder Höhenfrontlautsprecher hinzukommen. Bei 7.1.4 kommen entsprechend vier Höhenlautsprecher zum Einsatz. Genauere Informationen dazu finden Sie in unseren anschaulichen Grafiken auf diesen Seiten.

Ausblick

Wir können es kaum erwarten, die ersten Geräte in den Händen zu halten und für Sie zu testen. Unser Heimkino wird bereits umgebaut und um zusätzliche Lautsprecher ergänzt, so dass wir das 3D-Hören in vollem Umfang erleben können. Sie werden überrascht sein, wie einfach es ist, Ihr bestehendes Heimkinosystem fit für Dolby Atmos zu machen. Ergänzt um Deckenlautsprecher oder nach oben abstrahlenden Lautsprechern und mit einem der Dolby-Atmos- AV-Receiver kombiniert, lässt sich das neue Tonformat Dolby Atmos in vollen Zügen auch in Ihrem Zuhause genießen. Freuen Sie sich mit uns auf einen so realistischen Raumklang wie nie zuvor und hören Sie zukünftig in 3D!

Vorteile/Nutzen

Selbst wenn in einem Heimkino die Anzahl der Kanäle gegenüber einem Profi -Kino reduziert sein wird, ist der klangliche Vorteil auch zu Hause immens. Das Format passt sich an jede Heimkinokonfiguration an und kreiert einen umfassenden akustischen Raum mit Über-Kopf- Klangeffekten. Durch die objektorientierte Tonmischung in Dolby Atmos können künftig akustische Ereignisse so präzise wie nie zuvor in Ihrem Heimkino abgebildet werden. Mit den jetzt erscheinenden 11.2-AV-Receivern wird die Maximalkonfiguration 9.2.4 möglich sein. Das bedeutet, dass neun Kanäle für Main-, Center- und Surroundkanäle bereitgestellt werden sowie zwei Subwooferkanäle und vier Deckenlautsprechersysteme zum Einsatz kommen können. Theoretisch ist das Dolby-Atmos-System unbegrenzt, so dass auch ein Heimkinosystem mit 24 Standlautsprechern und zehn Deckenlautsprechern zusammengestellt werden könnte. Einige Hersteller planen sogar die Einführung von AV-Receivern mit 32 Kanälen. Aktuell empfiehlt Dolby den Einsatz von vier Deckenlautsprechern, um die Möglichkeiten von Dolby Atmos im Heimkinobereich voll auszuschöpfen.

Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 06.10.2014, 10:41 Uhr
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