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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Reed Muse 3C


Geriebenes

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Viele Plattenspielerhersteller träumen davon, irgendwann einen eigenen Tonarm zu bauen. Und wovon träumen Tonarmhersteller?

Clearaudio Master InnovationDie Antwort auf diese Frage muss ich Ihnen vermutlich nicht soufflieren. Zumal die Bilder, die Sie hier sehen, das auf höchst beeindruckende Art übernehmen. Reed? Das waren doch die vom Baltikum? Aber ja doch. Einer der wenigen Hersteller, der es geschafft hat, dem testenden Redakteur nennenswerte Teile seines sauer zusammengetippten Salärs aus der Tasche zu locken, natürlich im Tausch gegen einen seiner wunderbaren Tonarme. Der Reed 3p, der hier seit längerer Zeit immer wieder mal auftaucht, der kommt mir nicht mehr aus dem Haus. Bereits beim Test des piekfein verarbeiteten Zwölfzöllers war klar, dass dieses Meisterwerk analogen Ingenieurhandwerks nicht wieder zurückgeht. Der in allen erdenklichen Parametern verstellbare Arm – man kann sogar den Nadelazimut während des Abspielvorgangs verändern – ist klanglich absolute Spitze, und ich habe nach wie vor nichts auf den Tisch bekommen, worin ich die beiden Wahnwitz-Abtaster Atlas und Etna von Lyra lieber betreiben würde als eben in diesem Reed 3p. Technisch höchst innovativ, handwerklich vom Feinsten – das lässt hoffen für den ersten Plattenspieler von Vidmantas Triukas und seine kleine, in Kaunas, Litauen ansässige Manufaktur.

Der hört auf den Namen „Muse 3C“ und unterscheidet sich optisch in höchst willkommenem Maße von allem, was der renommierte Mitbewerb derzeit so auf die Racks des geneigten Interessenten wuchtet. Ein Leichtgewicht ist das entfernt an einen Bumerang erinnernde Gerät mit 25 Kilogramm nicht, ein Schnäppchen eingedenk eines Verkaufspreises von 15.900 Euro auch nicht. Damit allerdings erschöpfen sich die Parallelen zur gängigen High-End-Praxis dieser Tage weitgehend. Schon das Antriebskonzept bietet die eine oder andere faustdicke Überraschung: Der Teller des Muse 3C ist nämlich sowohl per Riemen als auch mit Reibradantrieb in Rotation zu versetzen. Was Ihnen besser gefällt, obliegt Ihrem Hörgeschmack, der Umbau zwischen beiden Varianten ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Das Gerät bietet Platz für zwei maximal zwölf Zoll lange Tonarme, fürs Setup gibt es ein Gimmick, das wir bis dato noch bei keinem Plattenspieler gesehen haben: Eine hochempfindliche elektronische Wasserwaage. Sie manifestiert sich in Gestalt von vier Leuchtdioden hinten rechts auf dem äußerst massiven Aluminiumchassis. Das präzise Ausrichten des Laufwerks erfolgt über das Verdrehen der mit Feingewinden versehenen drei Füße: Wenn all vier Leuchtdioden aus sind, dann steht das Laufwerk perfekt gerade.

Preis: um 15900 Euro

Reed Muse 3C


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 25.11.2014, 09:56 Uhr
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