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News Kategorie: Heimkino
Heimkino

LESERKINO (8): Atmosphere - Dolby-Atmos-Filmtheater versprüht puren Luxus

02.01.2016 15:46 Uhr von Jochen Schmitt

So langsam kommen die neuen Tonformate in Schwung. Als eine der ersten Privatpersonen Deutschlands hat unser Leser Michael S. das eigene Heimkino Dolby-Atmos- tauglich gemacht. Die Einladung des stolzen Besitzers nahmen wir natürlich gerne an, um Ihnen auf den folgenden Seiten das erste Leser-Heimkino mit Dolby-Atmos- Ausstattung präsentieren können.

Dieses Mal führte uns der Weg nach Süden, wo wir nach etwa drei Stunden Anfahrt in der Nähe von Darmstadt landeten. Unser Gastgeber Michael konnte es kaum erwarten, das Heimkino im Keller zu präsentieren, und führte uns sogleich in sein Heiligtum. Nachdem wir das Kino und den Vorraum im Schnelldurchgang betrachtet hatten, um festzulegen was Philipp fotografi eren würde, ging es wieder nach oben. Eine Etage höher stärkten wir uns mit kräftigem Kaffee und leckerem Weihnachtsgebäck – Michaels Ehefrau Sylvia war so nett, uns reichlich aufzutischen.

Frisch aufgetankt machte sich dann HEIMKINO-Fotograf Philipp an sein Werk und überließ mich meiner Aufgabe, Informationen zum prächtigen Heimkino von Michael zu sammeln. Dazu machten wir es uns am Esstisch gemütlich, wo mein Blick von den feinen Technik-Komponenten im Wohnzimmer gelenkt wurde. Hier ist eher das Reich von Sylvia, die im gemütlichen Ambiente Filme, Serien und Fernsehen auf dem 65-Zoll großen Curved-TV genießt. Bild und Ton sind hier durchaus vom Feinsten: Ein prächtiger Denon AVR-4311 samt passendem Blu-ray-Spieler DBT-1713UD sorgen im Kombination mit dem Teufel 5.1-Cubycon-System für eine effektvolle Klangkulisse. Zum Zocken laden übrigens die Spielekonsolen PS3, PS4, Xbox One sowie eine Wii U ein. Das ist mehr als so manch anderer in seinem dedizierten Heimkino vorzuweisen hat und macht uns natürlich umso neugieriger, was uns beim Schnelldurchgang durch Michaels Kellerkino alles verborgen geblieben ist.

Am Anfang ...

Michael machte seine ersten Gehversuche in Sachen Heimkino, wie so viele andere Filmfans auch, mit einem VHS-Videorekorder. Unser Leser kann sich sogar noch an den ersten Film erinnern, der in den Schacht des Rekorders eingelegt wurde: „James Bond: Octopussy“. Zur Steigerung der Videoqualität zog schon bald ein Laserdisc-Player ins Wohnzimmer ein, der seine Videosignale über einen Projektor auf eine Leinwand werfen durfte. Zum damaligen Zeitpunkt wurde das Kino im Wohnzimmer eingerichtet, da kein anderer Platz zur Verfügung stand. Im Laufe der Jahre steigerte sich die Qualität der Ausrüstung stetig. Da sich Michael den Eigenbau von Lautsprechern nicht zutraute, wählte der Filmfan immer Fertigprodukte namhafter Hersteller.

Planung

Mehr Platz für ein eigens eingerichtetes Heimkino bot der Umzug in ein neues Zuhause. Im Keller von Sylvias Elternhaus gab Michaels Ehefrau das ehemalige Hobbyzimmer als Raum für das neue Heimkino frei. Während das Erdgeschoss und die Kellerräume renoviert wurden, entstand parallel zur Neugestaltung des Heims das Kino von Michael. Michael konnte sich so schnell an den Aufbau seines Heimkinos wagen, da er die Idee und Konzeption des bestehenden Heimkinos eines Freundes übernehmen konnte. Der half dann auch fleißig beim Aufbau an den Wochenenden mit und beriet Michael in Sachen handwerkliche Tätigkeiten. Da für unseren Leser der Kinoraum absolute Priorität hatte, konnte die erste Ausbaustufe des Heimkinos erheblich früher als alle anderen Räume des neuen Domizils genutzt werden.

