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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Lyngdorf TDAI 2200


Im richtigen Takt

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Class-D-Verstärker hatten in der Vergangenheit unter Ungläubigen einen zu Unrecht schlechten Ruf. Wenn man es richtig macht, lässt sich mit dieser Technik ein Verstärker bauen, der es in sich hat. Lyngdorfs TDAI 2200 hat auf jeden Fall schon mal die richtige Papierform.

Zum Thema Class-D-Verstärker habe ich mich schon immer mal ausgelassen, möchte aber, weil’s gerade so wunderbar passt, noch einmal eins ganz eindeutig klarstellen: Das „D“in Class-D hat nichts mit „digital“ zu tun. Genau genommen gibt es keine Digitalverstärker. Ich bevorzuge die Bezeichungen „Schaltverstärker“ oder „PWM-Verstärker“, da so die technische Korrektheit gewährleistet ist. Diese Verstärkergattung unterscheidet sich von den weitverbreiteten Class-A-und A/B-Verstärkern darin, dass die Signalinformation anders moduliert wird. Schaltverstärker verarbeiten die Musik in pulsweitenmodulierter Form. Wie man sich das vorzustellen hat? Man hat zur Verarbeitung tatsächlich etwas vorliegen, das wie ein Bitstrom aussieht, die Information über die Amplitude liegt in der Breite der einzelnen Pulse. Aber ein Bitstrom bleibt’s, und das ist ziemlich unanhörbar, das Signal wird allerdings recht unkompliziert per Tiefpass zurückgewonnen. So weit ein kleiner Abriss über die Funktionsweise. Unser Lyngdorf ist nun so ein Vertreter dieser Verstärkergattung. Und zwar einer der konsequentesten, der mir bisher untergekommen ist. Bisher kannte ich das so, dass ein Musiksignal in seiner amplitudenmodulierten Form vorliegt und mittels Dreiecksgenerator und Komperator „zerhackt“ wird.

Das ist zwar recht kurz und oberflächlich ausgedrückt, aber konzentrieren wir uns lieber auf den vorliegenden Fall. Der TDAI 2200 geht die Sache so an: Er bezieht sein Signal vorzugsweise digital aus einem der koaxialen oder dem optischen Eingang und wandelt den ihm so zugeführten PCM-Strom gleich in das PWM-Signal um. Das hört sich jetzt trivial und naheliegend an, ist aber eine echte Besonderheit. Herzstück dieser Umwandlung ist der Equibit-Chip, der direkt die Treiber für die schaltenden MOSFETSs bedient. Das Audiosignal muss also nicht erst per Komperator zerhackt werden, sondern erreicht seine schöne, den Lautsprecher zufriedenstellende Form erst am Ausgang. Was man davon hat? Vieles. Diese Methode garantiert den kürzestmöglichen Signalweg, um das Signal von beispielsweise einer CD verstärkt an die Lautsprecher schicken zu können. Außerdem erkauft man sich mit diesem Aufwand einen exzellenten Wirkungsgrad. Eine Frage stellt sich: Wie kriegt man das Signal denn bitte laut und leise? Lyngdorf macht alles ein wenig anders und überlässt es dem Netzteil, die Spannung einzustellen. Ein DC/DCWandler übernimmt diese Aufgabe bis zu einem bestimmten Punkt. Primär liegt natürlich immer eine konstante Betriebsspannung an, sekundärseitig steht eine Spannung, die die gewünschte Lautstärke festlegt, zumindest bis zu einem bestimmten Punkt.

Preis: um 2800 Euro

Lyngdorf TDAI 2200

Spitzenklasse


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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 27.11.2009, 12:45 Uhr
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