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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: Dame, König, As, Spion (Studiocanal)


Dame, König, As, Spion

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Finde den Verräter im britischen Geheimdienst

London in den 70ern: Der britische Geheimdienst unterhält Beziehungen zu einer russischen Quelle. Deren Informationen sind so brisant, dass man den Verbündeten USA davon unterrichtet, um im Gegenzug wiederum an vertrauliches Material des großen Bruders zu gelangen. Als jedoch der eingeweihte Staatssekretär Lacon einen Hinweis auf einen Maulwurf in den eigenen Reihen bekommt, wird der Agent im Ruhestand, George Smiley, reaktiviert. Als dieser mit den von ihm gewünschten Kollegen die Ermittlungen beginnt, stoßen sie in der Wohnung des mittlerweile verstorbenen hochrangigen Ex-Agenten „Control“ auf Schachfiguren mit Bildern der von ihm der Spionage Verdächtigten. Eins davon zeigt Smiley selbst, so dass er bald auf einem schmalen Grat aus Investigation und Selbstverteidigung wandelt … Tomas Alfredsons Kalter-Krieg-Thriller ist sensationell ausgestattet und gefilmt, fährt ein unglaubliches Aufgebot an Stars auf und ist im besten Sinne altmodisch. Basierend auf einem Roman von John Le Carré, muss man jedoch immer bei der Sache bleiben, um über die zahlreichen Figuren und Ereignisse den Überblick zu wahren. Wer sich auf die langsame Entfaltung der Geschichte einlässt, wird dafür mit einem Agententhriller belohnt, der zum einen grandioses Schauspiel liefert und zum anderen auch dezidiert die Korruption innerhalb der Geheimdienste offenbart. Highlight sind die Szenen, in denen sämtliche relevante Figuren aufeinandertreffen und sich messerscharfe Wortgefechte liefern. 

Bild und Ton


Der kalte Krieg war grau, diesig, verraucht, unscharf und farblos – das zumindest möchte uns das Bild der Blu-ray suggerieren. Auf diese Art und Weise wird die Geschichte perfekt unterstützt und intensiviert das Geschehen. Dieser Look ist zumindest so gut umgesetzt, dass man bewusst wahrnehmen kann, wie gewollt er ist – auch wenn es schöner aussehen könnte. Beim DTS-HD-Master-Ton gelingen die Dialoge sehr gut verständlich. Sie kommen klar und präzise aus dem Center. Die Filmmusik bleibt recht dezent und es gibt nur selten Anlass für die Effektlautsprecher, sich ins Geschehen einzubinden. 

Extras


Die Interviews laufen zwar fast eine Stunde, bieten jedoch nur kurze und wenig inhaltsvolle Schnipsel – abgesehen von dem echten und informativen mit Autor John Le Carré. Die vier Featurettes laufen zusammen genommen lediglich zehn Minuten und sind eher Appetizer für den Film, als Hintergrundanalyse. Der Audiokommentar von Regisseur und Hauptdarsteller ist untertitelt und sachlich-nüchtern. Man erfährt viel über die Drehorte, die eingesetzten Kameras und erlebt Oldman als interessierten Zuschauer seines eigenen Films. 

Fazit

Die Verfilmung von Carrés Roman ist klassisches Agentenkino mit ausgeprägt britischer Note. Getragen von einem herausragenden Schauspielerensemble werden alle Genrefans, die sich auf eine anspruchsvolle Geschichte und die langsame Erzählweise einlassen, sattsam belohnt.
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Dame, König, As, Spion (Studiocanal)

4.0 von 5 Sternen

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 05.09.2012, 14:34 Uhr
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