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News Kategorie: TV
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Hintergrund: „Ultra HD Premium“ - Das steckt hinter dem neuen TV-Gütesiegel

17.06.2016 10:54 Uhr von Jochen Wieloch

UHD, die ultrahohe Auflösung mit acht Millionen Bildpunkten, zählte bisher nur bei Fernsehern der Premium-Klasse zur Standard-Ausstattung. Dennoch wurden 2015 in Deutschland bereits rund eine Million Geräte mit UHD-Bildschirmen verkauft.

Dieses Feature wird in diesem Jahr in weiteren Geräte-Klassen Einzug halten. Entsprechend rechnet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Jahr 2016 mit einem Absatz von 2,4 Millionen UHD-Geräten.

Hohe Kontraste und natürliche Farben

Weitere Bildverbesserungen, die neben dem superfeinen Pixelraster auch spektakulären Kontrast und noch schönere, natürlichere Farben versprechen, werden in diesem Jahr zusätzliche Marktimpulse setzen. Diese Geräte sind an einem neuen Logo mit dem Schriftzug „Ultra HD Premium“ zu erkennen. Die UHD Alliance, eine Industriegruppe, die sich für die einheitliche technische Weiterentwicklung von Geräten, Medieninhalten und Verbreitungswegen einsetzt, hat das neue Gütesiegel Anfang des Jahres vorgestellt.

Das Logo steht für eine ganze Reihe praktiscer Eigenschaften. Dazu gehört ein erheblich erweiterter Kontrastumfang von blendendem Weiß bis zum tiefsten Schwarz, in der Fachsprache „High Dynamic Range“ (HDR) genannt. Dazu müssen die Geräte hohe Helligkeitswerte erreichen. Für LCD-Fernseher schreiben die Ultra HD Premium-Spezifikationen eine Spitzen-Helligkeit von 1.000 Nits vor. Zum Vergleich: Derzeit erreichen die meisten Fernsehgeräte kaum mehr als 400 Nits.

Feinere Differenzierung der Helligkeitswerte

Der erweiterte Kontrastumfang erfordert auch eine feinere Differenzierung der Helligkeitswerte und damit eine Codierung der Videosignale, die Abstufungen genauer beschreiben kann. Deshalb steht das neue Logo für eine Video-Signalverarbeitung in 10 Bit-Technik; 8 Bits für jeden Bildpunkt waren bisher üblich. Der Übergang zu 10 Bits erlaubt auch eine sehr viel genauere Beschreibung der Farben: 10 Bits stehen für mehr als eine Milliarde Farbtöne.

Dazu passen die Anforderungen des neuen Logos an die Farbwiedergabe der Bildschirme. Der Hintergrund: Das menschliche Auge unterscheidet viel mehr Farben, als die Bildschirme darstellen können. Das war schon so, als Fernseher noch sperrige Bildröhren hatten. Hier bestimmten leuchtende Phosphorbeschichtungen die Grenzen des Bunten. Mit modernen Flachbildtechniken lässt sich die Farb-Darstellung deutlich erweitern. Schon für HDTV hatte die Internationale Standardisierungsorganisation ITU (International Telecommunication Union) eine Empfehlung für mehr Farbe ausgesprochen, die als Rec 709 zur Richtschnur für die Medienproduktion und die Bildschirm-Herstellung wurde. Für Ultra HD nun definierte das Gremium einen nochmals erweiterten Farbraum, so der Fachbegriff, unter dem Kürzel Rec 2020. Dieser Norm entsprechen die neuen Fernseher mit dem Logo Ultra HD Premium.

Die technischen Eckdaten für mehr Farbenpracht, leistungsfähigere Signalverarbeitung und HDR-Kontrast gehören auch zu den Spezifikationen der neuen, UHD-fähigen Generation der Blu-ray Disc.

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 17.06.2016, 10:54 Uhr
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