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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Audel Malika


Sanfte Königin

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Malika bedeutet im arabischen „Königin“, und diesen Namen  finde ich durchaus passend für das Topmodell aus der CTL-Linie  von Audel. Denn wie es sich für eine echte Adlige gehört, protzt  die italienische Klangsäule nicht mit Masse, sondern mit Klasse.

CTL steht für „Composed Transmissionline“ und beschreibt das Gehäuseprinzip der gesamten Serie: Der Tief- und Mitteltöner spielt auf ein Volumen, an das sich ein komplexer Schallgang anschließt. Mittlere und hohe Frequenzen „verfangen“ sich bereits in der gut gedämpften rückwärtigen Kammer, und was dann noch übrig bleibt, verliert sich im Labyrinth der anschließenden Transmissionline. So gelangen keine unerwünschten Reflexionen von hinten durch die Membran nach außen, was einen Verschmiereffekt und damit weniger Präzision zur Folge hätte. Auch soll trotz der geringen Größen der für den Tiefton zuständigen Treiber eine sehr tiefe untere Grenzfrequenz möglich sein; Audel gibt für die Malika mit ihrem 14-Zentimeter-Tiefmitteltöner satte 32 Hz bei -3 dB an. So tief reichen einige Boxen mit einer 30er-Bestückung nicht – aber natürlich gibt es auch immer etwas Schatten, wenn viel Licht einfällt. Der Wirkungsgrad der Malika ist mit 87 dB/w/m gerade mal durchschnittlich. Dank der Nennimpedanz von 8 Ohm sollten jedoch auch kräftige Röhren keine unüberwindbaren Hindernisse für einen guten Betrieb mit den Italienerinnen vorfinden. Ein weiterer Vorteil des CTL-Konzepts ist, dass stehende Wellen im Transmissionline-Labyrinth so gut wie nicht entstehen können. Der 5,5-Zoll-Treiber für die tiefen und mittleren Frequenzen nennt sich „New Curc Cone“ und besitzt eine gewebte Membran aus „sich selbst versteifendem Polypropylen mit hervorragender innerer Dämpfung“, so Hersteller Seas. Gleichzeitig soll Curv deutlich steifer sein als herkömmliches PP. Ab 2.400 Hz übernimmt eine traditionelle 2,5-cm-Textilkalotte das Kommando. Die Frequenzweiche ist sanft in erster Ordnung (6 dB/Oktave) ausgelegt, so dass beide Treiber über ein recht breites Spektrum noch parallel spielen – der Entwickler muss also sehr sorgsam bei der Auswahl aller Komponenten vorgehen, um die Vorteile der flachen Flankensteilheit (vor allem in Bezug auf Phasendrehungen) nicht durch negative Einflüsse, die durch das Zusammenwirken der Treiber entstehen könnten, zunichte zu machen. Das Lautsprecherkabelanschlussfeld ist für Single- Wiring ausgelegt und optisch ebenso wie haptisch sehr hochwertig ausgeführt. Selbiges gilt auch für das extrem wertig gemachte Gehäuse, dessen Birke-Multiplex- Struktur mit der Ebenholz-Frontblende um die Treiber herum kontrastiert. Das gewachste Holz wirkt edel, warm und ist haptisch eine wahre Freude, vor allem im Vergleich zu Furnieren, und seien sie noch so gut gemacht. Der Produktionsprozess eines jeden Audel-Lautsprechers braucht sechs Tage und wird in bester Manufakturtradition weitgehend von Hand und von bestens geschulten Fachkräften durchgeführt. Bitte verwechseln Sie das jetzt nicht mit makretingverschwurbelter Heißluft, die eine Garagenbastelbude zum Olympia der Handarbeit emporheben möchte: Bei Audel geht es nämlich äußerst professionell zu, und die Ausstattung der Produktion, zum Beispiel mit CNC-Fräsen, ist auf höchstem Niveau – nur scheinen hier eben Menschen mit Leidenschaft für das, was sie tun, zugange zu sein. Die Proportionen der italienischen Königin sind außerordentlich gelungen, insbesondere im Zusammenspiel mit den beiden Sockelelementen, in denen vorne zwei und hinten ein Spike bequ

Preis: um 5400 Euro

Audel Malika


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Michael Bruss
Autor Michael Bruss
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Datum 04.07.2016, 14:59 Uhr
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