Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
71_16205_2
Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
News Kategorie: Heimkino
Heimkino

So geht echte Sicherheit für Medienstreaming und Co.

15.09.2020 10:25 Uhr von Robert Glückshöfer

Audiovisueller Mediengenuss ist heute vielfach davon gekennzeichnet, dass ohne das Internet, beziehungsweise damit artverwandte digitale Techniken, nichts mehr geht. Somit gilt auch hier die alte Datenschützer-Regel „wenn es verbunden ist, dann ist es angreifbar“. Dementsprechend sollten auch Musik- und Filmliebhaber das Thema Sicherheit großschreiben. Auch, weil sinnvoller Schutz keine gravierend schwere Aufgabe ist, sondern in Eigenregie hergestellt werden kann. Sechs Grundregeln dafür.

1. Kabel ist immer besser

Warum ist ein hochwertiger Lautsprecher per Kabel mit dem Signalgeber verbunden, wenn es auch per Funk möglich wäre? Vornehmlich deshalb, weil damit ein Störfaktor für die Signalqualität ausgeschaltet ist – es ist grundsätzlich schwieriger, ein Signal innerhalb einer Leitung zu beeinflussen als eines, das sich in Form von Funkwellen fortbewegt. Daher gibt es auch spezielle Kabel, die besonderen Wert auf eine hohe Qualität legen – Unterschiede gibt es hier durchaus, wie unsere Tests zeigen.

11
Anzeige
Radical Naviceiver, 1-Din oder 2-Din, Open Android, App Vielfalt
qc_rund_1598967297.jpg
qc_use_amatur_rand_2_1598967512.jpg
qc_use_amatur_rand_2_1598967512.jpg

>> Mehr erfahren

Und gleichsam gilt, dass das Signal in einem Kabel nur von Geräten aufgenommen werden kann, die daran physisch angeschlossen sind – ungleich zu Funksignalen, die jeder in Reichweite empfangen kann und gegebenenfalls nur noch entschlüsseln muss.

Wer das versteht, versteht auch eines der Grundprinzipien digitaler Sicherheit:

  • Wenn es per Funk (etwa WLAN) angebunden ist, schützt nur die Verschlüsselung vor Zugriff.
  • Wenn es hingegen per Kabel angebunden ist, ist die Verschlüsselung nur ein zusätzlicher Schutz.

Im Klartext: Wer einen zentralen Angriffspunkt eliminieren möchte, geht weniger auf komfortable Funk-Lösungen, sondern stellt die Brücke zwischen Router und Smart-TV und Co. über ein Netzwerkkabel her.

2. Wirklich sichere Passwörter sind unmenschlich

Kabel ist sicher – aber zwischen Streaming-Stick und Smartphone existieren eine Reihe von Geräten, die schlicht keine kabelbasierte Anbindung zulassen. Das heißt, schon beim WLAN-Router selbst und natürlich auch den diversen Streaming-Accounts sind Passwörter nötig.

Dass „12345678“ kein Passwort ist, dürfte hoffentlich jedem Leser klar sein. Schon ungleich besser ist die Eselsbrücken-Vorgehensweise:

  • Man denke sich einen gut merkbaren Satz aus – hier als Beispiel die alte Eselsbrücke für die ebenfalls alte Planetenreihenfolge: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planten“ – bitte nicht nachmachen.
  • Von diesem Satz werden nun die Anfangsbuchstaben genommen: MVEMJSUNP.
  • Die Buchstaben werden sinngemäß groß oder klein geschrieben: MVemjSunP.
  • Zwischen die Buchstaben kommen Leerzeichen, Gedanken- oder Unterstriche: M V_e m_j S_u n_P.
  • Gegebenenfalls wird noch ein Leetspeak-Generator genutzt, um Buchstaben durch ähnlich aussehende Ziffern zu ersetzen: m V_3 M_J 5_U N_p.

Das währe nun ein 17-stelliges Passwort. Damit ist es mehr als doppelt so lang wie das, was normalerweise empfohlen wird. Genügt das? Für den Alltag vielleicht. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es immer noch ein nach menschlichen Denkmustern erstelltes Passwort ist. Es braucht nur einen Eindringling, der die ersten Buchstaben entschlüsselt und die Eselsbrücke erkennt.

