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News Kategorie: TV
Metz

TV-Hersteller Metz meldet Insolvenz an - 540 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

21.11.2014 11:03 Uhr von Jochen Wieloch

Jetzt hat es auch das Traditionsunternehmen Metz erwischt. Der TV-Hersteller steckt offenbar finanziell in der Klemme und will sich nach eigenen Angaben über ein Insolvenzverfahren sanieren.

In einer Pressemitteilung gab Metz die Bestellung eines Insolvenzverwalters bekannt. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens mit rund 540 Mitarbeitern laufe jedoch ohne Einschränkungen weiter. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende Januar 2015 gesichert, hieß es.

Geschäftsbetrieb soll erhalten bleiben

„Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte der Insolvenzverwalter Joachim Exner in Zirndorf. „Die Chancen dafür stehen gut: Metz verfügt über eine renommierte Marke, eine wettbewerbsfähige Technologie und hochqualifizierte Mitarbeiter.“ In den kommenden Wochen werde Exner gemeinsam mit der Geschäftsführung die zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen prüfen. Denkbar sei sowohl ein Insolvenzplan als auch die Sanierung des Unternehmens über den Einstieg eines Investors. „Der Geschäftsbetrieb wird im vorläufigen Insolvenzverfahren in vollem Umfang fortgeführt“, unterstrich Norbert Kotzbauer, Geschäftsführer der Metz-Werke GmbH & Co KG. Trotz des Insolvenzverfahrens seien Produktion und Lieferfähigkeit von Metz umfassend gesichert, ergänzte Geschäftsführer Manfred Billenstein. Auch der Metz-Kundendienst (Hotline, Ersatzteile etc.) sei wie bisher zu erreichen.

Leichte Stabilisierung im Markt

Wie bei anderen europäischen Herstellern auch hatte die TV-Sparte von Metz seit Jahren unter den andauernden Strukturproblemen der TV-Geräte-Branche zu leiden. Zwar habe sich Metz u.a. durch eine Änderung der Sortimentsstruktur frühzeitig auf die Krise eingestellt, und das durchaus mit Erfolg, teilte das Unternehmen mit. Mit einem wertmäßigen Marktanteil von ca. 16 Prozent im Oktober 2014 habe sich die Marke im Handel nach den Rückgängen der letzten Jahre wieder stabilisiert. Die dafür nötigen Investitionen hätten jedoch an der Substanz des Unternehmens gezehrt. Deshalb habe Metz frühzeitig auch nach Möglichkeiten gesucht, durch eine Investorenlösung den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Dieses Ziel soll im Insolvenzverfahren nun weiter verfolgt werden.

Viele TV-Hersteller haben derzeit große Probleme. Der Markt ist saturiert, die Geräte werden immer billiger. Auch Loewe hatte einen Insolvenzantrag gestellt, sieht jetzt aber wieder optimistischer in die Zukunft.

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 21.11.2014, 11:03 Uhr
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