Kategorie: AV-Receiver
Mit dem neuen Einstiegsmodell RXV457 zeigt Yamaha der Konkurrenz, was für 300 Euro heutzutage möglich ist. Der Receiver hat zwar kein automatisches Einmesssystem, aber Ausstattungsmerkmale, die sonst nur bei teureren Geräten zu finden sind. Neben einer topaktuellen Dekodersektion und einer „vollständigen" Anschlusssektion samt S-Video- und YUV-Anschlüssen, können zum Beispiel die Lautsprecheranschlüsse „B“ für eine zweite Hörzone verwendet werden. Auch die Fernbedienung ist keine bloße Dreingabe zum Gerät, sondern kann nach Eingabe der entsprechenden Infrarotcodes auch Geräte anderer Hersteller bequem steuern. Im dreiteiligen Menü lassen sich, neben den üblichen Einstellmöglichkeiten, mit einer Auswahl von neuen verschiedenen Subwoofer-Übergangsfrequenzen zwischen 40 und 200 Hertz sämtliche Lautsprechersysteme bestens aufeinander abstimmen. Bei Synchronisationsproblemen von Bild und Ton (zum Beispiel bei Verwendung von Plasma- oder LCD-TVs) schafft das variable Audio Delay (0 bis 160 ms) Abhilfe. Last but not least lassen sich die Subwooferphase einstellen und die Quellen individuell umbenennen. Yamaha-typisch geht auch der RXV457 richtig „nach vorne“. Glasklar und dynamisch ist seine Wiedergabe von Musik und Filmton. Bei Verwendung von großen Standboxen macht sich sein straffer, sauberer Bass am besten bemerkbar.
Auch bei hohen Pegeln bleibt er stets Herr der Lage und zieht den Zuschauer/Zuhörer in seinen Bann. Sämtliche Testsequenzen, angefangen von Clair Marlos „ Lonely Night“ bis hin zum opulenten „Herr der Ringe“, meisterte er alle Hürden tonaler Ereignisse.
Yamahas RX-V457 ist zur Zeit der beste Receiver der Einstiegsklasse. Sein guter Klang, seine hervorragende Ausstattung und seine zahlreichen technischen Finessen machen ihn zum Testsieger
Heinz Köhler
Testredaktion
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