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News Kategorie: HiFi
HiFi

Sportpartner

22.07.2015 13:03 Uhr von Dr. Martin Mertens

Bei der Auswahl von Sportbekleidung stehen funktionale Aspekte im Vordergrund: Sie soll Bewegungsfreiheit bieten, perfekt sitzen, schützen und dazu atmungsaktiv und leicht zu reinigen sein. Alles Dinge, die bei Alltagskleidung eher zweitrangig sind. Genauso spielen bei Sportkopfhörern andere Aspekte eine Rolle als bei Modellen für den Alltag.

Den perfekten Sportkopfhörer für jeden und jede Sportart gibt es genauso wenig wie den perfekten Sportschuh, der jedem passt und für alle Sportarten geeignet ist. Vielmehr sind auch bei der Auswahl eines Sportkopfhörers unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen. Dabei spielen sowohl die bevorzugte Sportart als auch individuelle Ansprüche eine Rolle.

Bewegungsfreiheit

Sport bedeutet Bewegung, und ein Kopfhörer, der die Bewegung einschränkt, ist kein guter Sportkopfhörer. Natürlich kommt es darauf an, welche Sportart man betreibt. Beim Training mit Gewichten oder an Geräten wird der Kopf in vielen Fällen ruhig gehalten. Schnelle Bewegungen sind hier die Ausnahme, Kraft und Kontrolle stehen im Vordergrund. Nichts spricht dagegen, vor dem Beginn einer Übung einen Platz für den Player zu suchen, der auch mal neben der Hantelbank liegen kann, und zu prüfen, ob das Kabel dem Bewegungsablauf nicht im Weg ist. Entsprechend sind kabelgebundene Kopfhörer hier unkritisch. Auch der Sitz muss nicht so stramm sein. Im Fall von Bügel-Kopfhörern sollen Bügel und Gehäuse allerdings nicht so dick auftragen, dass sie Armbewegungen im Weg sind. Bei bewegungsintensiven Sportarten, etwa beim Laufen, können Kabel dagegen lästig werden. Wer seinen Player oder sein Smartphone in einer Oberarmtasche trägt, sollte auf ein Modell mit möglichst kurzem Kabel achten oder gleich über ein kabelloses Bluetooth- Modell nachdenken. Das setzt natürlich voraus, dass auch der Zuspieler Bluetooth beherrscht. Ein geringes Gewicht des Kopfhörers ist hier ebenfalls wichtig, da schwere Modelle bei schnellen Bewegungen durch die Massenträgheit eher verrutschen. Natürlich sollte ein Sportkopfhörer auch der sonstigen Sportausrüstung nicht im Weg sein oder in Kombination mit dieser nicht die Bewegungsfreiheit einschränken. Ein Kopfhörer mit Kopfbügel passt schwerlich unter einen Helm, Kabel können Seilen oder Gurten im Weg sein oder sich darin verknoten.

Passform

Im Allgemeinen sollen und dürfen Sportkopfhörer fester sitzen als Alltagskopfhörer. Schließlich sollen sie auch bei intensiver Bewegung sicher sitzen. Dazu kommt, dass man beim Sport immer mehr oder weniger anfängt zu schwitzen. Gerade bei Silikonstöpseln von In-Ear-Kopfhörern wirkt Schweiß oft wie ein Gleitmittel: Die Stöpsel in den Ohren fangen an zu rutschen oder machen seltsam schmatzende Geräusche. Die meisten Sportkopfhörer sitzen deshalb etwas strammer oder haben zusätzliche Einrichtungen, die für guten Halt sorgen. Da man beim Sport meist mit seiner jeweiligen Tätigkeit beschäftigt ist, stört der strammere Sitz nicht. Nur unangenehm werden dürfen die Kopfhörer natürlich nicht. Bügelkopfhörer für den Sport sitzen meist einfach etwas strammer als Alltagskopfhörer. Zusätzlichen Halt geben etwa speziell gummierte Kopf- oder Ohrpolster. Bei In-Ear-Sportkopfhörern gibt es verschiedene Konzepte um den Halt zu verbessern. Einige Hersteller setzen auf zusätzliche Bügel, die außen über die Ohren führen und so für zusätzlichen Halt sorgen. Andere Hersteller bevorzugen kleine Bügelchen, auch Flügel genannt, die sich zusätzlich in die Ohrmuschel schmiegen und einen sichereren Sitz gewährleisten. Nackenbügel sind oft eine gute Alternative – sie sind sowohl bei In-Ear- als auch bei On-Ear-Kopfhörern zu finden.

