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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: Inglourious Basterds (Universal)


Inglourious Basterds

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Thriller  Jahrelang in Planung, kommt nun endlich Tarantinos Film über das dritte Reich in den Handel.

Die Jüdin Shosanna entging nur knapp dem brutalen Judenjäger Oberst Hans Landa und betreibt ein paar Jahre später ein Kino in Paris. Dort trifft sie erneut auf Landa, der als Sicherheitsoffizier einer Nazifilmpremiere, die überraschend in Shosannas Lichtspielhaus stattfinden soll, fungiert. Für die junge Frau der perfekte Moment, um sich zu rächen und durch ein Feuerinferno gleich 350 hohe Nazitiere inklusive dem Führer mit in den Tod zu reißen. Den gleichen Plan haben auch die Briten mit ihrer „Operation: Kino“ und diesen sollen wiederum die „Basterds“ helfen – eine Truppe jüdischer US-Soldaten unter der Führung von Lt. Aldo Raine, die nichts anderes im Kopf haben, als Nazis zu jagen und zu skalpieren … Soeben gewann Christoph Waltz den Golden Globe und gilt nun als Favorit auf den Oscar für die beste Nebenrolle – zu Recht! Es ist einfach beängstigend, wie präzise er Hans Landa spielt und schon die erste Szene zu einem beklemmenden Erlebnis sondergleichen werden lässt. Sicherlich auch ein Verdienst Tarantinos, der sämtliche Schauspieler (die stattliche Anzahl deutscher Akteure eingeschlossen) zu Höchstleistungen treibt und vor allem Brad Pitt süffisant seine Rolle als Südstaaten-Nazikiller mit Skalp-Fetischismus genießen lässt. Doch es sind nicht nur die Schauspieler, die „Inglourious Basterds“ zu einem großartigen Film machen, sondern die Geschichte an sich und Tarantinos Art, sie zu inszenieren. Die Tatsache, dass der Showdown in einem Lichtspielhaus stattfindet, er das Kino bildlich über das Böse siegen lässt, ist praktisch die Kulmination seiner bisherigen Filme, die immer wieder voller Zitate und Liebeserklärungen an das Kino waren. Da verzeiht man auch gerne, dass während der zweieinhalb Stunden Laufzeit hin und wieder ein paar Längen zu beklagen sind.

Bild und Ton


Das Bild ist vollkommen ruhig, ohne jede Spielerei, kontraststark und scharf. In Innenaufnahmen sichtbar gelb-bräunlich gefiltert, aber jederzeit detailtief und homogen. Der Ton liefert sehr gut verständliche Dialoge und wird in den (wenigen) Actionszenen wunderbar dynamisch und effektvoll. Einzig die zum Teil (erneut von Tarantino selbst ausgewählten) älteren Songs plärren schon mal etwas nervtötend.

Extras


In den Extras bekommen wir neben ein paar erweiterten Szenen den kompletten Film „Stolz der Nation“ zu sehen – hier wurde wirklich akkurat und zeitgemäß gearbeitet – er könnte ohne Probleme als deutscher Propagandafilm durchgehen. Grandios ist das „fiktive“ Making-of von „Stolz der Nation“, in dem sich Hostel-Regisseur Eli Roth als preziöser Regisseur Alois von Eichberg durch Interviews schwafelt. Leider fehlt ein Audiokommentar ebenso wie ein echtes Making-of oder interaktive Bild-im-Bild-Features.

Fazit

Tarantinos Liebeserklärung an das Kino ist brutal, mitunter bluttriefend und herrlich süffisant – ein echter Quentin und dazu grandios gespielt.
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Inglourious Basterds (Universal)

5.0 von 5 Sternen

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 21.04.2010, 12:55 Uhr
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