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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Nikolai Rimski-Korsakow · Interpret: Orchestra Teatro Regio di Torino, Gianandrea Noseda - Scheharazade (Fonè)


Komponist: Nikolai Rimski-Korsakow · Interpret: Orchestra Teatro Regio di Torino, Gianandrea Noseda - Scheharazade

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Gianandrea Noseda ist einer der spannendsten und wichtigsten Dirigenten der jüngeren Generation. Trotz seiner fast noch jugendlichen 50 Jahre  kann er auf eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit den wichtigsten Orchestern und Opernhäusern zurückblicken – darunter Engagements und  Gastdirigate am Marinskij-Theater in St. Petersburg oder an der New Yorker Met.  Seit ein paar Jahren ist er Chefdirigent des hierzulande eher unbekannten Orchesters des Teatro Regio in Turin – man muss aber kein Prophet sein,  um vorherzusagen, dass sich das ändern wird. Internationale Tourneen und vor allem einige sehr beachtete Albumproduktionen zeigen deutlich  den Weg zum Spitzenorchester, den der Klangkörper unter Noseda eingeschlagen hat. Rimski-Korsakows Scheharazade ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem Maestro am Pult Noseda und dem Maestro an der Bandmaschine  Giulio Cesare Ricci mit seinem Label Fonè, dessen 30-jähriges Bestehen letztes Jahr zu feiern war.  Ein Konzertmitschnitt vom Anfang dieses Jahres holt uns die mitreißende Vertonung von Themen aus tausendundeiner Nacht nach Hause. Aufge- nommen mit zwei hintereinander gestaffelten Stereopärchen und zwei Stützmikrofonen links und rechts, direkt abgemischt und auf die Stereo- Ampex-Mastermaschine aufgenommen.

Das garantiert schon mal ein Klangerlebnis, das den Hörer mit hineinzieht in die fantastische Akustik des  recht neuen Konzertsaals in Turin. Gerade im ersten Satz der Orchesterfantasie kann man schön anhand des Themas, das sich die Orchestergruppen gegenseitig wie einen Ball zuwer- fen, schön erkennen, wie präzise das Turiner Ensemble funktioniert. Noseda hält eine immense Spannung zwischen der unentschlossenen, schwebenden Grundstimmung und den immer wieder hochkochenden Ausbrüchen perfekt. Die russische Kompositionstradition und die ganz eigene  Tonsprache Rimski-Korsakows ergeben ein Werk, das einerseits die Faszination des Orients widerspiegelt, andererseits den Übergang zwischen konservativeren Künstlern und einer moderneren  Tonsprache markiert, die sich noch bis in das Werk Prokofi ews fortsetzt.  Neben allen musiktheoretischen Annäherungen ist die Scheherazade einfach auch nur ein sehr gefälliges, wunderschönes und dramatisches Stück Musik, das sich im Ohr festsetzt und dort bleibt, während  man der musikalischen Erzählung gebannt immer weiter lauscht.

Und das ist vielleicht die größte Errungenschaft Nosedas – er hält über die 40 Minuten den Spannungsbogen aufrecht, der sich durch vier  doch recht unterschiedlich temperierte Sätze zieht.  Klanglich ist diese Scheherazade fast schon erschreckend dynamisch und lebensecht eingefangen – die  Pressqualität stimmt ebenfalls, so dass es hier nur eine sehr ernst gemeinte Empfehlung geben kann.

Fazit

Im kleinsten Detail wie im großen Zusammenhalt eine hoch spannende Aufnahme der Scheherazade – kongenial eingefangen vom Meister der analogen Aufnahme.
Komponist: Nikolai Rimski-Korsakow · Interpret: Orchestra Teatro Regio di Torino, Gianandrea Noseda - Scheharazade (Fonè)


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 23.04.2016, 11:58 Uhr
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