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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Diapason Dynamis


1200, 1400, 1600

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Das sind nicht die Gebotsschritte einer Auktion für hochwertige  Laustprecher, sondern Distanzangaben, die unter anderem  deutlich machen, dass bei Diapason jemand seine Sache  verdammt ernst nimmt

Als Alessandro Schiavi, seines Zeichens Gründer und Inhaber der italienischen Lautsprecher-Manufaktur Diapason, bei einem Mountainbike-Amateur- Rennen am Handgelenk verletzt wurde, hat er sich einen seinem Bekunden nach etwas weniger anspruchsvollen Amateursport gesucht. Die oben genannten Zahlen sind die Distanz-Kilometer, die bei den sogenannten Ultra-Bike-Rennen in verschiedenen Nationen gefahren werden, und zwar nonstop mit nur 2–3 Stunden Schlaf zwischen den Etappen. Man sieht also, der Mann schränkt sich im Alter etwas ein. Spaß beiseite: Diese Einstellung zu den Dingen, die er tut, und wie er sie tut, hat Schiavi in einigen Bereichen seines Lebens einiges richtig machen lassen, natürlich auch und für uns vom größten Interesse, im Beruf. Begonnen hat alles an der Musikhochschule, an der der junge Alessandro nicht ganz ohne Talent die Klavierklasse besuchte. Schon damals, vor drei Jahrzehnten, interessierte sich der junge Mann nicht nur für das Musikmachen, sondern mindestens genauso sehr für die Aufnahme von Musik. Zuerst bewaffnet nur mit ein paar Mikrofonen und einem Tapedeck, später dann mit PCM-Rekorder machte Schiavi im Raum Brescia einige Klassikproduktionen, die interessanterweise auf Giulio Cesare Riccis exklusivem Label Fonè erschienen sind, einem fanatischen Verfechter des möglichst unverfälschten Originalklangs.

Also können die Aufnahmen nicht ganz schlecht gewesen sein – die meisten sind übrigens heute noch erhältlich, also hören Sie mal rein! Die weitere Geschichte haben wir so oder so ähnlich schon einmal gehört. Schiavi war beim Mastern der Aufnahmen von den verfügbaren Studio-Lautsprechern wenig überzeugt, also hat er sich kurzerhand in das Thema eingearbeitet und schließlich seine eigenen Lautsprecher gebaut. Wir gehen davon aus, dass diese noch nicht sofort das elegante Finish der bekannten Diapason-Boxen hatten – immerhin waren sie aber so gut, dass der Konstrukteur immer mehr von ihnen bauen sollte. Zunächst waren es andere Tontechniker und Musiker, dann immer mehr Privatleute, die sich den eleganten Klang nach Hause holten. Mit dem charakteristischen Design aus massivem Walnussholz war die Marke Diapason geboren. Nun mag der eine oder andere die Bauweise aus Echtholz bedenklich finden, wegen der gegenüber Faserplatten ausgeprägteren Resonanzeigenschaften. Aber auch das wissen die Verantwortlichen bei Diapason natürlich und so hat fast jede Stelle der Gehäusewand eine andere Materialstärke. Böse Zungen behaupten ja, dass Walnussholz das herausragendste technische Merkmal italienischer HiFi-Geräte ist – aber wenn man sinnvoll damit umgeht, dann ist es genauso gut wie alle anderen Holzsorten und sieht einfach umwerfend gut aus.

Preis: um 47000 Euro

Diapason Dynamis


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 08.07.2016, 09:55 Uhr
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