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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: Planet der Affen: Revolution (20th Century Fox)


Planet der Affen: Revolution

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Krieg zwischen Mensch und Primat

Seit ein Virus die Menschheit so gut wie ausgerottet hat, haben sich die Überlebenden in Ruinen der zerstörten Städte zurückgezogen. Caesar (Andy Serkis), ein hochintelligenter Schimpanse, hat mit seinen Artgenossen in den Wäldern außerhalb von San Francisco Zuflucht gefunden. Die rund zweitausend Affen haben sich in höhlenartigen Behausungen niedergelassen und hören auf Caesars Kommando. Die Ruhe der Primaten wird gestört, als die herumirrenden Wissenschaftler Malcom (Jason Clarke), Elli (Keri Russell) und ihre Kollegen den Wald ergründen. Die Affen fühlen sich angegriffen und versuchen ihr Leben mit aller Macht zu verteidigen, woraufhin ein Krieg zwischen Menschen und Primaten entfacht wird. Regisseur Matt Reeves knüpft an Rupert Wyatts „Planet der Affen: Prevolution“ von 2011 an und setzt die Geschichte von Affe Caesar beeindruckend fort. Auch wenn die Geschichte trotz aller Raffinesse zum Ende hin abflacht, kann der Film dank seiner bemerkenswerten Effekte überzeugen. Die zahlreichen Affen erwachen in den realistischen Kulissen, die mit fünfzig Motion-Capture-Kameras und acht Witness-Capture-Kameras in 3D in den Wäldern von Vancouver und New Orleans eingefangen wurden, zum Leben. Mehr als fünfzig Darsteller schlüpften in Motion-Capture- Anzüge, um den anschließend am Computer generierten Affen fotorealistische Bewegungen zu ermöglichen. Unter anderem kehrt so auch „Gollum“-Darsteller Andy Serkis als Affenanführer Caesar zurück, der sich gegen den kriegerischen Koba (Tobey Kebbell -„The Fantastic Four“) behaupten muss. Neben dem vordergründigen Krieg zwischen Mensch und Primat rückt auch zusehends der Konflikt zwischen Caesar und seinem Sohn (Nick Thurston) in den Vordergrund. Mit dem Wechsel von der Zeichensprache ins gesprochene Wort wird die Vermenschlichung der Affen auf interessante Art in Szene gesetzt. Der Zuschauer bekommt ein Gefühl für die ausführlich betrachtete Affengemeinschaft, die mit ihrer familiären Gruppierung und Revieraufteilung ausreichend Identifikationspotenzial bietet, um ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Unbewusst nimmt der Zuschauer somit die Perspektive der Affen ein. Caesars Sympathie zu den Menschen wird als Streitpunkt gehandelt, der zu einer Eskalation in der Affenherde führt. Der eskalierende Konflikt wird auf die Menschen übertragen, was im Finale in spektakulären Actionszenen gipfelt, in denen Realfiguren, Computeranimationen und Effekte nahtlos miteinander verschmelzen. 

Bild und Ton 


Die Blu-ray liefert Bestwerte. Frei von jeglichen Kompressionsmängeln ist der Transfer konstant klar, so dass der Zuschauer in eine zum Anfassen reale Welt eintauchen kann. Die unglaubliche Detailschärfe zeigt das Fell der computeranimierten Primaten ebenso deutlich wie die Feinheiten in den Gesichtern der menschlichen Darsteller oder die einzelnen Bäume und Blätter im Urwald. Die Natur spiegelt sich in satten Grüntönen wider, in denen die Primaten in fein nuancierten Grau- und Brauntönen hervorstechen. Der Sound liefert wuchtige Atmos, klangvolle Effekte und einen kräftigen Score, der den gesamten Hintergrund einzubeziehen weiß. 

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Planet der Affen: Revolution (20th Century Fox)

4.0 von 5 Sternen

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Sandy Kolbuch
Autor Sandy Kolbuch
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Datum 30.04.2015, 12:03 Uhr
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