Aufbau

In der ersten Bauphase von August bis Ende 2012 baute Michael das Heimkino gemeinsam mit zwei tapferen Helfern an Wochenenden auf. Tipps aus den Foren und der HEIMKINO holte sich Michael, als sein Heimkino so gut wie fertig war. Der Umbau in den heutigen Zustand fand dann ab Herbst 2013 statt und war schließlich im Dezember 2014, kurz vor dem Besuch der HEIMKINO-Redaktion, abgeschlossen. Alle handwerklichen Arbeiten wurden von den Helfern ausgeführt. Michael sagt selbst: „Die Freunde haben es gerichtet – ich habe zwei linke Hände!“ Nach Anweisungen von Lars Mette wurden einige Maßnahmen getroffen, um die Akustik des Heimkinos zu optimieren. Diffursoren, Absorber und Deckensegel wurden nach seinen Anweisungen im Kino strategisch verteilt. Als großer Kinofan war es für Michael nur logisch, auch zu Hause eine „Curved-Screen“- Leinwand einzusetzen. Diese bietet eine Bildgröße von 280 x 120 im 21:9-Format und ist komfortabel per Funkfernbedienung auf 16:9- oder 4:3-Format zu maskieren. Unterhalb der transparenten Leinwand hat Michael ein Podest aufgebaut, das derzeit als Ablage für einige Film-Sammelobjekte dient und ein paar Strahler zur effektvollen Beleuchtung des Kinos aufnimmt. Der Boden und die selbst gebauten Podeste sind mit Teppich beklebt, den unser Gastgeber von einem Kinoausstatter bestellt hat. Die stabilen Sitzpodeste bieten auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausreichend Platz für die bequeme Kinobestuhlung. Da die Podeste aus Euro-Paletten aufgebaut und mit 20-mm-Spanplatten beplankt wurden besteht keine Gefahr, dass hier etwas beim Filmbetrieb ins Wanken geraten könnte.

Ordentlich Bewegung ins Spiel kommt allerdings durch die D-Box-Ausstattung in der ersten Sitzreihe. Die Fortress D-Box-Motion-Sitze sitzen auf hydraulischen Stößeln und bewegen sich von sanft bis hart, perfekt angepasst auf das Geschehen auf der Leinwand. Da Michael auch gerne mal ein Spielchen wagt, hat sich der Kinobesitzer zusätzlich den Racing-Seat GP200 von D-Box geleistet und seitlich im Kino auf das dafür nachträglich verlängerte Podest gestellt. Auch hier bringt eine ausgeklügelte Hydraulik ordentlich Bewegung ins Spiel, die dafür sorgt, dass Rennspiele beim Fahren im Racing-Seat besonders authentisch wirken.

Ausstattung

Das 25 Quadratmeter große Kellerkino ist, wie bereits angedeutet, mit edlem Equipment und besten Elektronikkomponenten ausgestattet. Vom ehemals selbst gesetzten Limit von 5.000 Euro für das Heimkino ist Michael inzwischen jedenfalls Lichtjahre entfernt. Der HEIMKINO Redaktion ist das natürlich nur recht, denn nur selten können wir unseren Lesern auf diesen Seiten ein dermaßen gut ausgestattetes Heimkino mit solch beeindruckenden Technik-Features präsentieren. Die ursprüngliche Lautsprecherausstattung stammte von Teufel in Form eines System 8 THX, ergänzt um Front-High-Speaker aus der gleichen Serie. Mit Einzug der akustisch transparenten Leinwand wurde das vorhandene Lautsprecherensemble gegen Modelle von Bowers & Wilkins ausgetauscht. Da inzwischen die ersten Dolby-Atmos-fähigen AV- Receiver am Markt verfügbar waren, entschloss sich Michael dazu, auch hier nochmals aufzurüsten.

