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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Audio Research PH7


Insellösung

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Wenn ein ein in der Röhrentechnik verwurzeltes Unternehmen Mit 38 Jahren Erfahrung eine Cost-No-Object-Phonovorstufe baut, dann darf man davon getrost einiges erwarten. Alles unterhalb von Weltklasseniveau wäre für die Audio Research PH7 nicht mehr als eine Enttäuschung

Die erste angenehme Überrraschung bei der Bechäftigung mit dem Phono- Topmodell des alterwürdigen Herstellers aus Minnesota gibt‘s aus einer Ecke, die man nun gar nicht vermutet hätte, nämlich beim Preis. Vertriebswechsel und Dollarschwäche sei Dank, steht die PH7 nunmehr mit 5.900 Euro in der Liste, was zwar immer noch weit entfernt von einem Schnäppchen ist, andererseits aber deutlich unterhalb dessen angesiedelt ist, was man vor Kurzem noch für das Gerät berappen musste. Audio Research also. Jene legendäre, im Jahre 1970 von William Z. Johnson gegründete Verstärkerschmiede, die so viele Geräte in der virtuellen Hall of Fame der High Fidelity stehen hat wie sonst kaum ein anderer Hersteller. Schöpfer von Ausnahmeerscheinungen wie der SP10, die bis heute als als eine der bestklingenden Vorstufen aller Zeiten gehandelt wird. Audio Research hat bereits relativ früh angefangen, den Pfad der dogmatisch konsequenten Röhrentechnik zu verlassen und sich der Halbleitertechnik in vielfacher Hinsicht zu öffnen. In der langen Firmenhistorie hat es viele Variationen zwischen „Röhre pur“ und reiner Halbleitertechnik gegeben, einige mit großem Erfolg, einige werden heute nur noch gesucht, um in die hübschen Gehäuse „richtige Verstärker“einzubauen.

Bei der PH7 suchte man den Königsweg und baute das Beste aus beiden Welten ein: Halbleiter dort, wo sie Röhren eindeutig überlegen sind, und Glaskolben an den Stellen, wo ihre klanglichen Meriten durch nichts zu ersetzen sind. Wie es sich für ein ordentliches Flaggschiff gehört, weiß die PH7 mit weit mehr zu überzeugen als (hoffentlich) „nur“ herausragend gutem Klang. Die in bester AR-Tradition in einem schmucklosen, aber wertigen, mit zwei stabilen Griffen versehenen 19“-Kleid verpackte Phonovorstufe ist nämlich mit ein paar bedientechnischen Gimmicks versehen. Oder haben Sie schon mal einen Phonovorverstärker mit (dimmbarem) Klartextdisplay gesehen? Dieses dient als Rückmeldung für die diversen mit den vier Tastern anwählbaren Einstellungen, alternativ geht das auch per - jawohl - Fernbedienung. Jetzt kann man darüber streiten, ob es sinnvoll ist einen Phono-Pre vom Sessel aus ein- und ausschalten zu können, über eines allerdings gibt‘s wenig zu diskutieren: Die Eingangsimpedanz per Infrarot vom Hörplatz aus umschalten zu können, ist eine feine Sache, die es meines Wissens nach sonst nur bei der vollkommen unbezahlbaren Mark Levinson No.32 gibt. So fällt es erheblich leichter, den dem Tonabnehmer und Ihnen persönlich am ehesten genehmen Wert zu finden.

Preis: um 5900 Euro

Audio Research PH7


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 08.11.2009, 13:53 Uhr
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