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Kategorie: Kopfhörer Hifi

Einzeltest: Koss Pro4AAAT


Evolution statt Revolution

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Beim Auspacken des Koss Pro4AAAT überfallen den Autor nostalgische Gefühle. Ob der Klang zeitgemäß ist?

Es dürfte mehr als 30 Jahre her sein. Der Autor dieser Zeilen kultivierte seine erwachende Leidenschaft für Musik mit einem Stereo-Radio-Kassettenrekorder der Marke Sharp. Das fortschrittliche Gerät verfügte schon damals über einen Bass-Boost-Schalter, ohne dessen Betätigung damals natürlich überhaupt nichts ging. Das führte zu ernsthaften Auseinandersetzungen im Elternhaus, und so kratzte der Autor seine damaligen Ersparnisse zusammen und erwarb beim örtlichen Fernseh- und Radiofachmann seinen ersten Kopfhörer: einen Koss. Dessen Ohrpolster bestanden aus einem dünnen, flexiblen Kunststoff und waren mit Luft gefüllt, sahen aber immer ein bisschen zerdrückt aus. In der Mitte sah man ein Plastikgitter, hinter dem sich der Treiber verbarg. Damit schnitt der Autor im gleichgesinnten Freundeskreis zunächst schlecht ab. Hier waren zu dieser Zeit Sennheiser mit leuchtend gelben Schaumstoffpolstern angesagt, die die kompletten Gehäuse überzogen. Das sah viel cooler und professioneller aus. Allerdings rissen die Schaumstoffhüllen schnell ab oder lösten sich auf – und dann war es mit dem Coolheitsfaktor vorbei. Der Koss dagegen sah lange aus wie am ersten Tag und funktionierte einwandfrei. Entschuldigen Sie diesen elegischen Ausflug in meine Jugend, aber das aktuelle Spitzenmodell von Koss, der Pro4AAAT ist genauso aufgebaut.

Ausstattung


Wie gesagt, auffällig sind die Ohrpolster des Koss Pro4AAAT, da sie weder aus Leder oder Kunstleder noch aus einem Stoff bestehen, sondern aus dünnem, in Form gebrachtem Vinyl. Sie wirken damit ein bisschen wie Fahrradschläuche, nur dass die Form komplexer nach akustischen und ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet ist. Und auch beim Pro4AAAT sitzt vor den Treibern keine Stoffbespannung, sondern ein Gitter – hier allerdings aus Aluminium. Beim Aufsetzen irritieren zunächst die schräg am Kopfbügel angebrachten Drehgelenke der Ohrschalen. Die Sache mit der Schwenkrichtung hat man jedoch schnell raus. Auf dem Kopf bzw. über den Ohren sitzt der Koss dann so leicht und komfortabel, dass man die üppigen 495 Gramm Gewicht definitiv nicht spürt. Eher muss man sich daran gewöhnen, dass die Ohren schon Kontakt zu den Ohrpolstern haben und leichte Reibgeräusche verursachen, wenn man den Kopf bewegt. Aber wie gesagt: drücken tut hier nichts. Im Gegenteil: Der Koss sitzt locker und bequem. Heavy-Metal-Fans, die beim Musikhören zu exzessivem Headbanging neigen, könnte der Kopfhörer dabei allerdings verrutschen. Ansonsten erfreuen der weite Verstellbereich des Kopfbügels und die gute Verarbeitung. Zum Transport liegt dem Pro4AAAT ein solides Hardcase bei. Für den mobilen Einsatz eignet er sich mit Einschränkungen: Mit einer Impedanz von 250 Ohm bei einem Wirkungsgrad von 98 dB sind die meisten Smartphones überfordert. Ein ordentlicher mobiler Kopfhörerverstärker sollte den Koss aber solide befeuern.

Preis: um 290 Euro

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Koss Pro4AAAT

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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Martin Mertens
Autor Martin Mertens
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Datum 19.11.2014, 15:03 Uhr
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