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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: District 9 (Sony Pictures)


District 9

1804

Der Überraschungs- Sci-Fi-Hit nun endlich im Heimkino

For Humans Only



Über 20 Jahre ist es her, dass insektoide Aliens mit einem gigantischen Raumschiff über den Dächern von Johannesburg strandeten. Da man nicht wusste, ob es sich um Freunde oder Feinde handelte, tat man, was Menschen in diesem Fall tun: Man pferchte sie in einen großen slumähnlichen Bereich ein, den sogenannten District 9. Als die Regierung die Verantwortung der privaten Waffenfirma „Multi- National United“ übergibt, ordnet diese aufgrund der massiven Ängste und Vorurteile der Bürger gegenüber den Außerirdischen eine Zwangsumsiedlung an, die vom einfachen Büromitarbeiter Wikus van de Merwe durchgeführt werden soll. Während dieser nicht ungefährlichen Mission wird Wikus mit einer seltsamen Alien-Flüssigkeit infiziert, die ihn beginnend mit seinem Arm bald ebenfalls in einen der Außerirdischen zu verwandeln beginnt. Nun erfährt der bisher nicht gerade tolerante van de Merwe am eigenen Leib, wie sein Arbeitgeber mit den Aliens umspringt. Zumal Wikus die entscheidende Schnittstelle ist, denn zuvor gefundene Alienwaffen können nur von Händen aktiviert werden, die Alien-DNA enthalten. Nur mit Mühe kann Wikus den anstehenden Experimenten mit ihm entfliehen und findet sich alsbald selbst im District 9 wieder, darauf hoffend, dass die vormals verhassten Aliens ihm nun zur Seite stehen …
Intelligente Science-Fiction abseits vom Hollywoodmainstream und -bombast ist nicht sehr oft anzutreffen. Regieneuling Neill Blomkamp schafft es mit Produzent Peter Jackson im Hintergrund, dem Thema Aliens eine ganz neue Variante hinzuzufügen und erzählt im Prinzip eine Parabel auf Fremdenhass und gegenseitige Akzeptanz. Gerade deswegen ist es auch nicht unwichtig oder gar irrelevant, dass der südafrikanische Regisseur seine Geschichte in Johannesburg spielen lässt, einer Stadt, die historisch gesehen eine der weltweit schlimmsten Rassendiskriminierungen erleben musste. Das wird nur noch mehr unterstützt durch die subjektive Handkameraführung und den dokumentarischen Erzählstil. Dazu passt die nervös-zerfahrene Darstellung des Wikus durch den bisher unerfahrenen Sharlto Copley (demnächst als Murdock in der A-Team-Verfilmung), der die verschiedenen Stadien der Verzweiflung perfekt nachempfindbar macht. Die für das Produktionsbudget von 30 Millionen Dollar erstaunlich guten Effekte tragen ihren Teil zum Gelingen des Films bei, und das offene Ende lässt auf einen weiteren Teil hoffen.

Bild und Ton


Das 1,85:1-Bild ist durch den teilweise dokumentarischen Look bisweilen extrem scharf und konturiert, dann wieder künstlich verfremdet, um den authentischen Look zu wahren. Insgesamt ein sehr gutes Bild, das keine unabsichtlichen Probleme oder Unruhen aufweist. Auch der Ton zeigt sich vielseitig: Dialoge sind mal überbetont während der TV-Interviews, dann wieder dominieren atmosphärische Geräusche, und wenn ein Helikopter am Himmel erscheint oder Schüsse fallen, wird es sofort effektvoll. Wenn sich die Aliens in ihrer ans isiXhosa angelehnten Sprache mit Klicklauten unterhalten, bekommt zudem der Subwoofer gut zu tun.

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District 9 (Sony Pictures)

5.0 von 5 Sternen

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 01.06.2010, 12:38 Uhr
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