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Testbericht

Kategorie: Lautsprecher Surround

Wharfedale Diamond 10-Set

Wharfedale Diamond 10-Set

Wharfedale Diamond 10-Set - Evolutionssprung

Die Vorgaben für die Entwicklungsabteilung waren enorm: eine Nachfolgelinie der legendären Diamond 9 zu schaffen, die diese klanglich noch einmal übertrifft, preislich aber unter ihren Vorgängern bleibt. Das Ergebnis nennt Wharfedale schlicht: „Die beste Diamond aller Zeiten“. Dem mussten wir auf den Grund gehen.

Seit der Gründung im Jahre 1932 gehört die ehemals britische Boxenschmiede Wharfedale zu den weltweit innovativsten Lautsprecherherstellern der Welt. So war es Gilbert Briggs, seines Zeichens Gründer und erster Entwickler Wharfedales, der 1945 erstmals unterschiedliche Chassis zur Wiedergabe unterschiedlicher Frequenzbereiche einsetzte und so den ersten Zwei-Wege Schallwandler der Welt entwickelte. Mittlerweile ist aus der ehemaligen Kellerwerkstatt in Südengland ein international agierender Lautsprecherhersteller geworden, der heute zur IAG, einem der weltweit größten Produzenten der Unterhaltungselektronik, gehört. Dies hat enorme Vorteile, denn heute werden praktisch alle Bauelemente, die für den Boxenbau benötigt werden, im eigenen Werk entwickelt und hergestellt.

Die Diamond-Historie

In Deutschland begann die Erfolgsgeschichte der Marke Wharfedale spätestens mit Einführung der ersten Diamond-Serie vor mehr als einem Vierteljahrhundert. 1995 nahm Wharfedale erneut eine Vorreiterstellung ein, als man mit Einführung der Diamond-7-Serie zu den ersten Anbietern vollständiger Mehrkanalsysteme gehörte und den deutschen Heimkinomarkt entscheidend mitprägte. Diesen Weg führten die Briten auch mit der 8er- und 9er-Serie fort, die nicht nur durch tollen Klang, sondern auch durch ein extrem faires Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen konnten. Kein Wunder also, dass wir die brandneue Diamond 10 unbedingt für einen ausführlichen Mehrkanaltest haben mussten.

Frontlautsprecher

In der neuen Linie gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. So umfasst die neue Serie insgesamt 15(!!) verschiedene Modelle, aus denen wir uns ein ebenso potentes wie wohnraumtaugliches 5.1-Setup zusammenstellten. Hier entschieden wir uns zunächst für die rund 85 Zentimeter hohe Diamond 10.5 als Hauptlautsprecher. Wie fast alle Familienmitglieder verfügt auch die 10.5 über ein nach hinten verjüngtes Gehäuse und ist in insgesamt vier verschiedenen Farben lieferbar. Wie es die britische Etikette vorsieht, ist das in der schwarz schimmernden Front sitzende Drei-Wege-System klassisch und schlicht gehalten und besteht aus einer 25-Millimeter-Gewebekalotte, einem darunter befindlichen 50er-Mitteltontreiber sowie einem 165 Millimeter durchmessenden Tieftonchassis mit Kevlarmembran. Silberfarbene Metallringe, die jedes Chassis umschließen, werten die ohnehin schon sehr schicke Optik der Standbox nochmals auf. Für die, die es lieber etwas dezenter mögen, liefert Wharfedale eine feinmaschige Stoffabdeckung mit, die die ausgefeilte Technik unsichtbar werden lässt.

Rear- und Centerspeaker

Diamond 10.1 heißt der von uns erwählte Surroundlautsprecher, der gemeinsam mit dem massiven Drei-Wege-Center für echten Surroundsound und glasklare Dialoge sorgen soll. So basieren auch diese beiden Modelle auf einem nach hinten verjüngten Gehäuse, welches in der Regalbox mit einem potenten Zwei-Wege-System, bestehend aus 125er-Kevlar-Tiefmitteltöner und einem 25er-Tweeter, sowie im Center aus gleich zwei 16,5-Zentimeter-Tieftönern, einem 50er-Mittelton-Chassis, sowie einem 25-Millimeter-Hochtöner, besteht. Wie beim großen Bruder 10.5 statteten die Wharfedale-Ingenieure natürlich auch diese Modelle mit einer hochglänzenden Front sowie mit einem stattlichen Bi-Wire-Modul aus, welches Kabel bis zu einer Stärke von 6 mm2 aufnimmt.

Subwoofer

„Kein Heimkino ohne Subwoofer!“ In diesem Fall handelt es sich dabei um den Diamond 10 MX. Wie die Bezeichnung schon verrät, ist dieser mit einem 10-Zoll-(250-mm-)Chassis ausgestattet, welches im Boden des Basswürfels sitzt und dank der zum Lieferumfang gehörigen Kunststofffüße im definierten Abstand Richtung Fußboden strahlt. Dieser Aufbau bewirkt, dass Tieftonanteile kaum noch geortet werden und zudem den Boden anregen. So sind abgrundtiefe Bässe nicht nur hörbar, sondern auch spürbar. Angetrieben wird der gerade einmal 38 Zentimeter hohe Bolide durch seine 150 Watt starke Endstufeneinheit, die direkt dem Aktivmodul zugeordnet ist, welches in der Gehäuserückseite sitzt und mit Hoch- und Niederpegeleingängen bestückt ist. Doch damit nicht genug, denn neben zwei Niederpegelausgängen zur Kaskadierung weiterer Subwoofer ist dieser Bassmeister sogar mit einer USB-Buchse versehen, welche die Netzversorgung über eine entsprechende Quelle, wie z.B. einem Computer erlaubt.

