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Kategorie: Vor-Endstufenkombis Hifi

Einzeltest: Burson Audio Conductor Virtuoso/Timekeeper Virtuoso


Maximale Dichte

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Wir begrüßen Gäste aus Australien: Zwei ziemlich  gewichtige Aluminiumklötze aus Down Under wollen zeigen, wie man Verstärker baut

Ja, die kenne ich. Burson Audio nämlich. Was daran liegt, dass ich großer Freund von selbst gebauten HiFi-Komponenten bin und da kam man eine ganze Zeitlang einfach nicht an Burson Audio vorbei. Seit 1996 nämlich baut der Hersteller diverse Austauschplatinen, die integrierte Operationsverstärker ersetzen sollen und sich ausgezeichnet als „Building Blocks“ für eigene Projekte eignen. Was unsere kleinen achtbeinigen Freunde (will sagen: integrierte Operationsverstärker) angeht, haben die Herrschaften von Burson Audio eine recht deutliche Meinung, mit der sie auf ihrer Webseite nicht hinter dem Berg halten: Demzufolge sind solche Chips nichts weiter als billige Standardlösungen, die unter allen Bedingungen in einem weiten Temperaturbereich ihr Bestes geben müssen. Und dafür braucht‘s idiotensichere „Geht immer“-Schaltungen. Audio aber lebt von reduzierten maßgeschneiderten Lösungen, die der Leistungsbandbreite der Chips nicht bedürfen. Und deshalb propagiert Burson diskrete Lösungen: Nur so viele Teile wie nötig lautet das Credo. Den 53 Komponenten in einem Standard-Operationsverstärker halten sie 32 respektive 21 Bauteile in zwei ihrer Eingangsstufen entgegen. Das ist erst einmal einleuchtend. Nicht viel besser kommen Schaltverstärker weg: Sie scheiden schon mal aus, weil man dafür böse Chips braucht.

Außerdem sind sie für Autos und Handys gemacht, wo geringe Abmessungen, maximaler Wirkungsgrad und ein niedriger Preis die treibenden Faktoren sind. Aber zum Musikhören auf hohem Niveau? Nicht zu gebrauchen. Mittlerweile hat Burson Audio deutlich mehr im Programm als kleine Tuningplatinchen, nämlich eine ganze Gerätelinie. Und von der haben wir uns die beiden dicksten erhältlichen Kaliber in Gestalt des Vorverstärkers Conductor Virtuoso für 1.850 und der Stereoendstufe Timekeeper Virtuoso für 4.000 Euro ausgesucht. Doch halt: Das ist nur ein Bruchteil der Wahrheit, zumindest im Falle des Conductor Virtuoso: Dieser Dirigent kann nämlich weit mehr als einfach nur vorverstärken. Es handelt sich um eine Kombination aus Hochpegelvorstufe, D/A-Wandler und potentem Kopfhörerverstärker. Den Wandler gibt’s gar in zwei Ausführungen, bei unserem Probanden ist die teurere Variante eingebaut. Von daher ist das Gerät eine mit allen Wassern gewaschene Zentrale für eine hochmoderne HiFi-Anlage mit Anspruch: Man kann ganz gewöhnliche Hochpegelquellen anschließen (wie zum Beispiel eine Phonovorstufe) oder digitale Quellen über koaxiale, optische oder USB-Eingänge mit einer Auflösung von maximal 24 Bit bei einer Abtastrate von 192 Kilohertz. DSD geht nicht, was ich persönlich für verschmerzbar halte.

Preis: um 1450 Euro

Burson Audio Conductor Virtuoso/Timekeeper Virtuoso


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 07.02.2016, 09:56 Uhr
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