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News Kategorie: TV
Metz

TV-Hersteller Metz muss Stellen abbauen - 110 von 540 Jobs in Gefahr

28.01.2015 13:01 Uhr von Jochen Wieloch

Der Geschäftsbetrieb der Metz-Werke wird auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortgeführt. Damit sei der Weg frei für eine Rettung von Metz über eine Investorenlösung, teilte der kriselnde TV-Hersteller mit.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung von Metz vor dem Insolvenzantrag und der weiterhin bestehenden Überkapazitäten seien aber Personalmaßnahmen erforderlich: Rund 110 der 540 Beschäftigten wird deshalb das Angebot unterbreitet, für sechs Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Der vorläufige Insolvenzverwalter Joachim Exner informierte am Dienstag die Belegschaft. Unterdessen läuft der Investorenprozess auf Hochtouren.

Umsätze liegen über Plan

Dem vorläufigen Insolvenzverwalter und der Geschäftsleitung ist es nach Angaben des Unternehmens gelungen, den Geschäftsbetrieb von Metz in den zweieinhalb Monaten seit Insolvenzantrag aufrecht zu erhalten. Produktion, Vertrieb und Service wurden fortgeführt. Die Umsätze und Ergebnisse liegen über Plan. Um einen Investor finden zu können, muss das Unternehmen jedoch die Verlustzone verlassen. Der Gläubigerausschuss hat am Dienstag dem Restrukturierungskonzept einstimmig zugestimmt.

Geschäftsleitung und vorläufiger Insolvenzverwalter haben Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen, um – nach jetzigem Stand – rund 110 der ursprünglich 540 Arbeitsplätze abzubauen. Den betroffenen Beschäftigten wird jedoch der Wechsel in eine Transfergesellschaft mit sechsmonatiger Laufzeit angeboten. Dort sollen sie bis zum 31. Juli 2015 mit gezielten Qualifikationsmaßnahmen unterstützt werden. Zusätzlich haben sich 24 Mitarbeiter bereits beruflich neu orientiert.

Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Ergänzend wurden Verhandlungen mit der IG Metall aufgenommen, um bis zum Abschluss des Investorenprozesses den Ende 2014 ausgelaufenen Sanierungstarifvertrag ab dem 1. Februar wieder aufleben zu lassen. In diesem Vertrag hatten sich die Beschäftigen und die IG Metall bereit erklärt, für eine begrenzte Zeit auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie auf die seit dem Entgelttarifvertrag 2012 vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhungen zu verzichten.

Die Investorengespräche sind Metz zufolge angelaufen. „Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist das vorliegende Interesse von Investoren durchaus ermutigend“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das zuständige Insolvenzgericht wird Anfang Februar gerechnet.

Wie bei anderen europäischen Herstellern auch hatte die TV-Sparte von Metz seit Jahren unter den andauernden Strukturproblemen der TV-Geräte-Branche zu leiden.

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 28.01.2015, 13:01 Uhr
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