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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Igor Strawinsky Interpret: Columbia Symphony Orchestra, Igor Strawinsky, Isaac Stern - Violin Concerto in D, Symphony in Three Movements (Columbia / Speakers Corner)


Komponist: Igor Strawinsky Interpret: Columbia Symphony Orchestra, Igor Strawinsky, Isaac Stern - Violin Concerto in D, Symphony in Three Movements

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Mal nicht der Sacre du Printemps – man ist ja schon dankbar, wenn sich eine Veröffentlichung mal einem anderen Werk Strawinskys zuwendet.  In diesem Fall ist es der Komponist selbst, der am Pult steht – in einer Aufnahme aus dem Jahre 1961. Im Vergleich mit dem oben besprochenen  Schostakowitsch-Konzert gerät diese Aufnahme klanglich etwas ins Hintertreffen – sie ist nicht ganz so dreidimensional mikrofoniert und auch  tonal nicht ganz von deren exzellenter Spannweite. Dennoch kann man sich erstaunlich schnell in das Material hineinhören und hört sich dann  doch an der faszinierenden Musik und nicht am historischen Klang fest. Stereo ist es allemal – mit einem breit stehenden Orchester und einem stets  prominenten Solisten, der ja ohnehin durch seine Fähigkeiten weit herausragt.  Befürchtungen, dass der Komponist als Dirigent sich  selbst über Werk und Solist stellt, sind komplett unbegründet. Auch, wenn Strawinsky in den Liner Notes  durchaus das eine oder andere selbstbewusste bis arrogante Statement fallen lässt – am Pult agiert er werkdienlich.  Man merkt im Vergleich übrigens, dass Strawinsky  im Westen weitaus mehr wagen durfte als sein in der   Sowjetunion verbliebener Kollege Schostakowitsch – die  tonale Entwicklung weg von der Romantik vollzieht sich bei Strawinsky deutlich früher und wirkt dabei  auch leichter und verspielter.

Gerade im Violinkonzert ist das schön zu hören, wie das Soloinstrument  quasi leichtfüßig durch die Noten tänzelt.  Die Symphonie in drei Sätzen ist dagegen schon durch ihre Entstehungsjahre definiert: 1942 bis 1945  war nicht die Zeit zum Tanzen – und das kann man dem Werk natürlich auch anhören. Und dennoch  schafft es Strawinsky auch hier, seine elegante Tonsprache werkdienlich einzusetzen.  Klanglich ist die Platte wie gesagt ganz im Rahmen der Möglichkeiten des Ausgangsmaterials weit vorne – gut mikrofoniert und ausbalanciert. Die Pressung ist einwandfrei, bis auf einen sichtbaren Schlag  in der Seite, der sich aber auf die Abtastung nicht auswirkt.

Fazit

Schon durch die Personalunion von Dirigent und Komponist einmalige Aufnahme – historisch, interpretatorisch und musikalisch hoch spannend.
Komponist: Igor Strawinsky Interpret: Columbia Symphony Orchestra, Igor Strawinsky, Isaac Stern - Violin Concerto in D, Symphony in Three Movements (Columbia / Speakers Corner)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 24.07.2016, 11:55 Uhr
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