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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Berg, Rihm: Chicago Symphony Orchestra, James Levine – Violinkonzert, Gesungene Zeit (Deutsche Grammophon)


Berg, Rihm: Chicago Symphony Orchestra, James Levine – Violinkonzert, Gesungene Zeit

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Eines muss man Anne-Sophie Mutter zugute halten: Von dem Karajan-Zöglings-Status hat sie sich im weiteren Verlauf ihrer steil gestarteten Karriere gründlich emanzipiert. Waren es zu Beginn die klassischen Gassenhauer, mit denen sie sich einen sicheren kommerziellen Erfolg sicherte, so hat sie sich in den Jahren immer mehr zur künstlerischen Mäzenin zeitgenössischer Komponisten entwickelt. Angesichts dieser Aufnahme muss man ihr sogar zugestehen, dass sie das nun auch schon seit 20 Jahren macht – das Album stammt aus dem Jahre 1992. Alban Bergs Violinkonzert steht als Erstes auf dem Programm: Das wohl zugänglichste, weil emotionalste Werk des Komponisten bewegt sich auf einem Grat zwischen Konzert und Requiem – der Beiname „Dem Andenken eines Engels“ ist der früh verstorbenen Manon Gropius gewidmet. Diesem Hintergrund werden die Solistin und das unter James Levine kongenial spielende Orchester gerecht: Virtuosität und technische Perfektion werden nicht zum Selbstzweck, sondern helfen dem Zuhörer dabei, einen emotionalen Zugang zur Stimmung des Werks zu finden, das bei aller Nähe zur tonalen Musik natürlich immer noch äußerst sperrig ist. Gesungene Zeit von Wolfgang Ihm wurde im Jahre der Aufnahme von Anne-Sophie Mutter uraufgeführt.

Die Komposition wirkt gegenüber Berg tatsächlich oft wie ein Dahintreiben in wabernden Klangsphären, die nur von mächtigen Orchestertutti zerrissen werden. Auch hier setzt Anne Sophie-Mutter die Glanzpunkte – zugänglich wird das Werk aber erst nach einiger Eingewöhnungszeit. Die Produktion ist eine typische Orchesteraufnahme der 90er-Jahre: Man setzt auf technische Sauberkeit bei der Abbildung des Klangkörpers und einen sauber abgesetzten Solisten. Die Pressung ist einwandfrei.

Fazit

Einer der ersten Einsätze Anne-Sophie Mutters als Interpretin zeitgenössischer Komponisten – virtuos und emotional hoch spannend.
Berg, Rihm: Chicago Symphony Orchestra, James Levine – Violinkonzert, Gesungene Zeit (Deutsche Grammophon)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 17.09.2012, 11:34 Uhr
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