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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Davis Dufy HD


Die kleine Schwarze

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Mir als passioniertem Lautsprecher-Selbstbauer ist der Name „Davis“ vielleicht eher geläufig als der Allgemeinheit. Chassis des französischen Lautsprecherspezialisten waren schon immer technische Leckerbissen – umso schöner, dass auch der Fertigboxenkunde davon profi tieren kann

Zu einem sagenhaft günstigen Preis von 649 Euro pro Paar kommt die Davis Dufy (sprich: „Düfie“) in die Läden – angesichts der größtenteils europäischen Fertigung der Komponenten ein echter Kampfpreis, der sich gewaschen hat. Dafür bekommt man eine hochglänzend schwarze Kompaktbox, die nicht einmal die üblichen, etwas drögen sechs ebenen Flächen aufweist, sondern elegant geschwungene Seitenteile, die die Dufy schon einmal designerisch zu etwas Besonderem in ihrer Preisklasse machen. Beim Finish ist die Qual der Wahl nicht gegeben: Momentan gibt es eine schwarze Hochglanzlackierung, sonst nichts. Diese ist sehr ordentlich geworden und zeigt keinerlei Mängel. Anschlussseitig gibt es ein Bi-Wiring-Terminal, das ebenfalls solide aussieht und seinen Job einwandfrei macht. Wie immer bei solchen Konstruktionen gilt für den einfach verdrahteten Betrieb die Empfehlung, die werksseitig eingebauten Blechbrücken durch anständige Kabel zu ersetzen. Wenn diese einfach geklemmt werden, bleiben die Buchsen für die Bananenstecker vom Lautsprecherkabel frei. Das Reflexrohr sitzt ebenfalls hinten an der Box, so dass die Bezeichnung „Bookshelf Speaker“ seitens des Herstellers nur als reine Größenbezeichnung zu verstehen ist. In Sachen klanglicher Größe muss man die Dufy HD nämlich nicht irgendwo im Bücherschrank verschwinden lassen, dazu aber gleich mehr.

In Sachen Chassis setzt man (natürlich) auf eigenes Know-how. Den weniger spannenden Part spielt dabei der Hochtöner – eine grundsolide 25-Millimeter-Gewebekalotte, die ab 3500 Hertz eingesetzt wird. Das ist in Kombination mit dem recht kleinen Tiefmitteltöner ein geschickter Schachzug, gibt es doch bei der Schallabstrahlung hier keinen „Bruch“ bei der Übernahmefrequenz, die in der Regel ja ein Kilohertz tiefer liegt und damit mitten in dem Bereich, in dem unser Gehör am empfindlichsten ist. Der eben genannte Tieftöner durchmisst nominell 13 Zentimeter und ist ganz klar ein Davis-Eigengewächs: Die typische gelbe Kevlar-Membran ist seit Jahrzehnten charakteristisch für die Konus- Chassis der Franzosen. Kevlar-Geflecht ist ein ideales Material für den Lautsprecherbau: Es ist hochfest und dabei sehr leicht – damit lassen sich lineare und dennoch wirkungsgradstarke Lautsprecher realisieren. Um Resonanzen zu minimieren, wurde die Membran zusätzlich beschichtet, was eine leicht klebrige Oberfläche auf dem gelben Gewebe ergibt. Nicht zuletzt deswegen ist es eine gute Idee, die Frontbespannung auf dem Lautsprecher zu belassen, um eine Tendenz zum Verstauben zu unterdrücken. Unsere Messungen zeigten einen Lautsprecher, der auf Achse eine leichte Betonung des Hochtonbereichs zeigt, die unter Winkeln aber nach und nach verschwindet, weswegen wir empfehlen, die Dufy streng parallel zu den Seitenwände auszurichten.

Preis: um 649 Euro

Davis Dufy HD


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 09.01.2015, 14:59 Uhr
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