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Kategorie: Tonabnehmer

Einzeltest: Clearaudio MC Essence


Verbessertes Konzept

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Selten einmal habe ich einen so passenden Namen für ein Testgerät gesehen: Das MC Essence ist buchstäblich die Essenz seines Ausgangsstoffes, und der war ja schon nicht von schlechten Eltern

Ach ja, wie die Jahre ins Land gehen: Vor gut fünf Jahren hatte ich mich über Clearaudios Einsteiger-MC „Concept“ gefreut, das teils von einem renommierten asiatischen Tonabnehmerspezialisten stammt – aber bei Clearaudio selbst zusammengebaut und feinjustiert wird. Damals konnte man das System noch für rund 500 Euro anbieten, inzwischen liegt man auch  beim Einsteigermodell bei 700 Euro. Da nehmen sich die 1000 Euro, die für das MC Essence aufgerufen werden, als moderater Unterschied aus – auch, wenn es sich hier „nur“ um ein höher selektiertes System handelt.  Das bedeutet, dass vor dem Zusammenbau die Einzelteile sorgfältig durchgemessen und nach dem Motto „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ verteilt werden. Die „schlechten“ bedeutet eine Kanalabweichung von 0,5dB – was schlechter liegt, ist Ausschuss und geht an den Hersteller zurück. Eine Kanalsymmetrie von besser als 0,3dB wird für das Essence freigegeben.  Und auch die Diamantspitze mit seinem MicroLine-Schliff und dem Bornadelträger wird noch einmal penibel genau überprüft, bevor die Freigabe erteilt wird. Auch, wenn es sich auf den erstem Blick komplett vom schwarzen Concept unterscheidet: Das  sehr stabile und resonanzarme silberne Gehäuse besteht auch hier aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung mit Keramikoberfläche.

Die ganz leicht angefasten Kanten geben dem MC Essence ebenfalls ein modernes und „sportliches“ Aussehen. An der Unterseite erkennt man vom Generator noch die Kupferspulen  und das vorgelagerte Magnetjoch.  Die technischen Daten sind grundsätzlich wie beim MC Concept: Niedrige Compliance (9 mm/Nm) bei gleichzeitig moderater Auflagekraft von etwa 2 Gramm plusminus 10 Prozent. Ein Tonarm muss für das Essence also zumindest mittelschwer sein, schon weil das Eigengewicht des Systems mit   acht Gramm eher niedrig ausfällt. Der Innenwiderstand von 11 Ohm stellt keine Phonovorstufe vor ein Problem, ebenso wenig die Ausgangsspannung von guten 0,4 Millivolt. Die Laschen mit dem eingeschnittenen Gewinde sorgen für leichte Montage, wenn auch das System etwas mehr kippelt, bis es fest verschraubt ist. Dafür sorgen die klaren Linien für eine leichte Justierbarkeit – und an dieser Stelle ergeht auch die dringende Empfehlung, das ordentlich zu machen.

Preis: um 999 Euro

Clearaudio MC Essence


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 23.10.2016, 14:54 Uhr
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