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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: AudioValve RKV Mark III


Der Prophet

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Propheten haben es nicht leicht. Kaum jemand mag auf sie hören, und oft gelten sie im eigenen Land am wenigsten. Und doch haben sie eben meist recht!

Helmut Becker, Firmeninhaber und Entwickler in Personalunion, hat ein bisschen die Rolle eines Propheten. Seit 1982 entwickelt und produziert er mit seiner Firma AudioValve Röhrenverstärker. Dabei kann er auf ein profundes Know-how zurückgreifen – schon als Jugendlicher bastelte er im väterlichen Betrieb an Röhrengeräten, lernte Fernsehtechniker, wurde in seiner Bundeswehrzeit Radartechniker, studierte Nachrichtentechnik und entwickelte Geräte für die Medizintechnik. Gerüchteweise spielt Helmut Becker auch passioniert Gitarre ... Medizintechnik, Gitarre, High-End Entwickler – bei eingefleischten High-Endern klingelt da was. Aber auch anderes hat man schon so oder ähnlich gesehen und gehört: Übertragerlose Röhrenschaltungen, kurz OTL, etwa, die Becker bereits in seinem ersten Röhrenkopfhörerverstärker (RKV) eingesetzt hat. Das Design seiner Gehäuse erinnert an sagenumwobene Röhrengeräte aus Japan – da sind die Gehäuse allerdings meist grün. Doch obwohl Becker in vielen Bereichen der HiFi-Technik-Vorreiter war, ist AudioValve ein ewiger Geheimtipp. So kommt es, dass Becker eigentlich keine Lust mehr auf den deutschen HiFi-Markt hat – vor allem weil er im Ausland Erfolge feiert. Das wäre aber ein herber Verlust für die deutsche HiFi-Szene. Und deshalb gehört die neueste Entwicklung Helmut Beckers, der Kopfhörerverstärker RKV Mark III, hier vorgestellt. 

Ausstattung


Der RKV Mark III bietet wahlweise zwei Kopfhörern mit 6,3-Millimeter-Klinkensteckern oder einem symmetrisch ansteuerbaren Kopfhörer mit zwei dreipoligen XLR-Steckern Anschluss. Links auf der Front finden sich dazu entsprechende Kombi-Buchsen. Spannend ist die Möglichkeit, den AudioValve im OTL-betreiben. Dann arbeitet der Verstärker ohne Überträger zwischen Röhren und Kopfhörer. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Röhren einen ausreichend hohen Anschlusswiederstand sehen, der angeschlossene Kopfhörer sollte mindestens eine Impedanz von 100 Ohm haben. Je mehr, desto besser. Aber auch niederohmige Modelle bedient der RKV Mark III. In diesem Fall schaltet man auf Übertragerbetrieb um. Für die optimale Anpassung kann der Verstärker dann in fünf Stufen – 8, 16, 32, 64 und 128 Ohm – an die Impedanz des Kopfhörers angepasst werden. Neben den hierzu erforderlichen Knöpfen findet man auf der Front noch den Lautstärkeregler, einen Balanceregler sowie den Eingangswahlschalter. Zur Verfügung stehen fünf Eingänge, wobei die Eingänge 1 und 2 Signale sowohl unsymmetrisch via Cinch- als auch symmetrisch via XLR-Stecker annehmen. Hinter Eingang 5 versteckt sich ein Phono-MM Vorverstärker/Entzerrer. Schallplattenliebhaber können also auch direkt einen mit einem entsprechenden Tonabnehmer ausgestatteten Plattenspieler anschließen. Und da der RKV Mark III damit einen veritablen Vorverstärker abgibt, gibt es einen symmetrischen Line-Ausgang (XLR) und einen Rec-out-Ausgang. Und als sei das noch nicht genug, stehen die gut 5 Watt Ausgangsleistung des RKV Mark III auch noch zwei Paar Lautsprecheranschlussklemmen zur Verfügung. 

Preis: um 3900 Euro

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AudioValve RKV Mark III

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

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Martin Mertens
Autor Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 23.02.2015, 14:57 Uhr
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