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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Mytek Manhatten


Hochgearbeitet

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Wenn Firmen, die eigentlich Equipment für Aufnahmestudios herstellen, plötzlich in den Heim-HiFi-Bereich wechseln, findet man öfter mal abgespeckte Technik in plumpen Gehäusen. Im Falle von Myteks DAC Manhattan kann davon keinerlei Rede sein.

Mytek Digital sitzt im Stadtteil Brooklyn der US-Metropole New York City. Ein Viertel, das über die letzten Jahrzehnte hinweg den Sprung vom Arbeiter- und Künstlerquartier zum angesagten Immobilienparadies gemacht hat. Dort produzierte die Firma seit 1992 Geräte, die im professionellen Studiobereich ihren Platz fanden, bis man sich nun entschied, neben bezahlten Musikern auch auf audiophile Hörer zu setzen. So entstand bereits der Stereo 192-DSD DAC, der jedoch immer noch stark den Eindruck von Studiotechnik vermittelte. Auf der High End 2014 wurde in München das neue Flaggschiff präsentiert, das man sich höchstens in einem Studioapartment vorstellen kann, denn von der kargen Optik reiner Nutzgeräte ist nichts mehr übrig geblieben. Stattdessen zeigt sich der vollformatige D/A-Wandler in einem aufwendig gestalteten Gehäuse aus aluminiumumanteltem Stahl. Hunderte von Einbuchtungen auf den Seitenteilen und der Frontpartie strahlen dabei das einfallende Tageslicht in die verschiedensten Richtungen zurück. Nur auf der Oberseite weichen die vielen wabenförmigen Schuppen einer glatten Oberfläche, die in ihrer Mitte vom Firmenlogo geziert wird, das aus einer Vielzahl kleiner Löcher zur Belüftung der inneren Komponenten besteht. An der Front wird das wellige Design jedoch gnadenlos durchgezogen, so dass selbst der Powerknopf und die vier Bedientasten nicht mit glatten Oberflächen versehen sind.

Lediglich beim Drehregler an der rechten Seite machte man eine Ausnahme. In der Mitte befindet sich dann eine ebenso eigenwilliges Display, dessen Dot-Matrix in hellem Weiß erstrahlt. Dabei nimmt die geringe Anzahl der recht großen Leuchtpunkte die Designsprache des Gehäuses erneut hervorragend auf. Nun lässt sich über Geschmack ja wie immer streiten und die Optik wird sicherlich nicht bei jedem Nutzer auf Gegenliebe stoßen, doch eines ist klar: Nach dröger Studiotechnik sieht es hier nicht aus. Stattdessen erhält man ein sehr auffälliges Gerät, das sicher als Gesprächsstoff dienen kann, wenn Gäste die eigene Anlage begutachten. Wenn man aber selbst gefallen an der Optik gefunden hat und keine Gäste zum Reden da sind, dann muss der Manhattan natürlich auch in den wirklich wichtigen Disziplinen überzeugen. Bei der Funktionsvielfalt zum Beispiel gibt es wohl keine zwei Meinungen, denn hier hat sich die Profierfahrung der Firma durchgesetzt. Einerseits natürlich weil der Manhattan nicht nur ein D/A-Wandler ist, sondern gleichzeitig auch ein Kopfhörerverstärker und eine Vorstufe. Hauptsächlich aber, weil er eine ungemeine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten bietet und ein Blick auf die Rückseite dann doch einen Hauch von Aufnahmestudio verströmt.

Preis: um 4500 Euro

Mytek Manhatten


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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 31.03.2015, 09:58 Uhr
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