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News Kategorie: TV
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Hintergrund: Der TV-Ton steht vor einer Revolution - Mehr individuelle Optionen

13.03.2016 13:59 Uhr von Jochen Wieloch

TV-Zuschauer werden in Zukunft die Möglichkeit haben, den Ton individueller als bisher einzustellen. So werden sich voraussichtlich die Lautstärke von Dialogen und Hintergrundgeräuschen unabhängig voneinander regeln lassen.

Auf der IBC in Amsterdam im vergangenen Jahr hatten Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher im Herbst ein TV-Audiosystem basierend auf dem Standard MPEG-H 3D Audio präsentiert, das die Grundlage für den Fernsehsound der Zukunft legt. Mit dieser neuen Audiotechnologie soll das heimische Wohnzimmer bei Sportübertragungen zum Stadion mutieren: Die Zuschauer fühlen sich dank 3D-Ton nicht nur mitten in das Geschehen auf dem Spielfeld versetzt, sondern sie können auch zwischen verschiedenen Audioelementen auswählen und so zum Beispiel zwischen dem Kommentar der Heim- oder Gastmannschaft wechseln oder die Stadionatmosphäre pur genießen, teilte Fraunhofer mit.

Weg mit dem Kommentator

Dank des neuen Audiostandards MPEG-H 3D Audio kann künftig jeder Zuschauer auch eigenständig die Lautstärke der Kommentatoren regeln – und das unabhängig von der Stadionatmosphäre.

Die individuelle Einstellung des Tons erfolgt dabei durch den Nutzer auf dem Fernseher zuhause und nicht wie bisher ausschließlich vom Sender. Diese Technik nennt man objektbasierte Audioübertragung. Zudem ermöglicht die neue Technik auch – bei entsprechender Ausstattung mit Lautsprechern – ein dreidimensionales Klangerlebnis im heimischen Wohnzimmer.

Szenenbasierte Darstellung des Audiosignals

Der MPEG-H 3D Audio Standard bietet verschiedene Möglichkeiten, den Ton zu übermitteln: Die einzelnen Audiokanäle können – wie bisher auch – direkt übertragen werden oder als szenenbasierte Darstellung des Audiosignals (Higher Order Ambisonics). Zusätzlich lassen sich die einzelnen Elemente des Audiosignals als Audioobjekte senden.

Mit der Verfügbarkeit für das Fernsehpublikum ist allerdings erst in einigen Jahren zu rechnen. Zunächst wird die neue Technologie für den Einsatz im Rundfunk standardisiert, bevor sie dann von den Sendern genutzt und den Geräteherstellern eingebaut werden kann.

Bildquelle: Fraunhofer IIS/Boxler/Schilling

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 13.03.2016, 13:59 Uhr
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