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News Kategorie: TV
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Zehn Jahre hochauflösendes Fernsehen in Deutschland - Premiere gab den Startschuss

27.01.2016 13:35 Uhr von Jochen Wieloch

Am letzten Januar-Wochenende, genau am 28. Januar 2006, ging die Einführung des hochauflösenden Fernsehens HDTV in Deutschland in eine entscheidende Phase: Premiere (heute Sky), einer der ersten HDTV-Programmanbieter in ganz Europa, begann mit der Ausstrahlung seines vollen HDTV-Pakets.

Es brachte aktuelle Spielfilme, Sportereignisse und Dokumentationen in HDTV-Qualität auf die Bildschirme. Gleichzeitig startete die Auslieferung von HDTV-tauglichen Empfangsgeräten in größeren Stückzahlen.

Wichtig für Sportübertragungen

Damit wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der elektronischen Medien aufgeschlagen: HDTV überträgt fast fünfmal so viele Bildinformationen ins Wohnzimmer wie das Standard-Fernsehen. Es sorgt damit für einen extremen Qualitätssprung, der sich nur mit dem Übergang vom Schwarzweiß- zum Farbfernsehen vergleichen lässt. Für viele Fußball-Fans war der HDTV-Einstieg noch vor der Weltmeisterschaft im Sommer 2006 ein Muss: Premiere übertrug alle 64 Spiele in der neuen hochauflösenden Technik. Gerade für Sportübertragungen ist HDTV ein perfektes Feature – nicht nur wegen der Detailschärfe, sondern auch, weil das dafür obligatorische 16:9 Breitbild-Format einen viel besseren Überblick bietet.

Die Fußball-Weltmeisterschaft war, wie im Jahr 2006 prognostiziert, erst der Anfang einer rasch wachsenden Nachfrage nach hochauflösenden Programmen und passenden Empfängern. HDTV gehört heute zum Standard der Geräteausstattung. Und damals wie heute achteten die Kunden beim Fernsehgeräte-Kauf auf zukunftssichere Technik: Im Dezember 2005 waren bereits 55 Prozent aller verkauften LCD-Fernsehgeräte HDTV-vorbereitet; in Wert ausgedrückt, lag der Anteil sogar schon bei 73 Prozent.

Jetzt dreht sich alles um UHD

Aktuell zeigt sich im Markt eine ähnliche Situation ab, nun für die nächste TV-Qualitätsstufe UHDTV mit der vierfachen Auflösung von HDTV. Rund eine Million UHD-Geräte wurden 2015 in Deutschland abgesetzt. Für 2016 erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH rund 2,4 Millionen verkaufte UHD-Fernsehgeräte.

Vor zehn Jahren begann auch der Trend zu größeren Bildschirmen. Die Produktgruppe der TV-Geräte mit Bilddiagonale über 54 Zoll (137 cm) stellt inzwischen mit 36 Prozent den größten Umsatzanteil bei TV-Geräten. Die Ergebnisse einer gfu-Studie zur Jahresmitte untermauern dies: 41 Prozent der Deutschen geben an, dass ein größerer Bildschirm der Hauptgrund für eine TV-Neuanschaffung ist. So wollen inzwischen 41 Prozent der Deutschen ein Gerät mit einer Bilddiagonale größer als 48 Zoll, also 122 Zentimetern, anschaffen. Neun Prozent der Kaufwilligen wollen sogar in ein Gerät mit mehr als 65 Zoll, also einer Bilddiagonale von mehr als 165 Zentimetern investieren.

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 27.01.2016, 13:35 Uhr
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