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Nice Surprise: 3D-Dachbodenkino mit Suchtfaktor, ein Klanghammer

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30.06.2022 11:24 Uhr von Redaktion hifitest

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den seit Jahren als Lagerfläche genutzten Spitzboden zu entrümpeln und dort ein Heimkino zu installieren? Fuat R. hat genau das getan und ein Lichtspielhaus entstehen lassen, das selbst mich als erfahrenen Leserkino-Tester sprichwörtlich vom Hocker haute.

Seit knapp 14 Jahren ist der Mann regelmäßiger Leser der HEIMKINO, liebt Filme und lebt sein Hobby in jeder freien Minute. Das wird schnell deutlich, wenn man, wie ich, zu einem Besuch ins Dachgeschoss des schönen Domizils der Familie eingeladen wird. Doch beginnen wir von vorn, denn das hier vorgestellte Filmtheater ist die mittlerweile dritte Kino-Installation unseres Gastgebers. „Mit dem Thema ,Kino zu Hause‘ beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren. Doch erst mit dem Umzug in dieses Haus eröffnete sich für mich die Möglichkeit, mein Hobby kompromisslos zu betreiben, wobei mir die Idee, den Spitzboden zu nutzen, auch nicht direkt kam“, gibt der Bauherr zu. Kurz nach der Entscheidung, das künftige Kino unterm Dach zu installieren, ging es an die ersten Akustiktests. Hier stieß Fuat gleich auf die ersten Probleme im Bassbereich. Trotz des Einsatzes von vier größeren Subwoofern war das Ergebnis ernüchternd, was sich auch nach mehrmaliger Umplatzierung der Woofer nur leicht zum Positiven änderte. Schnell stand fest, dass eine Raumoptimierung unumgänglich war.

Bass-Perfektionierung

Nach intensiver Recherche in verschiedenen Foren und Fachzeitschriften kristallisierte sich das offene Volumen hinter den Drempeln als Übeltäter heraus, welches als überdimensionale Bassfalle arbeitete. Somit war klar, dass zunächst hier Hand angelegt werden musste. Auf der Suche nach geeignetem Füllmaterial stieß der Familienvater eher zufällig auf zwölf Zentimeter starke Homatherm-Zellulosematten mit der Bezeichnung flexCL. Nachdem die im Baustoffhandel erstandenen Platten auf das gewünschte Maß geschnitten waren, platzierte der Bauherr sie in einem Abstand von zehn Zentimetern zueinander, um so das eingangs erwähnte Volumen im unteren Bereich der Schräge weitestgehend auszufüllen.

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Verschlossen wird diese Konstruktion letztlich durch frontseitig aufgesetzte Homatherm-Platten, auf denen wiederum eine schwarze Dampfsperre zum Einsatz kommt, die als Rieselschutz dient und die Konstruktion unsichtbar macht.

Subwoofer-Aufstellung

Im Zuge dieser Arbeiten entschloss sich Fuat, seine vier vorhandenen Subs gegen 14 passive Mivoc-Basswürfel (vier vorn, fünf jeweils rechts und links) auszutauschen, die in die eben beschriebene Konstruktion eingelassen wurden. „Im Vergleich zu vorher war klanglich nun ein Riesensprung festzustellen. Dennoch war ich noch nicht ganz zufrieden, weshalb ich mich das erste Mal mit dem Thema Einmessung beschäftigte.“ Mittels Kharma-Software, einem Behringer-Ultradrive und einer intensiven Testphase kam der Filmfan seinem Ziel noch einmal ein deutliches Stück näher. Jetzt fehlte nur noch der letzte Schliff, weshalb sich der Familienvater zu dem Experiment hinreißen ließ, 12 der 14 vorhandenen Bassisten im Frontbereich hinter der Leinwand zu platzieren und mittels integriertem Behringer-Equalizer auf seinen Hörgeschmack abzustimmen. Diese Entscheidung stellte sich letztlich als Ideallösung heraus, mit der der Kinobesitzer bis heute sehr zufrieden ist und die auch mich absolut zu begeistern wusste. Dazu später mehr.