Das bedeutet, speziell das WLAN als zentrales Modul, dazu auch alle Streamingdienste, bei denen Paymentdaten hinterlegt sind (etwa Amazon, wo Bankverbindung und/oder Kreditkarte hinterlegt sind) sollte nach Möglichkeit nichtmenschlich verschlüsselt werden; auch dafür gibt es Generatoren im Netz. Solche Passwörter sind zwar extrem schwer zu verinnerlichen, aber sie stellen auch den Gipfel der Verschlüsselung dar.

13
qc_eckig_1598968229.jpg
Anzeige
Car&Hifi Highlight: Radical Naviceiver, 1-Din oder 2-Din

Mit offenem Android-9.0-Betriebssystem bringen die beiden neuen Modelle von Radical App-Vielfalt ins Armaturenbrett. Ein Highlight in der Oberklasse.
Dipl.-Ing. Guido Randerath, Chefredakteur Car & Hifi
>> Mehr erfahren

Übrigens: Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, loggt sich nach der Nutzung grundsätzlich aus. Das ist zwar unkomfortabel, aber bei der Digitalsicherheit gilt, dass Komfort meist zulasten von Sicherheit geht.

3. VPN gegen zu tiefe Einblicke

Bekanntlich sind jene Daten, die man als User von einem Dienst abruft, nur ein kleiner Teil dessen, was dieser Dienst über den Nutzer weiß. Die IP beispielsweise wird immer übertragen und damit eine regelrechte Adresse des Nutzers. Kommen noch Cookies und andere digitale Spuren hinzu, ergibt das nicht nur sehr tiefe Einblicke in die Userdaten, sondern ermöglicht auch noch die Verfolgung seines Verhaltens über aufgerufene Dienste und Länder hinaus – in dem Sinn unterscheidet sich Netflix USA dann nicht mehr von Google in Zimbabwe.

Nur: Zur Nutzung dieser Dienste ist die Erhebung all dieser Daten praktisch nie nötig. Sie werden meist nur „Verbesserung des Angebots“ verwendet – eine schön klingende Umschreibung für meist überbordende Datensammelleidenschaft.

Dagegen wiederum schützt nur eine Verschleierung, das sogenannte Virtual Private Network. Letztlich eine Art „Tunnel“ oder „Kabel“ durch das Internet, das unter anderem die IP-Adresse verschleiert, aber auch noch diverse andere Daten. Ein Dienst erfährt nur das, was er unbedingt erfahren muss, kein Bit mehr. Damit wird es auch für andere Seiten ungleich schwieriger, Rückschlüsse auf den User zu ziehen.

4. Nur aus sicheren Quellen

Bei mobilen Geräten und auch vielen Fernsehern können Apps ohne tiefgreifende Einstellungen nur über den zum jeweiligen Hersteller/System gehörigen Shop bzw. Downloadbereich heruntergeladen werden. Auch wenn das die Optionenvielfalt mitunter ein wenig einschränkt, sollten Nutzer grundsätzlich dabeibleiben.

Denn diese offiziellen Bezugsquellen der Software werden durch den Anbieter/Hersteller überwacht, teils werden die Tools auch direkt von ihm programmiert. Das macht es viel schwieriger, dort Apps voller Schadsoftware zu platzieren, die beim Download eingeschleust wird. Gleichsam sind diese Systeme meistens auch so konfiguriert, dass sie das Updaten automatisch durchführen und somit ein weiteres gefährliches Einfallstor ohne Aktion des Users eliminieren.

Zwar gibt es vielfach auch Möglichkeiten, Apps über Drittquellen herunterzuladen, davon sei jedoch wegen der mangelnden Sicherheit grundsätzlich abgeraten – völlig gleich ob die App letztendlich auf einem Stick, dem Smart-TV oder dem Handy installiert wird.

12
Anzeige
Radical Naviceiver, 1-Din oder 2-Din, Open Android, App Vielfalt
qc_rund_1598967848.jpg
qc_use_amatur_rand_2_1598967848.jpg
qc_use_amatur_rand_2_1598967848.jpg

>> Mehr erfahren

Übrigens: Das gilt auch für alle Streamingdienste und Downloadseiten zweifelhafter Natur, etwa Torrent-Pages oder Tauschbörsen. Hier lauern meist hohe Gefahren für Viren und andere Schad- bzw. Angriffssoftware.

