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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: AVM Inspiration P1.2


Inspirierend

12009

Das wollen wir doch mal sehen. Ein kleiner Phonovorverstärker,  der auf den Namen „Inspiration“ hört – um uns hinter dem Ofen  hervorzulocken, muss der trotz der frühlingshaften Temperaturen  draußen wirklich Programm sein

AVM aus Malsch ist nichts weniger als ein deutsches High-End-Urgestein. Viele der gleichzeitig gestarteten Unternehmen gibt es inzwischen nicht mehr, aus den unterschiedlichsten Gründen. Und auch bei AVM sah es zwischenzeitlich ein bisschen nach einem Dornröschenschlaf aus, bis es vor ein paar Jahren einen Neustart der Marke unter neuer Leitung gab. Seitdem geht es mit AVM steil bergauf. Für ein in Deutschland entwickelndes und fertigendes Unternehmen hat man ein eine fast schon beängstigende Erweiterung des Sortiments geschaffen. Inzwischen ist man gerade im Bereich Musikserver und Digitalquellen extrem breit aufgestellt – und das in nahezu allen Preisklassen, außer dem Einsteigerbereich. Auf diesem Feld kann man nicht gegen die immer noch konkurrenzlos günstige Fertigung aus Fernost antreten. Aber im Ernst: Auch als „Analogmensch“ habe ich mir immer mal wieder bei anderen Redaktionen die eine oder andere eierlegende Wollmilchsau von AVM ausgeliehen, um den Komfort und die Qualität eines Verstärkers, eines Musikservers, CD-Players, Analog- und Digitaltuners in einem kleinen Kästchen zu bestaunen – die Dinger sind zwar nicht ganz geschenkt, aber wirklich ernsthaft gut! Neben diesem Fachgebiet baut AVM natürlich nach wie vor Verstärker guter alter Schule. Dazu gehört auch immer mindestens eine Phonovorstufe, die man für die Vinylfraktion im Sortiment hat.

Die Inspiration P1.2 kostet laut Hersteller 699 Euro und reiht sich damit in eine ganze Truppe ähnlich dimensionierter Phonostufen ein, die allesamt zwischen 500 und 1.000 Euro kosten und sich teilweise zum Verwechseln ähnlich sehen, wären da nicht die Marken-Schriftzüge. Andererseits: Wer mag es ihnen vorwerfen: Zumindest kann man mit den kleinen Kisten die Kostenvorteile in der Herstellung an den Kunden weitergeben – sieht man in so manch optisch beeindruckendes 19-Zoll-Modell hinein, findet man darin oft nur mehr umbauten Raum, aber kein Fitzelchen mehr Technik. Zurück zum Inspiration P1.2: Blickt man ins Innere, dann sieht man eine sehr aufgeräumte, nicht sehr üppig bestückte Platine. Man setzt hier auf eine IC-Lösung, die natürlich die Anzahl der erforderlichen Bauteile und die Länge der Signalwege beschränkt. Die eingesetzten Folienkondensatoren und Metallschichtwiderstände sind eng toleriert, so dass es praktisch keine Abweichungen von der RIAA-Kennlinie gibt und die Verzerrungen auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden. In der Tat hatte der AVM messtechnisch von allen Phonovorstufen im Heft die Nase vorne – die Werte können sich mit den besten Geräten dieser Kategorie durchaus messen. Puristen mögen jetzt die Nase rümpfen und anmerken, dass nur diskret aufgebaute Schaltungen „gelten“ – denen möchte ich entgegenhalten, dass erlaubt ist, was funktioniert.

Preis: um 700 Euro

AVM Inspiration P1.2


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 20.04.2016, 09:58 Uhr
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