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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Grimm Audio LS1


Volle Breitseite

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Lautsprecher müssen heute ja immer schön schlank sein, damit die Frau zur Investition Ja sagt. Nur hat so eine schlanke Bauform leider auch Nachteile auf akustischer Seite. Grimm Audio hat uns einen Lautsprecher in den Verlag gestellt, der keine Lust hat, Kompromisse jeglicher Art einzugehen.

LS1 heißt der neue Lautsprecher von Grimm Audio. Die Zahl „1“ steht dafür, dass es der erste Lautsprecher des Herstellers ist, der das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Ein unbeschriebenes Blatt sind sie trotzdem nicht, im Gegenteil. Das Unternehmen fertigt seit mehreren Jahren schon ganz exquisite Geräte für die Studioleute. Auf dem HiFi-Sektor sind die Niederländer bisher kaum in Erscheinung getreten, was sich aber zukünftig gründlich ändern soll. Mit dem LS1 haben sie auch genau das richtige Produkt unterm Arm, gerade im Zuge der Erstarkung von Aktivlautsprechern. Entwickler Bruno Putzey verfolgte bei diesem Lautsprecher die Grundidee, sowohl auf tonaler als auch auf zeitlicher Ebene das optimale Ergebnis herauszuholen. Was ich unheimlich erfrischend finde: Die Firma Grimm konnte voll und ganz den Vorteil genießen, nicht ständig auf irgendeine Designabteilung mit abstrusen Vorstellungen hinsichtlich Optik hören zu müssen, sondern konnten von vorneherein so am Lautsprecherdesign herumtüfteln, wie es für die verwendeten Chassis das Beste ist. Was daraus geworden ist, sehen wir hier: Ein Zweiwegelautsprecher mit relativ breiter Schallwand, die Weiche ist auf DSP-Basis realisiert, jedes Chassis hat eine Endstufe. Das ist die ganz grobe Beschreibung dessen, was ich als Testgerät bekommen habe und natürlich näherer Beleuchtung bedarf. Kommen wir also zu Punkt eins: der Schallwand.

Natürlich werden ein paar Hausfrauen sagen, dass schmale Schallwände viel schöner sind, der Akustiker wird antworten: Dann schau dir meine Lautsprecher doch von der Seite an. Tatsächlich ist die die Geometrie der Schallwand in diesem Fall essenzieller Bestandteil des Lautsprecherkonzepts. So ein Lautsprecherchassis bekommt nämlich durchaus mit, in was für eine Umgebung es geschraubt wurde, da sich der Schall an den Gehäusekanten bricht und teilweise reflektiert wird, was zu unschönen Schlenkern im Frequenzgang führt. Blöd ist außerdem, dass sich diese Fehler meist genau in den kritischen Bereichen des hörbaren Spektrums befinden. Probates Mittel ist, die Schallwand so weit zu verbreitern, bis diese Reflexionen in Frequenzbereichen auftreten, in denen sie entweder nicht mehr weiter schlimm sind oder in denen sowieso der fließende Übergang zur nicht mehr ortbaren Schallabstrahlung stattfindet. Bei so einer breiten Kiste wie der LS1 hilft die Schallwand den beiden Chassis bis zirka 300 Hz herunter mit, dementsprechend ist eine gleichmäßige Schallabstrahlung bis unterhalb des Mittenbereichs gewährleistet. Die durch die seitlich angebrachten Seitenständer abschließende Rundung der Gehäusekante schmiert diesen positiven Effekt sogar noch weiter Richtung Bass, wo die Wellenlängen sowieso so groß werden, dass die omnidirektionale Schallwellenverteilung einsetzt.

Preis: um 17850 Euro

Grimm Audio LS1


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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 08.05.2012, 11:22 Uhr
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