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Kategorie: Kopfhörer Hifi

Einzeltest: Fostex TH-900


Perfektion für den Hörgenuss

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Mit der japanischen HiFi-Szene assoziiere ich recht widersprüchliche Begriffe wie „abgedreht“ und „pedantisch“, „freakig“ und „perfektionistisch“. Und in diesem Spannungsfeld positioniert sich das Top-Kopfhörermodell von Fostex, der TH-900.

Fostex wurde bereits 1973 von der Foster Electric Co. Ltd., die ihrerseits schon 1949 gegründet wurde, ausgegründet. Zunächst produzierte Fostex Lautsprecherkomponenten, bald auch eigene Lautsprecher, die vorwiegend im professionellen Bereich Verwendung fanden. Entsprechend weitete man die Produktpalette mit einem Schwerpunkt auf Equipment für den professionellen Einsatz in Tonstudios aus. Wobei man durchaus auch Musikhörer, die „über den Zaun“ ins Profi Lager guckten, mit Geräten bediente. Im Bereich Kopfhörer, Kopfhörerverstärker und DACs versorgt Fostex diese Zielgruppe mit einer eigenen Produktschiene. 

Ausstattung


Der TH-900 ist bei Fostex das Spitzenmodell in Sachen Kopfhörer. Das macht sich nicht nur bei der eingesetzten Technik bemerkbar. Obwohl: Zwei 50 Millimeter durchmessende Membranen aus „Biodyna“, einer speziellen Zellulose, und ein Neodym-Antrieb mit einer magnetischen Flussdichte von 1,5 Tesla sprechen schon eine deutliche Sprache. Aber auch ansonsten treibt Fostex hier den Aufwand auf die Spitze. Die Gehäuse bestehen aus japanischer Zierkirschen-Birke und wurden in traditioneller Handarbeit mit „Urushi“-Lack (Japan-Lack) und aufwendigen Einlegearbeiten aus Silberfolie veredelt und mehrfach von Hand poliert, bis sie schließlich, mit dem Fostex-Logo aus Platin versehen, einem finalen Trocknungsvorgang unterzogen wurden. Die Ohrpolster und die Polsterung des Kopfbügels bestehen aus Protein-Leder. Da ist es fast schon selbstverständlich, dass das Zuleitungskabel aus sauerstofffreien Kupferleitern besteht und der Stecker vergoldet ist. Nimmt man den Fostex TH-900 in die Hand, springen einen diese Details nicht gleich an. Der Kopfhörer wirkt auf eine ganz eigene Art unspektakulär. Wobei man sofort die Qualität und den Perfektionismus, der bei der Konstruktion und der Fertigung offensichtlich oberste Maxime war, wahrnimmt. Genau so stelle ich mir japanisches High End vor. Nicht protzig, aber eigenständig und in jedem Detail perfekt. Dieser Eindruck setzt sich fort, sobald man den Kopfhörer aufsetzt. Er ist trotz seines massiven Aussehens erfreulich leicht und schmiegt sich sanft um die Ohren. Dabei vermittelt er das Gefühl sicheren Halts, obwohl er sich in keiner Weise ungebührlich bemerkbar macht: Nichts drückt oder engt ein. Obwohl der TH-900 mit 25 Ohm Impedanz und einem Wirkungsgrad von 100 dB für Kopfhörerverstärker vergleichsweise leicht zu treiben ist, wird wohl kaum jemand ein solch edles Gerät unterwegs benutzen. Entsprechend sinnvoll ist es, dass Fostex ihm gleich ein drei Meter langes Anschlusskabel – eine Länge, die ich in der Praxis als sehr angenehm empfand – sowie einen 6,3 mm Klinkenstecker spendiert hat. Dazu passt, dass in der üppigen Verpackung noch ein passender Kopfhörerständer steckt. 

Preis: um 1695 Euro

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Fostex TH-900

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

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Martin Mertens
Autor Martin Mertens
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Datum 19.09.2014, 10:15 Uhr
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