Surroundarray

Etwa zur gleichen Zeit machte sich der Bauherr Gedanken zur Auswahl und Platzierung der Surroundkanäle. „In einem Forum war ich experimentell an einer diffus klingenden Lösung des Rearbereiches tätig. Wir nannten das Ganze liebevoll ,Surroundarray’. Ziel war es, vier gleiche Lautsprecher an jeder Seite mit einem identischen Signal zu versorgen und so anzuordnen, dass die Surroundkulisse nicht einbricht.“ Nach dem ersten Versuch mit kleineren Breitbändern, die in einem Abstand von 66 Zentimetern zueinander platziert wurden, stellte sich heraus, dass der eingeschlagene Weg zwar richtig war, die eingesetzten Schallwandler aber gegen leistungsfähigere Modelle ausgetauscht werden mussten. „In Cantons XL Plus fand ich eine ebenso kompakte wie klangstarke Lösung, die mich durchweg begeisterte. Und wie ich finde, ist das Ergebnis absolut vorzeigbar.“

Technikzentrale

Das Kino ist optisch perfekt gelungen – sehr aufgeräumt, ohne steril zu wirken. Ein Grund dafür ist die versteckte Elektronik, denn neben den zwölf Subwoofern sucht man auch Zuspieler und Verstärker zunächst vergeblich. Des Rätsels Lösung findet sich hinter der kaum sichtbaren kleinen Tür in der Rückwand dieses Filmpalastes, welche mir Zugang zur Technikzentrale verschafft. Hier sind der Schreibtisch inklusive leistungsstarkem Rechner und Internetzugang sowie das beeindruckende Rack einschließlich aller Zuspieler- und Verstärkereinheiten untergebracht, die das eigentliche Herz dieses Kinos bilden. Von hier hat Fuat R. vollen Zugriff auf jedwede Einstellung, was sich gerade in der Entscheidung, passive Subwoofer einzusetzen und diese über externe Endstufen zu betreiben, als sehr bequeme Lösung herausstellte. Hier findet sich auch die stattliche Blu-ray- (334 Stück), HD-DVD- (83 Stück) und DVD-Sammlung (412 Stück) meines Gastgebers, die aufgrund des schier unendlichen Platzangebotes in Zukunft sicher weiter ausgebaut werden wird.

Film ab

Genug der Theorie, denn nach den vielen Infos und der beeindruckenden Führung durch das Kino will ich nun wissen, was das „Nice Surprise“ wirklich kann. Und was eignet sich dafür besser als die gerade brandneu erschienene „Star-Wars“-Box, aus der Fuat selbstverständlich das Pod-Rennen wählt? Schon nach wenigen Augenblicken wird klar warum, hat diese Szene doch alles, was das Herz eines echten Kinofans höher schlagen lässt. So auch meines, denn neben der sehr schönen und homogenen Raumabbildung werde ich von der perfekten Grundton- und Tiefbassdynamik gepackt, die trockener und präziser gar nicht sein könnte und dieses Kino ganz eindeutig klanglich in die absolute Spitze der von mir besuchten privaten Lichtspielhäuser katapultiert. Auf meine Bemerkung „Ich glaube nicht, dass das noch getoppt werden kann“, werde ich nur wenige Augenblicke später eines Besseren belehrt. Als „Iron Man“ zu seinem ersten Einsatz in Afghanistan kommt, geht es sogar noch ein Stückchen tiefer zur Sache, wobei das „Nice Surprise“ keinen Deut seiner Souveränität und seines Punches einbüßt und mich so sehr beeindruckt, dass ich seit diesem Zeitpunkt selbst über den Einbau eines solches Subwoofer-Arrays nachdenke.

Fazit

Diese Installation macht ihrem Namen alle Ehre, denn das sehr geschmackvoll eingerichtete Kino birgt jede Menge positive Überraschungen. Mit viel Liebe zum Detail und akribischer Feinarbeit hat Fuat R. ein optisches wie klangliches Highlight geschaffen, das mich in jeglicher Beziehung positiv beeindruckte und mir so viel Spaß bereitete, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr herauskam. Wer also das Glück hat, einmal in das „Nice Surprise“ eingeladen zu werden, sollte sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen.

Ausstattung

  • Projektor: Acer H5360BD (3D)
  • Leinwand: 16:9-Rahmenleinwand (2,64 x 1,48 m)
  • AV-Receiver: Denon AVR-4311 (7 x 170 Watt)
  • Blu-ray-Player: Denon DBP-2012UD / Sony Playstation 3
  • HD-DVD-Player: Toshiba HD-X1
  • Multimedia-Player: Syvio 200
  • HDTV-Settop-Box: Humax Icord HD (250-GB-HDD)
  • Endstufen: T.Amp/Denon
  • Lautsprecher: 3 x Visaton Experience + 12 Canton XL Plus
  • Subwoofer: 12 x Mivoc AWM12 (passiv) + 1 Visaton TL Sub

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Datum 30.06.2022, 11:24 Uhr