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Kategorie: Tonabnehmer

Einzeltest: Phasemation PP-300


Neuer Name, neues Glück

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Der Name „Phasemation“ kommt Ihnen nicht bekannt vor? Nun, vielleicht sagt Ihnen „Phase Tech“ mehr – offensichtlich hat es mit der ursprünglichen Namensgebung Probleme gegeben, auf jeden Fall hat man umfirmiert und dabei gleich das komplette Produktportfolio erneuert

Noch einmal zur Erinnerung: Phase Tech, jetzt Phasemation, ist das Steckenpferd des Firmeninhabers von Kyodo Denshi, einem Zulieferer höchstwertiger Messausrüstung für die IT-Branche. Vor einigen Jahren hat dieser Noboyuki Suzuki beschlossen, das Know-how seiner Firma auch in den Dienst höchstwertiger Musikwiedergabe zu stellen. Angesichts einer Situation, die noch nicht besorgniserregend, aber zumindest auf dem Weg dahin ist, eine begrüßenswerte Entscheidung. Was ich damit meine? Nun, eine Entwicklung ist abzusehen: Die kleinen, feinen Tonabnehmermanufakturen sterben aus oder sind auf dem Weg dahin, ganz einfach, weil die alten Meister der Zunft es zumeist verpasst haben, ihre Kunst (oder profaner: ihr Handwerk) an Nachfolger weiterzugeben. Und so sitzen, vor allem im Land der aufgehenden Sonne, sehr alte Männer an ihren Werkbänken, fertigen edle Systeme in homöopathischen Stückzahlen, so lange es geht und hören dann einfach auf, wenn es eben nicht mehr geht. So zuletzt geschehen mit Takeda San, dem Designer, Entwickler und Hersteller exzellenter MC-Tonabnehmer seit den späten 70er-Jahren, der aus Altersgründen aufgehört hat und eine schmerzhafte Lücke hinterlassen hat – ich selbst habe mit einem von ihm gebauten Mark-Levinson- System eine ganze Weile sehr viel Musik gehört.

Insofern begrüße ich es außerordentlich, dass es tatsächlich auch Neugründungen im Bereich Tonabnehmer gibt, von denen aufgrund einer auch personell etwas breiteren Aufstellung und (zumindest teilweise) Automatisierung des Fertigungsprozesses Kontinuiät zu erwarten ist. Begonnen hat Phasemation (ich erspare Ihnen und mir ab jetzt das Springen zwischen den beiden Firmennamen) mit zwei Tonabnehmerserien und den dazu passenden Übertragern. Die Topmodelle hörten auf den Namen P-1 und P-1G, während die deutlich günstigeren Systeme P-3 und P-3G hießen. Die Unterschiede zwischen den Systemen mit und ohne das „G“ lagen dabei nur in der Verwendung von etwas reinerem Kupfer als Spulendraht und Samarium-Kobalt-Magneten im Generator statt Neodym. Das hier vorgestellte PP-300 ist dabei der direkte Nachfolger des P-3G, besitzt also dessen reinere Kupferlegierung in den Drähten und die schwereren Samarium- Kobalt-Magneten, während die Compliance ebenfalls immer noch bei 8 mm/N liegt. Auch der auf einem Bornadelträger sitzende Abtastdiamant hat den Line-Contact-Schliff behalten, der mit Verrundungsradien von 0,03 und 0,003 Millimetern versehen ist. Die angegebene Ausgangsspannung ist minimal von 0,27 auf 0,28 mV gestiegen, während die Gesamtmasse von 11,5 Gramm auf 11,1 Gramm gesunken ist.

Preis: um 1680 Euro

Phasemation PP-300


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 30.04.2015, 09:55 Uhr
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