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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Jonathan Darlington - Le Sacre du Printemps, Bilder aus dem heidnischen Russland (Acousence)


Jonathan Darlington - Le Sacre du Printemps, Bilder aus dem heidnischen Russland

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Und noch ein alter Bekannten: Niemand Geringerer als Alfred Rudolph von A Capella ist Partner bei dieser speziellen Produktion mit den Duisburger Philharmonikern. Selbstredend kommt dabei nur die allerbeste Aufnahmetechnik zum Zuge, obwohl es uns ein bisschen sauer aufstößt, dass digital aufgezeichnet wurde. Warum das so sein muss, rechtfertigt der Produzent in einem langen Absatz in den Liner Notes, den ich aber ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen kann. Aber das ist nebensächlich, Hauptsache, die Tontechnik hat sauber gearbeitet. Und das kann man mit Fug und Recht behaupten – das mittlerweile hundert Jahre alte „Sacre du Printemps“ habe ich wohl noch nie (außer im Livekonzert) so dynamisch-dramatisch gehört wie auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 2013. Um die Dynamik der Produktion voll auszuschöpfen, wird die Grundlautstärke vor allem in Anfangsphasen als sehr leise empfunden. Das relativiert sich in den späteren Tutti-Passagen ziemlich: In der Tat ist diese Version des Sacre von einer absolut explosiven Dynamik, der aber sehr eine lange Steigerungsphase vorangeht – ich hoffe mal, das hat der Dirigent nicht nur gemacht, um der Aufnahme einen Extrabonus Vorführtauglichkeit zu verpassen.

Die im Booklet ausführlich erklärte Mikrofonierung mit einer Siebener-Matrix mit Stützmikrofonen sorgt für einen flächigen, breit angelegten Orchesterklang, der an die legendären Aufnahmen der 50er- und 60er-Jahre erinnert, inklusive eines etwas dunkleren Timbres des Klangkörpers. Dies geht leider etwas zulasten des Eindrucks eines authentischen Aufnahmeraums und der feinen Verästelung der Stimmen im Orchester – hier steht etwas karajanesk ganz klar der satte Gesamtklang im Vordergrund. Die Pressqualität des 180-Gramm-Vinyls ist einwandfrei, es gibt keinerlei Kratzer oder Rückstände von der Pressung. 

Fazit

Nicht die mitreißendste jemals gehörte Interpretation des Sacre du Printemps, aber aufnahmetechnisch eine Besonderheit und klanglich allemal ein Leckerbissen.
Jonathan Darlington - Le Sacre du Printemps, Bilder aus dem heidnischen Russland (Acousence)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 03.04.2014, 22:24 Uhr
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