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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: MiTec Private Line MAX1


Für Horst

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Die Herstellung von HiFi- Komponenten ist dann ein Vergnügen, wenn man nicht davon leben muss. Welch erstaunliche Ergebnisse solcherlei ausschließlich von Ehrgeiz getriebenes Tun haben kann, zeigen die elektrostatischen Lautsprecher von MiTec

Eine der besten HiFi-Anlagen, die ich im Laufe der Zeit das Vergnügen zu hören hatte, steht (oder stand, ich kenne den Stand der Dinge nicht) in Essen bei meinem alten Kumpel Horst. Zentrale Komponenten waren zwei überaus großformatige Elektrostaten vom US-Hersteller Acoustat. Bis das allerdings wirklich beeindruckende Ergebnisse zeitigte, ging viel Experimentieren ins Land, insbesondere die Ansteuerung der kapriziösen Wandler erwies sich als echtes Problem. Horst landete seinerzeit bei einem Paar früher Monos von Jeff Rowland, die hatten die Folien mit traumwandlerischer Sicherheit im Griff und konnten ihnen auch nennenswerte Pegel entlocken. Das Verstärkerproblem, das gibt’s bei MiTec auch, da macht das nagelneue Modell MAX 1 aus der auf Wohnzimmertauglichkeit getrimmten Private Line keine Ausnahme. Ich sag‘s Ihnen gleich: Sie brauchen einerseits 28.000 Euro zum Erwerb dieser Lautsprecher, viel Geduld beim Setup und Verstärker mit so viel „Eiern“, wie es nur wenige auf der Welt gibt. Wenn das alles passt, dann wird’s allerdings spannend. Auch der in Wattenscheid beheimatete Unternehmer Thomas Middeldorf entdeckte vor Jahren Acoustat-Lautsprecher für sich. Eigentlich ein Hornfan, erlag er der Faszination der leichten Folien und gelangte zu der Überzeugung, dass mit dieser Technologie dynamisch tatsächlich mehr drin sein müsste als mit Hörnern.

Und so fing Middeldorf an, sich mit den technischen Eigenarten der Acoustat-Lautsprecher auseinanderzusetzen und nachzudenken, was man besser machen könnte. Tatsächlich gibt’s Acoustat-Lautsprecher bis zum heutigen Tag, sie sind aber ein lokales Phänomen in den USA und haben nicht mehr den Nimbus, über den sie zu ihrer Blütezeit Anfang der Achtziger verfügten. Nun hat Thomas Middeldorf, bedingt durch sein „richtiges“ Leben, ein paar Möglichkeiten, die sonst kaum einer hat: Er ist Eigentümer eines auf Industriekeramik spezialisierten Unternehmens, das sich in erster Linie mit Bauteilen für induktive Schmelzöfen beschäftigt. Das ist High- Tech vom Allerfeinsten, die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es gibt Technik und Logistik, nebenbei auch mal ein Paar Lautsprecher zu bauen. Mittlerweile hat man das Ganze „prozessfähig“, will sagen: Man kann die Lautsprecher in Serie mit konstanten Ergebnissen fertigen. Middeldorf stellt extreme Anforderungen an sein Produkt, anders ist er es aus seiner hauptberuflichen Tätigkeit auch nicht gewohnt. Alle MiTec-Modelle fußen auf dem gleichen „Paneel“: Der rechteckige elektrostatische Wandler wird mal halb, mal ganz in unterschiedlichen Konfigurationen eingesetzt. Immer jedoch läuft er fullrange, Middeldorf hält nichts von Mehrwegekonstruktionen. In der MAX 1 kommt ein ganzes Paneel zum Einsatz.

Preis: um 28000 Euro

MiTec Private Line MAX1


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 09.04.2015, 15:03 Uhr
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