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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Electrocompaniet ECP 2


Mitternachtssonne

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Norwegen? Aber ja doch. Electrocompaniet ist einer von wenigen kleinen, aber feinen Herstellern tönenden Equipments aus dem „nordwestlichsten“ skandinavischen Staat

Alle Norweger sind Black-Metal-Fans. Ausnahmslos. Die allermeisten von ihnen spielen auch in einer passenden Band, ist doch klar. Was sollen sie auch anderes machen, da oben ist‘s ja immer so lange dunkel. Jedenfalls ist das ein natürlich gnadenlos überrissenes Klischee, das bei uns gerne gepflegt und von einigen Bekanntschaften mit Norwegern durchaus gestützt wird. Naja, ein bisschen jedenfalls. Davon ab ist Norwegen aber ganz bestimmt ein Land mit extrem hohem Lebensstandard, ausgezeichneter technischer Infrastruktur und einem funktionierenden Bildungssystem. All diese Faktoren zusammen sagen ganz eindeutig: Klar können die da gutes HiFi bauen. Wenn nicht die Norweger, wer dann? Die Geschichte von Electrocompaniet reicht zurück bis in die frühen Siebziger. Zu Anfang war man verstärkt mit Beschallungstechnik beschäftigt. Das änderte sich, als das Gedankengut des berühmten finnischen Vordenkers Dr. Matti Otala Einzug ins Unternehmen hielt, man die Bedeutung der von ihm prognostizierten Verzerrungsarten erkannte und darauf basierend ausgezeichnet klingende Verstärker baute. Und zwar für den Heimbereich, nicht für die PA-Welt. Bis heute genießen zum Beispiel die Geräte der „Ampliwire“-Reihe einen ausgezeichneten Ruf; die Typenbezeichnung begründete das heute geflügelte Wort vom „verstärkenden Draht“.

Dieser Tradition ist man bei Electrocompaniet auch heute noch verpflichtet, wenngleich man sich mittlerweile anderer Mittel bedient. Die neue Phonovorstufe ECP 2 für 1.890 Euro steckt im klassischen Electrocompaniet- Dress: dickwandiges Stahlblechgehäuse, schwarz gepulverte Oberfläche, schwarz hinterlegte dicke Acrylfront. Alles Black- Metaller, sag ich ja ... Scherz beiseite; das Gerät tritt die Nachfolge des seit den Neunzigern gebauten ECP 1 an. Eine zweifellos bestens beleumdete Konstruktion in diskreter Schaltungstechnik – und mit minimalem Bedienkomfort und wenig Einstellmöglichkeiten. All das hat sich bei der ECP 2 gründlich geändert. Einstellen kann man an dem Gerät nämlich jede Menge, was in erster Linie den beiden Schalterbänken auf der Geräterückseite geschuldet ist. Damit kann man alles einstellen, was bei einer Phonovorstufe von Welt von Bedeutung sein könnte. Die ECP 2 unterscheidet nicht zwischen MC- und MM-Abtastern. Drei Schalter des Mäuseklaviers dienen der Einstellung der Verstärkung zwischen 39,8 und 71,4 Dezibel. Das reicht auch für extrem leise MCs, für alles andere – inclusive MM-Abtastern – sowieso. Die folgenden sechs Schalterchen sind für die Eingangsimpedanz zuständig und erlauben Variationen in 30 Stufen zwischen 10 Ohm und 47 Kiloohm.

Preis: um 1890 Euro

Electrocompaniet ECP 2


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 15.07.2015, 15:00 Uhr
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