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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: KEF Reference 205/2


Höchste Transparenz

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KEF macht es sich selbst ein bisschen schwer. Schon die kleinen und günstigen Boxenlinien sind ausgezeichnet verarbeitet, sehen hervorragend aus und klingen vor allem verdammt gut – man denke nur an die formidable IQ-Serie. Können sich Boxen mit einem Paarpreis von 10.000 Euro noch deutlich absetzen? Wir sollten es erfahren ...

Die Geschichte der Reference-Serie geht bei dem britischen Hersteller bis zurück in die 70er-Jahre, genau ins Jahr 1973, als bei KEF mit dem Modell 104 ein neuer Standard geschaffen wurde, der Hörer wie Fachwelt gleichermaßen in Begeisterung versetzte. Über drei Jahrzehnte hat man die Serie optisch wie technisch immer weiter verfeinert. Umso erstaulicher wirkt es, dass das neue Modell vereinfacht wurde. Auf den ersten Blick sieht die 205/2 aus wie ihre Vorgängerin, groß, aber nicht wuchtig, edel, aber nicht protzig. Und doch – es fehlt irgend etwas. Richtig, der Superhochtöner, der die Boxen der Reference-Serie seit Jahren krönte, ist verschwunden, und gleich wirkt die Optik viel schlüssiger und weniger verspielt. Nicht, dass die ursprüngliche 205 designerisch daneben gewesen wäre, nur jetzt gibt die Wölbung des Mittel-Hochtöner-Gehäuses dem ganzen Lautsprecher im wahrsten Sinne des Wortes ein rundes Gesicht. Was aber ist mit der kleinen Kalotte geschehen? Nun, in der Chassisentwicklung hat sich bei den Briten einiges getan. So hat man es einerseits geschafft, einen Hochtöner für den Koax zu entwickeln, der auch allerhöchste Frequenzen mit dem nötigen Pegel abstrahlen kann, so dass dort keine Unterstützung mehr erforderlich ist.

Zum zweiten wurde die Membrangeometrie des umgebenden Mitteltöners so weit optimiert, dass auch die Einbaubedingungen für die Titankalotte und damit die Schallabstrahlung perfekt stimmen. Das messtechnisch eindrucksvoll untermauerte Resultat ist ein bis über 20 Kilohertz gleich lauter und vor allem unter allen Winkeln bis 30 Grad linearer Hochtonfrequenzgang. Respekt, einen so sauber aufspielenden Hochtöner in einem Koaxiallautsprecher sehen wir verdammt selten! Der umgebende Mitteltöner ist eine Spezialkonstruktion, die mit ihrer extrem steifen Gummisicke gar keine Ambitionen entwickelt, irgendwelche tiefen Frequenzen wiedergeben zu wollen. Dieser Verzicht auf Fullrange-Qualitäten bedeutet eine gesteigerte Qualität bei der Mitteltonwiedergabe. Zwar benötigt damit auch das kleinste Modell der Reference-Serie noch einen zusätzlichen Tieftöner – durch den minimalen Hub, denn der 17-Zentimeter-Mitteltöner in seinem Einsatzbereich ab etwa 400 Hertz auszuführen hat, wird der von der Hochtonkalotte abgestrahlte Schall kaum noch moduliert – so sucht man die koaxtypischen Einbrüche im Frequenzgang vergeblich. Der Bassbereich wird von zwei langhubigen 20-Zentimeter- Chassis bedient, die ebenfalls spannende Technologieträger sind.

Preis: um 10000 Euro

KEF Reference 205/2

Referenzklasse


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 23.09.2009, 11:06 Uhr
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