Der Hörtest

Die eingehende Untersuchung hat das Set also tadellos bestanden, was bedeutet, dass es nun in den Hörtest geht, welchen wir mit „Monster AG“ von Blu-ray starten. Und es dauert nur wenige Sekunden, bis wir uns vom Temperament des hier agierenden Sextetts überzeugen dürfen, das so richtig Filmspaß vermittelt. So geht es schon in der Anfangsszene extrem spielfreudig und vital zur Sache, als der Kontaminierungsalarm in der Fabrik ausgerufen wird. Um uns herum erklingt der metallische Grundton der sich öffnenden, schweren Metalltore, der gemeinsam mit dem hysterischen Kreischen der Monster sowie dem über der Halle schwebenden Helikopter für ein perfektes Surroundfeld in unserem Hörraum sorgt. In der kurz darauf folgenden dumpfen Explosion unter der kleinen Glaskuppel zeigt dann auch der Subwoofer, dass er nicht nur brachial zupackt, sondern es auch versteht, knackig und impulsstark zu Werke zu gehen. In Schillers „Drifting and Dreaming“ der Tagtraum- DVD darf er dies dann erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen, wobei es ihm hier zudem mühelos gelingt, sich perfekt in das ultradynamische Klangbild einzubringen, ohne sich in den Vordergrund zu spielen oder unnötig aufzudicken. Wie schon im Filmbetrieb überzeugt das Set auch hier durch seine Homogenität und Basspräzision, die der perfekten klanglichen Abstimmung sämtlicher Diamond-Familienmitglieder zu verdanken ist.

Getoppt wird das Ganze dann noch von der Agilität und exzellenten Raumabbildung, die auch hier für echten Livecharakter und hohen Spaßfaktor sorgt.

Fazit

Wharfedale hat mit seiner vollmundigen Aussage „Die beste Diamond aller Zeiten“ wahrlich nicht übertrieben. Die Serie 10 ist ganz klar ein weiterer Sprung in der Evolutionsgeschichte der legendären Diamond- Reihe, auf die anspruchsvolle Stereo- und Mehrkanalfreunde seit mindestens 14 Jahren schwören. Ihre exzellente Verarbeitung, die temperamentvolle und agile Filmton- und Musikreproduktion sowie das fast unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis machen dieses Set zur absoluten Empfehlung für Heimkino-Enthusiasten und Musikfreunde!

Roman Maier
Testredaktion Heimkino



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Das riesige, 250 Millimeter durchmessende, Basschassis sitzt im Boden des würfelförmigen Subwoofers, während das Aktivmodul in der Gehäuserückseite untergebracht wurde und dem Benutzer sämtliche benötigte Ausstattungsfeatures offeriert

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Kaum zu glauben: Selbst die gerade einmal für rund 125 Euro zu kriegende Regalbox 10.1 ist mit einem solch hochwertigen Bi-Wire-Anschlussfeld ausgestattet

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Das Messergebnis bestätigt unseren Höreindruck: Neben der soliden Grundtonabbildung besticht der Center durch seinen relativ linearen Frequenzverlauf und sehr gute Werte in der Winkelmessung. Trotz seines geringen Volumens zeigt sich der Sub als sehr tiefgängig.

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Wie erwartet zeigt sich die Standbox 10.5 schon in der Frequenzgangmessung als sehr linear (schwarze Linie). Für einen Lautsprecher dieser Preisklasse messen wir zudem extrem niedrige Klirrwerte, die zum überwiegenden Teil unter einem Wert von einem Prozent liegen.

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Während es im Tieftonbereich zu Ausschwingern kommt, die aber keineswegs ungewöhnlich sind, messen wir im Mitteltonbereich niedrige und im Hochton nahezu keine Impulsantworten, was die exzellente Detailreproduktion erklärt.

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Ausstattungsliste und technische Daten

Wharfedale Diamond 10-Set
Garantie 5 Jahre Lautsprecher / 2 Jahre Subwoofer
Ausstattung
Ausführung
Subwoofer: Diamond 10 MX
Abmessungen (B x H x T) 330/330/370
Gewicht in Kg 16.2
Leistung (max.) laut Hersteller in Watt 150
Membrandurchmesser (in mm) 250
Bauart geschlossen
Equalizer icon-minus
Pegelregler Regler
Phasenregelung Schalter (0/180°)
Trennfrequenz 45-85 Hz
Hochpegel Eingang/Ausgang - (Schraubklemmen)
Niederpegel Eingang/Ausgang/LFE 2 / 2 (Cinch)
Frontlautsprecher: Diamond 10.5
Abmessung (B x H x T) 223/850/301
Gewicht (in Kg) 14.3
Anschluss Bi-Wire
Tief-/Mittelton (in mm) T: 165 M:50
Hochton (in mm) 25
Bauart Bassreflex
Rearlautsprecher: Diamond 10.1
Abmessungen (B x H x T) 194/296/278
Gewicht (in Kg) 5.2
Anschluss Bi-Wire
Tief-/Mittelton (in mm) 125
Hochton (in mm) 25
Bauart Bassreflex
Centerlautsprecher: Diamond 10.C
Abmessungen (in mm) (B x H x T) 515/223/265
Gewicht (in Kg) 10.8
Anschluss Bi-Wire
Tief-/Mittelton (in mm) T: 2 x 165 M: 50
Hochton (in mm) 25
Bauart Bassreflex
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