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Kategorie: Stereovorstufen

Einzeltest: Audio Research Reference 10


Was ich noch zu sagen hätte

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Das dauert länger als eine Zigarette – die Erwachseneren unter Ihnen  mögen sich erinnern. Auch dann, wenn zu der aktuellen Modellgeneration von Audio Research-Verstärkern eigentlich schon alles gesagt  wurde. Sogar von mir. Und doch – da war noch was

Nämlich  die  aktuelle  Ausgabe  des  Hochpegelvorstufenflaggschiffs  aus  Plymouth, Minnesota. Es trägt die Typenbezeichnung Reference 10, kommt  standesgemäß zweiteilig daher, wird ordentlich heiß und brennt auch ein großes Loch in die Brieftasche: knapp 33.000 Euro sind fällig, wenn man derart erster Klasse fahren will. Über Sinn und Unsinn solcher Summen zu referieren ist das hier die Stelle nicht, vielmehr gilt es zu erzählen, was man fürs Geld geboten bekommt. Und dabei, das dürfen Sie mir glauben, gucke ich im Moment ganz besonders genau hin. Tatsächlich nämlich bin ich etwas in Sorge, was das Thema Audio Research angeht. Vielleicht haben Sie die Entwicklung der Besitzverhältnisse an dem Unternehmen in den letzten Jahren und die daraus erwachsenen Konsequenzen mitbekommen: Erst kaufte die investorgesteuerte „Fine Sounds Group“ Audio Research nebst einer ganzen Reihe anderer Unternehmen aus dem hochwertigen Audio-Metier, dann folgte ein „Management-Buyout“ der leitenden Angestellten, der das Ganze wieder etwas mehr an die Bedürfnisse des Marktes und nicht nur an die der Geldgeber koppeln soll. Hört sich gut an, aber ich bin skeptisch. Auch wenn‘s europäische Geld ist, mit dem Audio Research da wirtschaftet – ich traue dem Braten nicht.

Und wenn‘s um Produkte dieser von mir hoch geschätzten Firma geht, dann bin ich beim Abnicken von Veränderungen ehern geglaubter Grundsätze mit der Flexibilität einer Gussstahlstange ausgestattet. Da gibt’s nämlich seit einiger Zeit diese „G-Serie“. Das ist Audio Research im italienischen Maßanzug. Sorry Freunde, nicht mit mir. Und den Test des Vollverstärkers GSi75 habe ich bewusst an den Kollegen Schmidt abgetreten, mir mangelt‘s da an der erforderlichen positiven Grundhaltung. Audio Research darf nicht gestylt und hübsch aussehen. Das muss so wie hier bei der Reference 10. Mit 19 Zoll breiten Kisten im Schaltschrank-Design, mit Griffen. Mit einem zwar konsequenten, aber auch irgendwie sperrigen Bedienkonzept. Das war so, das ist so und das muss so sein. Die Reference 10 basiert auf dem „Anniversary Edition Reference Preamplifier“, den das Unternehmen anlässlich seines vierzigsten Geburtstages auf den Markt brachte – wir berichteten. Einige Zeit später folgte mit der Reference Phono 10 der erste Vertreter des neuen Audio-Research-Bedienkonzeptes mit Touchscreen – auch diese Maschine würdigten wir eingehend (das streng limitierte Modell war übrigens 6.000 Euro günstiger als unser jetziger Proband) . Die Reference 10 nun ist der nächste logische Schritt und verheiratet Touchscreen und die große Linestage-Topologie. Ganz ehrlich: Ich weiß, wie das klingt.

Preis: um 33000 Euro

Audio Research Reference 10


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 09.02.2016, 09:56 Uhr
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