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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Music Hall ph25.2


Musikhalle im Kopf

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Wenn Röhren und Transistoren aufeinandertreffen, sprechen die einen von Verwässerung und von „nicht Fisch, nicht Fleisch“, die anderen aber vom „Besten aus zwei Welten“. Wir wollen doch mal sehen, ob der Music Hall ph25.2 das eine oder das andere Extrem verkörpert.

Music Hall hat in Deutschland wohl hauptsächlich mit bezahlbaren, hochwertigen Plattenspielern auf sich aufmerksam gemacht. Allerdings bieten die Amerikaner eine ganze Palette von HiFi-Geräten vom DAC bis hin zum Receiver an: Vollverstärker, CD-Player, Vorverstärker – sogar ein Tuner findet sich im Portfolio. Der ph25.2 ist nicht nur schaltungstechnisch ein Hybrid, auch versteht er sich in Sachen Einsatzgebiet als Zwitter. Music Hall nennt ihn zwar einen Kopfhörerverstärker, doch bietet er im Prinzip auch volle Vorverstärkerfunktionalitäten für eine kleine, puristische HiFi-Kette. Der ph25.2 wartet dann auch mit so einigen Schmankerln auf, die das Musiksignal auf einer gesunden Basis zur Entfaltung bringen sollten. So setzen die Amerikaner zum Beispiel auf Röhrenverstärkung mit zwei 6N16B sowie auf ein hochwertiges Potenziometer vom Spezialisten Alps (Typ 27) im Vorverstärkerteil und bauen dahinter dann einen Solid-State-Verstärker mit kräftigen TBA6120-Operationsverstärkern, die quasi jeden angeschlossenen Kopfhörer betreiben können, ohne dem kleinen Amp den Angstschweiß auf die Frontplatte zu treiben. Selbige besteht übrigens aus einer Metalllegierung mit deutlich über 1 Zentimeter Stärke und ist sehr einfach und aufgeräumt gehalten. Neben dem Ein- und Ausschaltknopf finden sich eine Status- LED, zwei Kopfhörerbuchsen von Neutrik, der Drehknopf für die Lautstärkeeinstellung und ein kleiner Schalter zur Quellenwahl (CD und Aux). Auf der Rückseite befindet sich ein ebenso aufgeräumtes Anschlussfeld mit RCA-Buchsen für die beiden genannten Eingänge und den Ausgang zum Anschluss an einen Endverstärker sowie die Kaltgerätenetzbuchse und ein abgedeckter Spannungsumschalter. Fertig. Das Ganze macht einen äußerst soliden Eindruck und sieht auch noch verdammt gut aus.

Betrieb


Die Inbetriebnahme geht entsprechend flott vonstatten: Kabel dran, Kopfhörer, einschalten – los geht’s. Eine Einschaltverzögerung wartet die Stabilisierungsphase der Röhren ab, so dass keine Knackser oder Brummen an Kopfhörer und/oder Lautsprecher gelangen können. Nicht ganz unerwähnt lassen muss ich, dass es beim Testgerät in den ersten Stunden nach Inbetriebnahme zu einem leisen, pegelunabhängigen Zischen kam, das in ruhigen Passagen und Spielpausen durchaus hörbar war. Nach einer Nacht am Netz hatte sich das zwar weitestgehend erledigt, doch ein im Vergleich zum Linn-Einbauteil leicht erhöhtes Grundrauschen blieb zurück. Auch ist der Kanalgleichlauf beim Testgerät im alleruntersten Pegelstellbereich nicht ganz optimal, der rechte Kanal kommt etwas früher als der linke. Bei normalen Abhörlautstärken ist dann aber alles im grünen Bereich, und nach einem schnellen Quercheck mit einem zweiten Gerät, das diese Eigenart nicht zeigte, kann man hier wohl von einer selektionsbedingten Ausnahme sprechen. 

Preis: um 500 Euro

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Music Hall ph25.2

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

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Michael Bruss
Autor Michael Bruss
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Datum 17.09.2014, 16:11 Uhr
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