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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Karin Krog - Don’t Just Sing (Light in the Attic)


Karin Krog - Don’t Just Sing

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Wenn  Sie  zu  denen  gehören,  die  meinen  alles  zu  kennen,  dann  könnte  dieses  Album  eventuell dazu beitragen, ihren musikalischen Horizont zu erweitern. Mit „Don’t Just  Sing“ erhalten Sie eine umfangreiche Werkschau der norwegischen Avantgardistin Karin  Krog, die den Zeitraum von 1963 bis 1999 umfasst. Aus fast 20 in dieser Zeit erschienen  LPs musste nun ausgewählt werden, darüber hinaus gibt es noch zwei unveröffentlichte Stücke, die sich nun auf einer sehr wertig anmutenden Doppel-LP zusammenfinden.  Im Klappcover steckt  ein mehrseitiges Booklet mit vielen Informationen und einem Interview mit der Künstlerin. Karin Krog experimentierte mit elektronischer Verfremdung  der Stimme und Overdubs zu einer Zeit, in der viele diese Möglichkeiten noch gar nicht  kannten. Die immer noch aktive Sängerin hat im Laufe ihrer Karriere mit vielen Größen  des  Genres  zusammengearbeitet,  dennoch  konzentriert  sich  ihr  Bekanntheitsgrad  auf  ihre norwegische Heimat und Schweden. Um sich dem Phänomen Karin Krog zu nähern,  genügt es, sich z. B.

die Stücke „As a Wife Has a Cow“ von 1972 oder das bisher unveröffentlichte „Images in Glass“ von 1997 anzuhören, und man hat eine Vorstellung vom  typischen  Stil  der  Ausnahmekünstlerin.  Auch  ihre  Interpretation  der  Herbie-Hancock-Nummer „Maiden Voyage“ von 1968 gibt einen Einblick in die überbordende Kreativität der vielfach ausgezeichneten Sängerin. Mit  „Glissando“ befindet sich eines der abgefahrensten Vocal-Stücke auf dem Album, die jemals aufgenommen wurden. Je länger man sich  mit ihr befasst, umso unverständlicher erscheint einem der Umstand, warum sie nicht ein weltweit gefeierter Star ist. Trotz der großen  Zeitspanne  klingen  die  Aufnahmen  wie  aus  einem  Guss  und  die  kühle  Soundästhetik  passt  hervorragend  zu  den  geheimnisvollen,  geradezu magischen Songs.

Fazit

Ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Album, vor allem ungewöhnlich gut.
Karin Krog - Don’t Just Sing (Light in the Attic)


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Autor Ralf Henke
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Datum 15.03.2016, 12:01 Uhr
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