Schutz und Sicherheit

Schutz und Sicherheit bei Kopfhörern? Klar! Hier kommen verschiedene Aspekte zusammen. Kopfhörer in leuchtenden Farben oder sogar Modelle, die mit reflektierendem Material beschichtet sind, können in der Dunkelheit etwas zur passiven Sicherheit beitragen, nämlich, indem sie ihren Träger besser sichtbar machen. Entscheidender ist, wie stark die Kopfhörer akustisch von der Außenwelt abschirmen. Im Fitnessstudio ist eine hohe Abschirmung von Vorteil, damit man das schleifende Geräusch des Laufbandes oder das Stöhnen des Menschen am Gerät neben einem nicht hört. Auch die Gespräche anderer Studiobesucher können einem mächtig auf den Nerv gehen, wenn man auf sich und seine Bewegungen konzentriert ist. Ergo ist hier eine hohe Abschirmung von Außengeräuschen gewünscht. Andererseits ist es nett, seine Umwelt nicht mit der eigenen Musik zu beschallen. Die Abschirmung sollte also in beide Richtungen funktionieren. Bei Outdoor-Aktivitäten sollte man allein aus Gründen der Verkehrssicherheit noch etwas von der Umwelt mitbekommen. Eine starke Geräuschisolierung ist hier weniger wünschenswert bis gefährlich und ggf. verkehrswidrig. Zwar ist es durchaus erlaubt, im Straßenverkehr Kopfhörer zu tragen – das gilt auch für Fahrradfahrer – nur muss man gewährleisten, genug vom Verkehrsgeschehen mitzubekommen. Prinzipiell kann Ihnen kein Polizist verbieten, beim Laufen, Skaten oder Fahrradfahrern Kopfhörer zu tragen. Nur wenn Sie einen Unfall verursachen, weil sie nichts gehört haben, ist das ein Problem. Bei On- und Around-Ear-Sportkopfhörern entscheidet die Konstruktion der Kopfhörergehäuse maßgeblich über die Abschirmung von der Umwelt. Hier heißt es ausprobieren. Generell isolieren geschlossene Kopfhörer stärker als halboffene oder offene Konstruktionen. Bei In-Ear-Sportkopfhörern gibt es neben den bekannten Bauformen mit dicht im Gehörgang sitzenden Ohrstöpseln noch solche, die lediglich eine nicht dichtende Schallführung zum Trommelfell besitzen. Solche Konstruktionen sind auf einen weiteren Halt angewiesen – z.B. einen zusätzlichen Bügel –, haben aber gegenüber den dicht sitzenden Modellen den Vorteil, dass sie einen mehr von der Umwelt mitkriegen lassen. Für Outdoor-Aktivitäten sind solche offenen In-Ears deshalb zu empfehlen. Allerdings muss man hier leider oft Abstriche bei der Klang- und besonders bei der Bassqualität machen.

Reinigung

Da man bei sportlichen Aktivitäten unweigerlich irgendwann anfängt zu schwitzen, sollen Sportkopfhörer schweißfest und vor allem abwaschbar sein. Entsprechend sollte das Äußere aus robusten Materialien gefertigt sein. Einige Modelle sind komplett unempfindlich gegen Wasser; bei anderen muss man darauf aufpassen, dass kein Wasser an die Schallaustrittsöffnungen gelangt. Sportkopfhörer mit Headset-Funktion sollen natürlich über eine wasserfesten Kabelfernbedienung samt Mikro verfügen. Bei Bluetooth-Modellen ist darauf zu achten, dass auch der Anschluss für Ladekabel gedichtet ist. Bei Bügelkopfhörern ist es praktisch, wenn sich Ohr- und Kopfpolster gut reinigen oder sogar abnehmen und waschen lassen.

Mechanische Geräusche

Mechansiche Geräusche wie etwa Kabelgeräusche, die sich schon im Alltagsbetrieb störend bemerkbar machen, spielen beim Sport noch mal eine größerer Rolle. Kabel sollten generell möglichst leicht und weich sein, damit sie beim Reiben an der Kleidung oder beim „Schlackern“ am Körper möglichst wenig Geräusche verursachen. Eine gute Kabelführung reduziert genauso mögliche Geräuschquellen. Hier sollte man ausprobieren, mit welcher Kabelführung man am besten zurechtkommt. Ein Kabel-Clip, der das Kabel am Trikot hält, wirkt oft Wunder. Natürlich sollte auch eine Fernbedienung nicht groß und klobig ausfallen. Gerade bei Outdoor-Sportarten spielen Windgeräusche eine beträchtliche Rolle. Dabei spielt nicht nur das Wetter eine Rolle, auch der „Fahrtwind“ beim Laufen oder Fahrradfahren kann schnell die Musik übertönen. Kopfhörer, die generell gut gegen Außengeräusche isolieren, haben in Sachen Windgeräusch-Unterdrückung meist Vorteile – allerdings möchte man gerade Outdoor meist nicht völlig abgeschirmt unterwegs sein. Hier gilt es, einen guten Kompromiss zu finden. In-Ear-Sportkopfhörer am dichtesten am Trommelfell und eng im Ohr sitzen, machen sich mechanische Geräusche bei diesen Modellen am stärksten bemerkbar. On-Ear und Around-Ear Sportkopfhörer sind hier im allgemeinen unproblematischer.

Zusatzfunktionen

Im Rahmen von Smart-Wearables kommen immer mehr Kopfhörer mit Zusatzfunktionen auf den Markt, die ihre Vorteile im Zusammenspiel mit Smartphone oder Puls-Uhr ausspielen. Hier sollte man auf die Kompatibilität achten. Wer beim Laufen seine Musik über den in manchen Smartphones eingebauten UKW-Empfänger hört, sollte unbedingt kabelgebundene Kopfhörer verwenden, da das Kabel dem Smartphone als Antenne dient. Pulsmesser im Kopfhörer funktionieren nicht unbedingt an allen Smartphones und mit allen Apps zusammen. Das Gleiche gilt für Schrittzähler etc. Hier sollte man sich erkundigen, ob es passende Apps gibt und ob das Ganze überhaupt mit dem eigenen Smartphone kompatibel ist.

Dr. Martin Mertens
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Datum 22.07.2015, 13:03 Uhr
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