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Kategorie: DVD Film

Usertest: Ridley Scott Gladiator


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Test "Gladiator" profitiert von etwas, das die meisten Historienepen nicht haben: Eine packende, recht simple Handlung, mit der man sich als Zuschauer perfekt identifizieren kann und ein enorm charismatischer Hauptdarsteller, der hierfür Angriffsfläche bietet. Im Prinzip handelt es sich um eine einfache Rachegeschichte, die filmisch aber enorm vital umgesetzt wurde. Natürlich bediente man sich an diversen Versatzstücken des Genres, Ähnlichkeiten zu Kubricks "Spartakus" und vor allem "Der Untergang des römischen Reiches" sind nicht von der Hand zu weisen. Doch trotz gewisser Schwächen ist es einfach nicht von der Hand zu weisen, dass Scott und sein Team hier pures Kino schufen, das von großen unvergesslichen Momenten lebt und einen emotional packenden und letztlich absolut zufrieden stellenden Handlungsbogen bietet. Dass dieses uralte starke dramatische Motiv der Rache in die Zeit des Römischen Reiches verpflanzt wurde, sorgte für etwas Erfrischendes im Kino-Einerlei und entstaubte völlig überraschend den Sandalen- und Historienfilm, der nach dem Erfolg des Films andere Werke wie "Troja", "Alexander", Scotts "Königreich der Himmel" erst ermöglichte und eine Renaissance erlebte. Durch die tollen Oscarprämierten Spezialeffekte wurde es ermöglicht, das antike Rom auferstehen zu lassen, wie noch zuvor, womit "Gladiator" die wohl bis dato lebendigste und akkurateste Vision dieser Zeit liefert.

Der Film lebt von grandiosen Momenten, angefangen mit der jetzt schon legendären blutige Eröffnungsschlacht gegen die Germanen, durch die man als Zuschauer direkt mitgerissen wird. Hier wird direkt unmissverständlich klar, dass man etwas Besonderes erlebt und es ist deutlich spürbar mit wie viel neu gewonnener Energie Ridley Scott am Werk ist. Die Intensität dieser Szene wurde schon oft seitdem kopiert und wurde nicht erreicht. Viele interessante Kunstgriffe wie der manchmal eingesetzte stroboskopartige Schnitt versetzen den Zuschauer unmittelbar in das perfekt choreographierte Kampfgeschehen. Hans Zimmers fantastische Musik genießt heute auch schon Kultstatus, wie man unschwer an dem schon zu häufigen Einsatz in der Popkultur sehen kann. Sie unterstreicht den epischen, emotionalen und spektakulären Charakter des Films perfekt und mit viel Power und ist nicht mehr wegzudenken. Der Film wird seinem Namen natürlich mehr als gerecht und fängt das mitreißende Spektakel der Gladiatorenkämpfe virtuos in einigen atemberaubenden Szenen ein, bei denen man oft wirklich das Atmen vergisst, so unmittelbar, so brutal und intensiv wirkt das Geschehen. Im Zentrum von all dem steht der Tribun Maximus (Crowe), der von dem rücksichtlosen, durch den Mord an seinem Vater neu zum Kaiser ernannten Commudus (Joaquin Phoenix) betrogen und zur Exekution frei gegeben wird.

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Ridley Scott Gladiator

5.0 von 5 Sternen

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Autor Steppenwolf
Datum 09.08.2010, 21:39 Uhr
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