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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: NuForce HA-200


Weniger ist mehr

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NuForce kennt man am ehesten als Innovator auf dem Gebiet digitalen HiFis. Die DACs und Class-D-Verstärker der amerikanischen Marke setzen regelmäßig Maßstäbe. Beim neuen Kopfhörerverstärker HA-200 setzt NuForce jedoch auf eine Single-Ended-Class-A-Schaltung. Da muss man doch mal reinhören!

Warum tun die das? Die Frage habe ich mir nicht nur einmal gestellt, nachdem ich die Produktankündigung des neuen Kopfhörerverstärkers von NuForce gelesen habe. Neben stylischen kleinen DAC/Verstärker-Kombinationen für den Schreibtisch oder dem netten kleinen portablen Kopfhörerverstärker Music Pump, den ich in der letzten EAR IN vorgestellt habe, kenne ich vor allen Dingen die Home-HiFi Geräte der Marke. Und hier ist NuForce in Sachen D/A-Wandler und Schaltverstärker ganz vorne dabei. Beim Kopfhörerverstärker HA-200 geht man dagegen gänzlich andere Wege. Nicht nur, dass die Amis darauf verzichtet haben, einen DAC einzubauen – den gibt es bei vielen Herstellern ja quasi umsonst dazu – nein, auch schaltungstechnisch greift man gaaanz unten in die Schublade und setzt auf Single- Ended-Class-A, also einen Eintaktverstärker. Diese Schaltung ist im Prinzip die älteste Verstärkerschaltung, die man ersonnen und eingesetzt hat. Hier reicht im Idealfall ein einziges aktives Bauteil zur Verstärkung. Im Prinzip handelt es sich also um eine auf das Notwendigste reduzierte Schaltung. 

Ausstattung


Auch bei der Ausstattung des HA-200 konzentriert sich Nu- Force auf das Notwendige. Die Front zieren ein Lautstärkeregler, eine winzige LED zur Betriebsanzeige und zwei Ausgangsbuchsen für Kopfhörer. Einer für gängige 6,3-mm-Stereo-Klinkenstecker, einer für XLR-Stecker, wie sie bei symmetrisch anzusteuernden Kopfhörern üblich sind. Warum nur eine XLR-Buchse? Nun, Eintaktverstärker arbeiten prinzipiell nicht symmetrisch. Um ein symmetrisches Signal zu verstärken, benötigt man zwei Eintakt-Verstärker. Die beiden Verstärkerzweige in einem HA-200 kann man nun nutzen, um beide Kanäle eines Stereosignals zu verstärken oder zwei Halbwellen eines symmetrischen Signals – dann reichten die beiden Verstärkerzüge des HA-200 aber nur für ein Monosignal. Ergo benötigt man für den symmetrischen Betrieb eines Stereokopfhörers zwei HA-200. Auf der Rückseite finden sich Eingänge in Form eines Paares Cinchbuchsen oder eben einer XLR-Buchse sowie ein Netzschalter. Mehr gibt es nicht und mehr braucht es nicht. Ok, ein wenig mehr Platz zwischen den Cinchbuchsen könnte nicht schaden. Großkalibrige Stecker kommen sich hier ins Gehege. Weit weniger spartanisch geht es im Inneren des HA-200 zu. Hier dominiert ein dicker Ringkerntrafo das Bild. Kein Wunder, ist die verwendete Schaltungstechnik doch recht stromintensiv. Ansonsten ist alles sauber aufgebaut, die Abwärme wird über massive Alublöcke abgeführt. 

Preis: um 350 Euro

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NuForce HA-200

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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Martin Mertens
Autor Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 04.09.2014, 09:18 Uhr
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