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Kategorie: 1-DIN-Autoradios

Einzeltest: Pioneer DEX-P99RS


Eins draufgelegt

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So richtige Klangheadunits sind selten geworden. Schade, schade. Lange Zeit verwendeten viele Wettbewerbler und sonstige Klangfetischisten das P88 von Pioneer. Eins sage ich Ihnen: Die werden bald mal wieder umbauen können.

Da hat die Welt drauf gewartet. Und das meine ich so ernst, wie ich es schreibe: Das P99 ist da. Es versteht sich als legitimer Nachfolger des legendären P90RS, bildet optisch die Schnittmenge aus diesem und dem sehr beliebten P88. Es wirkt etwas kantiger, aufgeräumter und anspruchsvoller. Das gefällt mir schon mal. Der Body ist zur besseren Schirmung aus Kupfer, die hochglanzschwarze Front macht auf der anderen Seite eine gute Figur nach außen. Im ersten Moment weiß man jetzt nicht so recht, was den Mehrpreis ausmacht. Das Display ist wohlbekannt, die beiden Drehregler links und rechts kennt man auch schon vom P88. Wenn man jedoch eine Weile damit spielt und auch mal die Anschlüsse betrachtet, dann wird’s schnell klar. Man muss nur die Cinchausgänge zählen und im Menü nachgucken: Das P99 ermöglicht ein vollaktives Dreiwegesystem PLUS Subwoofer. Trennfrequenzen gibt es reichlich, außerdem sind sie auf ihren jeweiligen Einsatzzweck hin bereichsoptimiert. Die Laufzeit und den Equalizer kann man sich natürlich automatisch einmessen lassen. Aber sind wir mal ehrlich: Ein Großteil der User wird das von Hand erledigen. Das gebietet einem doch schon die audiophile Ehre, oder? Die Tools für feinsinnigste Einstellungen sind da: 31 Bänder hat man am Equalizer zur Verfügung, die Laufzeit lässt sich in feinen 0,7-Zentimetersschritten einstellen.

Hoch- und Tiefpass sind in der Frequenz sehr fein einstellbar, die Flankensteilheiten fangen bei 6 dB an und hören erst bei 48 dB auf. Das nenne ich mal steil und ist unter Umständen gut zu gebrauchen, wenn der Übergang nicht so recht passen will. Außerdem ist ein steiler Subsonic für den Subwoofer oft genau richtig, auch wenn viele behaupten, man beschneide den Tiefbass damit. Sehe ich nicht so, wenn man bedenkt, dass es dem Nutzschall nützt, wenn Tiefstbass, der vom Chassis nur unter größten Mühen und mit viel Klirr versehen abgesondert werden könnte, gar nicht erst am Lautsprecher ankommt. Interne Endstufen gibt es nicht, das ist bei einer Headunit dieses Kalibers auch nicht nötig und würde eh nur für Klangeinbußen sorgen. So gesehen ist das Weglassen der meist nicht kräftigen Chipendstüfchen goldrichtig. Die Entwickler haben wirklich alles dafür getan, den Klang auf ein Maximum zu hieven. Erstmalig verfügt eine Headunit über einen eigenen Taktgenerator. Der D/A-Wandler bekommt also von CD nur die Musikdaten, sein Takt wird im Gerät erzeugt. Das verhindert klangschädlichen Jitter und ist so richtig schön konsequent. Ein iPod beziehungsweise iPhone muss jetzt nicht mehr per Adapter angeschlossen werden, es reicht beim P99RS ein Kabel namens CDIU50. Und jetzt rümpfen Sie bitte nicht die Nase, wenn ich im Zusammenhang mit einer Klangheadunit von iPods rede.

Preis: um 1000 Euro

Pioneer DEX-P99RS

Referenzklasse


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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 30.09.2009, 10:48 Uhr
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