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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: Django Unchained (Sony Pictures)


Django Unchained

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Quentin Tarantinos lang erwarteter Ausflug in den Spaghetti- Western ist ein Erfolg auf ganzer Linie.

1858 irgendwo in Texas: Kopfgeldjäger Dr. King Schultz ist auf der Suche nach den Brittle-Brüdern und befreit auf seinem Weg den Sklaven Django, der die Brittles kennt und bei der Suche helfen könnte. Da Django Rache an den Entführern seiner Frau nehmen möchte, bildet Schultz ihn als Gegenleistung aus, und irgendwann stehen sie vor dem neuen „Besitzer“ von Djangos Frau, dem unbarmherzigen Calvin Candie … Wie man es von Tarantino gewohnt ist, hat er seine Vorbilder genauestens studiert, zitiert mit lockerer Hand seine Spaghetti-Western- Helden und lässt rein optisch gar keinen Zweifel daran, dass er genau weiß, was er tut. Und da er offensichtlich genauso überzeugt von den schauspielerischen Qualitäten Christoph Waltz’ ist wie die Oscar-Academy-Mitglieder, ist sein größter Coup sicherlich, diesen in der Rolle des aufgeklärten, sarkastischen Kopfgeldjägers Dr. King Schultz zu besetzen. Größer hätte der Unterschied zu dessen Rolle in „Inglourious Basterds“ kaum sein können, und ohne die Leistung Jamie Foxx’ schmälern zu wollen, dominiert Waltz den Film – seine Dialoge sind einfach brillant geschrieben und unglaublich gekonnt vorgetragen. Umso stärker fällt auf, dass ein Samuel L. Jackson erstmals richtig nerven kann, und auch die lang ausgedehnten Szenen mit Leonardo DiCaprio wirken zuweilen etwas anstrengend. 

Bild und Ton


Das Bild der Blu-ray atmet ebenfalls den Geist der Spaghetti-Western und ist selbst in Nahaufnahmen nie ganz scharf. Dazu kommt eine gewisse Überkontrastierung, die Schwarzes hin und wieder versumpfen und Weißes überstrahlen lässt. Die Bildruhe ist dafür extrem hoch und die Detailtiefe gefällt ebenfalls. Der Ton klingt klar aus den Lautsprechern, Dialoge sind vielleicht etwas zu leise abgemischt, aber immer noch gut verständlich. Wenn dann ab Minute 121 das Haus Candies zu Holzbruchstücken verarbeitet wird und die Kugeln platschend in Körper ein- und wieder ausdringen, fühlte man sich selten so unmittelbar in einer Schießerei – wenngleich die Vertonung furchtbar übertrieben ist. 

Extras


Im Bonusmaterial erfahren wir etwas über die Stunts mit den Pferden, das Waffentraining, die Kostüme und das Produktionsdesign. Bei diesen drei, mit zwölf bis vierzehn Minuten relativ kurzen Bonusschnipseln und der Möglichkeit, die Kapitel nach Filmmusik zu ordnen, bleibt es leider. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Man könnte vermuten, dass irgendwann noch eine Special Edition mit einer erweiterten Filmfassung und mehr Bonus veröffentlicht wird.

Fazit

Blutiger, von Waltz und Foxx sensationell gespielter und von Tarantino mit federleichter Hand inszenierter Neo-Spaghetti-Western, der nur gegen Ende etwas straffer hätte ausfallen dürfen.
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Django Unchained (Sony Pictures)

5.0 von 5 Sternen

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 26.07.2013, 12:54 Uhr
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