Eine Besonderheit stellen die vier Atmos-Deckenlautsprecher dar: Für die B&W-In-Ceiling-CCM-683-Lautsprecher wurden von R-T-F-S passende Gehäuse aus MDF berechnet und aufgebaut. Diese wurden von Hollywood-Screens schwarz befl ockt, um Lichtrefl exionen von der Decke zu vermeiden. Hinter der Leinwand verstecken sich drei Bowers & Wilkins CT7.3 LCRS, die als Center- und Frontspeaker ihren Dienst verrichten. Ergänzt werden die Lautsprecher von zwei passiven Subwoofern des Typs CT SW15, natürlich ebenfalls vom englischen Lautsprecherspezialisten. Für eine deutliche Steigerung der Räumlichkeit sorgt der Einsatz von vier R-T-F-S Sirrahs. Diese je rund 50 x 50 cm großen Elemente sorgen für die Diffusion von Mittel- und Hochtonsignalen sowie die Absorption von Basssignalen und mittleren Frequenzen.

Mit Energie befeuert werden die Lautsprecher im 11.1.4-Atmos-Setup von den beiden AV-Endstufen Integra DTA 70.1 und Integra ADM-30.1, die mundgerechte Signale von der AV-Vorstufe DHC 80.6 des gleichen Herstellers gereicht bekommen. Als Signallieferanten stehen ein Oppo BDP-105EU sowie die beiden Spielkonsolen Xbox One und Playstation 4 zur Verfügung. 4K-Inhalte werden vom Sony-Medienplayer FMP-X5 zugespielt, nebenbei genießt Michael den Komfort des Plex-Media- Servers mit Zugriff auf ein NAS mit 24 Terabyte Speicherkapazität von Qnap. Als Sat-Receiver dient eine Dreambox 8000, während ein selbst konfi gurierter Barebone-PC Spiele für den Racing Seat artgerecht aufbereitet.

Last but not least ist der exzellente Projektor VW500ES von Sony für die Darstellung von Videosignalen auf der gebogenen Leinwand Cadre2 von Hollywood- Screens zuständig.

Filmbibliothek

Michael ist stolzer Besitzer einer enormen Filmsammlung, die sich derzeit auf etwa 3.400 Blu-rays und einige wenige DVDs beläuft. Im Vorraum gibt es eine Reihe von Vitrinen und selbst aufgebauten Wandregalsystemen, die eine Auswahl von besonders schönen Blu-ray-Steelbooks und Film-Devotionalien präsentieren. Filmplakate mit Originalunterschriften der Schauspieler schmücken die Wände des Heimkinos und des Vorraumes.

Im Einsatz

Wir haben inzwischen Platz auf den D-Box-Fortress-Sesseln in der ersten Reihe genommen und lehnen uns entspannt in den Massageliegen mit Sitzheizung zurück. Unser Gastgeber Michael füttert den Player mit der Dolby-Atmos-Demo-Disc um zu zeigen, dass die Filmindustrie schleunigst Futter mit dem neuen Tonformat nachliefern sollte. Der Sound im „Atmosphere-Kino“ ist wirklich spektakulär und sorgt dank akribisch justierter Deckenlautsprecher für exzellenten Klang aus allen Richtungen. Nach einem 4K-Film-Intermezzo gehen wir in die Vollen und lassen mit dem Action-Blockbuster „Transformers 4“ die Wände und das Gestühl ordentlich wackeln. Durch die D-Box-Technik wird das Filmerlebnis enorm aufgewertet, von kaum merklichen Bewegungen bis zu brachialen Erschütterungen ist hier alles möglich. Der Filmton ist sehr präzise und trocken, ganz ohne Bass-Nachschwinger oder unangenehme Dröhneinlagen bei hohen Lautstärken. Als Referenz in Sachen 3D dient „Avatar“, der belegt, dass James Cameron ein absolut bildtechnisches Meisterwerk abgeliefert hat. Michaels Sony-Projektor sorgt in Verbindung mit der Curved-Leinwand und den 3DShutterbrillen für ein immens plastisches Sehvergnügen mit gestochen scharfen Bildern – so muss das sein!

Fazit

Das Heimkino von Michael ist purer Luxus und zeigt eindrucksvoll, dass der Einsatz von Höhenlautsprechern und die D-Box-Technik den Filmgenuss nochmals immens steigern können. Wer, wie wir, hier Platz nehmen kann, wird vom Kino- Erlebnis begeistert sein. Herzlichen Glückwunsch an Michael zu diesem tollen Heimkino!

Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 02.01.2016, 15:46 Uhr
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