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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Pete Yorn – Musicforthemorningafter (Columbia)


Pete Yorn – Musicforthemorningafter

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Auch zehn Jahre nach dem Erscheinen dieses Albums bin ich mir noch nicht ganz darüber im Klaren, Musik für den Morgen wonach das eigentlich sein soll. Die erste Veröffentlichung des Singer-/Songwriters aus New Jersey aus dem Jahr 2001 lässt mich auch heute noch etwas ratlos zurück. Das ist nicht schlecht, was der zweifellos talentierte Sänger und Multiinstrumentalist da abgeliefert hat, und nicht wenige Leute sind davon ausgegangen, dass damals der Beginn einer steilen Karriere anstand. So ganz war dem nicht so, obwohl’s bis heute immerhin vier Veröffentlichungen von Pete Yorn gibt. Die letzte aus dem Jahr 2009 erlangte ein wenig mehr Bekanntheit, weil er es mit Schauspielerin Scarlett Johanssen als Duett-Partnerin eingespielt hat. „Musicforthemorningafter“ ist … nett. Was gemeinhin als vernichtendes Urteil interpretiert wird, ist hier gar nicht so negativ gemeint, weil wir es mit einem nach wie vor abwechslungsreichen Stilmix zu tun haben. Das Problem ist: Es ist weder Fisch noch Fleisch. Obwohl musikalisch hier und da durchaus vergleichbar, hat Pete Yorn nicht das Charisma eines Ryan Adams.

Die vierzehn Titel bewegen sich im Grenzbereich zwischen etwas sehr glattem Folkpop, Kuschel-Rock’n’Roll nach Vorbild eines Eddy Vedder in seinen sanften Momenten (ohne jedoch dessen Klasse und Vertracktheit zu erreichen) und einer Melange aus Bob Dylan, Bruce Springsteen und was Amerika sonst noch an Mainstream- Rock-Heroen hervorgebracht hat. Ein Grund für die Neuveröffentlichung mag sein, dass die Produktion wirklich prima klingt. Vielleicht etwas leichtgewichtig im Bass, aber sonst sehr frisch, knackig und transparent – das neue Mastering von Bob Ludwig wird seinen Teil dazu beigetragen haben. Die beiden 180-Gramm-Scheiben sind gut gemacht, dürften aber ein wenig genauer zentriert sein. Irgendwelche Zusatzausstattung hat das Klappcover nicht zu bieten.

Fazit

Gut produzierter Genre-Mix ohne Highlights, aber auch ohne echte Schwächen
Pete Yorn – Musicforthemorningafter (Columbia)


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 19.10.2011, 12:25 Uhr
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