5. Bitte kein Account-Sharing

Nur weil alle (oder viele) es machen, bedeutet es noch lange nicht, dass es eine legitime Vorgehensweise wäre. Dieser universelle Merksatz lässt sich so 1:1 auch auf das Account-Sharing bei Streamingdiensten anwenden. Zwar tun es sehr viele Nutzer, allerdings ist es den meisten Anbietern zumindest ein Dorn im Auge.

Noch ist kein Fall bekannt, bei dem dieses Teilen strafrechtlich relevant wurde; da dabei aber meist die allgemeinen Geschäftsbedingungen verletzt werden, handelt es sich zumindest um eine zivilrechtliche Problematik – bei der das Aufkündigen des Vertrags durch den Anbieter durch die Regelverletzung des Nutzers mehr als legitimiert wird.

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Film- und Musikfreunde es unterlassen sollten: Man kann sein eigenes Netzwerk so sicher machen wie es nur menschenmöglich ist – wenn der Bekannte, mit dem der Account geteilt wird, es nicht so handhabt, ist die Lücke wieder offen für Angriffe und Datendiebstahl.

6. Keine Accounts zusammenführen

Je mehr Anbieter auf den Markt drängen, desto größer wird auch die Zahl von Nutzern, die mehrere Abos abgeschlossen haben. Damit steigt nicht nur die Notwendigkeit, die jeweils passenden Apps zu besitzen und zu benutzen, sondern auch für jeden Dienst einzelne Passwörter zu verinnerlichen (bitte niemals ein Passwort mehrmals verwenden).

Die Lösung offerieren die neuerdings aufkeimenden Anbieter, die eine Zusammenführung mehrerer (Medien-)Accounts offerieren. Einmal mehr sei hier die Regel von Komfort vs. Sicherheit ins Gedächtnis gerufen. Dementsprechend sollten diese Anbieter gemieden werden.

Neu im Shop:

Akustikelemente 15% Rabatt

>> Mehr erfahren
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte wächst trotz Pandemie

In diesen turbulenten Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten, wie eine aktuelle Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH) belegt. Demnach entwickelt sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) entgegen früherer Prognosen durchaus positiv. Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß- und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.
>> Alles lesen

Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
No-Name vs. Marke

Preisgünstige Produkte müssen nicht zwingend schlecht sein. In der Lebensmittelbranche beispielsweise kommt es vor, dass ein und dasselbe Produkt unter einem teuren Markenlabel sowie deutlich günstiger als No-Name im gleichen Supermarkt-Regal stehen. Doch wie verhält es sich bei Elektronik-Geräten?
>> Alles lesen

Dirk Weyel
DAB+, Digitales Fernsehen
DAB+ beliebt wie nie

Das Digitalradio DAB+ erfreut sich weiter sehr großer Beliebtheit. Nach den jüngsten Zahlen von WorldDAB wurden weltweit mehr als 82 Millionen DAB+-Empfänger verkauft. In Deutschland ist DAB+ bereits für über 1,5 Millionen Haushalte der Empfangsweg Nummer 1.
>> Alles lesen

Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Wohnmobil-Entertainment

Wohnmobile sind schwer angesagt und auch das Thema Entertainment wird bei Campern immer wichtiger. Daher ist die Nachrüstung von Campern auch hier bei uns ein Thema.
>> Alles lesen

Philipp Schneckenburger
Ressort Hifi und digitales Hifi
Kabellos guter Klang

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden langsam aber sicher wieder zurückgefahren und das schöne Wetter zieht die Menschen nach draußen. Ob im Garten, beim Joggen, oder im Park darf bei vielen Leuten die Musik per Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher nicht fehlen. Auf einige Dinge sollte man aber achten.
>> Alles lesen

186_19805_2
Topthema: Verführerisch
Das_Bessere_ist_der_Feind_des_Guten_1598251375.jpg
Bowers & Wilkins 705 Signature

Wir haben den neuen Regallautsprecher 705 Signature auf den Prüfstand gestellt.

>> Mehr erfahren
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

HiFi Forum GmbH
Autor Robert Glückshöfer
Kontakt E-Mail
Datum 15.09.2020, 10:25 Uhr