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News Kategorie: HiFi
Vision Ears

Zu Besuch bei Vision Ears in Köln - Visionäre beim Kopfhörer-Bau

04.01.2015 14:03 Uhr von Dr. Martin Mertens

Bei hochwertigen In-Ears kann man zurzeit zwei Trends beobachten: Als Treiber kommen verstärkt Mehrwegesysteme aus Balanced-Armature-Treibern (BAT) zum Einsatz, bei Gehäusen setzen sich Otoplastiken durch, also Gehäuse, die individuell passend für die Gehörgänge gefertigt werden. Genau auf solche In-Ears hat sich die Firma Vision Ears in Köln spezialisiert.

Marcel Schoenen und Amin Karimpour, die Inhaber von Vision Ears, kommen beide aus derselben „Schule“: Ihre Karrieren starteten sie bei der Firma Hearsave, in Köln. Wobei beide keine Hörakustiker sind, sondern als Büro­kaufleute angestellt waren. Den Anfang von Vision Ears machte Marcel Schoenen. Als Musiker war Schoenen lange als Sänger und Gitarrist bei der Irish-Folk-Metal-Band Suidakra aktiv und hat einen starken Bezug zur Musik – und zum Thema In-Ear- Monitoring. Er interessierte sich immer stärker für die Produkte und die dahinterstehende Technik.

So wuchs er mehr und mehr in die Produktion hinein, bis er selber die Produktion kompletter Chargen übernahm. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem er sich mit seinen gewonnenen Fähigkeiten zusammen mit einem Kollegen – noch nicht Herrn Karimpour – selbstständig machte und die Firma Compact Monitors gründete. Erklärtes Ziel war es, alles das besser zu machen, was ihnen bei ihrem bisherigen Arbeitgeber nicht gefiel.

Die Wege trennen sich

Doch bald trennten sich die Wege und die Firma Compact Monitors spaltete sich in zwei neue Firmen. Hier kommt Herr Karimpour ins Spiel, dessen berufliche Laufbahn ähnlich wie die von Herrn Schoenen verlief, nur drei Jahre später, so dass er seine Selbstständigkeit mit der Gründung von Vision Ears zusammen mit Herrn Schoenen begann.Die hellen Geschäfts­räume von Vision Ears im Kölner Süden wirken erfrischend. Die Wände zieren Bilder der eigenen Produkte, auf die die beiden zu Recht stolz sind. Und kaum steht der Kaffee auf dem Tisch, bekomme ich gleich detailliert erklärt, was die Produkte von Vision Ears von Wettbewerbern unterscheidet. Da sind zunächst einmal die viel größeren Schallaustrittsöffnungen, die akustisch viel besser und deutlich leichter zu reinigen seien als die von den Mitbewerbern eingesetzten Schläuche.

Dann zeigen sie mir den im Vergleich zu Wettbewerbsmodellen viel saubereren Aufbau ihrer Produkte. Die Treiber sind in Otoplastiken exakt positioniert uns sehr sauber befestigt. Das Innenleben wird mit einer zähelastischen transparenten Masse in den Gehäuseschalen fixiert. Und überhaupt, auf die Gehäuse sind die beiden besonders stolz. Da man sie aufwendig von innen und außen lackiere, seien sie besonders Transparent, so dass die eingebaute Technik sichtbar ist – natürlich nur, wenn der Kunde ein transparentes Gehäuse wünscht. Gehäuse gibt es in so gut wie allen Farben.

Große Farbauswahl

Der für die Gehäuse verwendete Kunststoff lässt sich einfärben, und so ist die Farbauswahl groß. Ein ganz eigenes Thema sind die Abdeckplatten. Die können nach Kundenwunsch beliebig bedruckt oder lasergraviert werden. Auch verschiedenste Materialien stehen zur Auswahl – von Kunststoff über unterschiedlichste Hölzer bis hin zu speziellen Spiegeloberflächen. Bei der Suche nach geeigneten Holzfurnieren sind die beiden übrigens sehr engagiert und schwärmen von den Schätzen, die sie bei verschiedenen Furnierhändlern auftun.Auch technisch hat man einiges zu bieten. Den Einstieg bildet das einfache Zwei-Wege-System VE 1.2, das gerne von preisbewussten Musikern genommen wird. Die audiophile Fraktion tendiert dagegen mehr zum aktuellen Spitzenmodell mit 4 Wegen und 6 Treibern, das es in zwei klanglich verschiedenen Abstimmungen gibt und sogar in einer Version, bei der man mithilfe kleiner Schalter zwischen den beiden Klangcharakteristiken umschalten kann.

Musiker und echte Freaks

Die beiden Visionäre freuen sich darüber, dass sie bedienen – die Musiker, die reinkommen und sagen, so‘n Ding will ich und dann überlegen, wie sie‘s bezahlen, und die HiFi-Fans, die oft stundenlang Probe hören und sich intensiv damit beschäftigen, welches Modell denn nun für sie das richtige ist. Freude daran, ihre Kopfhörer individuell zu gestalten, haben beide Fraktionen.Der Kundenkreis von Vision Ears beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Auch in Asien finden sich viele Kunden, die Made in Germany schätzen. Dank engagierter Händler in Fernost, die ihren Kunden auch die Ohrabdrücke abnehmen, nach denen die Otoplastiken gefertigt werden, bommt der Fernost-Absatz förmlich. Was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass die beiden Visionäre ihre Produkte liebevoll verpackt in die ganze Welt verschicken.Anschießend bekomme ich noch die Fertigung zu sehen. Hier erfahre ich, dass jeder Hersteller von Otoplastiken seine eigene Handschrift hat. Und offensichtlich kommt die von Vision Ears gut an.

Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
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Datum 04.01.2015, 14:03 Uhr
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