Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player

Einzeltest: Ripnas Solid


Ripping-Server RipNAS Solid

DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player Ripnas Solid im Test, Bild 1
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Das Rippen von CDs ist immer noch ein großes Thema. Viele beginnen gerade damit, sich mit Computer-HiFi und Streaming anzufreunden. Und alle, wirklich alle haben jede Menge Compact Discs, die auf Festplatte gebannt werden müssen.

Der Bedarf ist nach wie vor groß. Gerade die Leute, die bisher dem klassischen HiFi frönten, setzen jetzt auf Audiostreaming und brauchen dringend eine vernünftige Lösung, die das für sie erledigt, ohne dass sie sich Computerkenntnisse aneignen müssen. Diesen Leuten kann man nur eins empfehlen: einen Ripping-Server. Das sind Geräte, in die man einfach eine CD einlegt, die dann vollautomatisch eingelesen und mit Metadaten und Covern versehen wird. Der Klassiker unter diesen Ripping-Servern ist zweifelsohne der RipNAS, und genau der ist jetzt noch einmal kräftig aufgemöbelt worden. Das aktuelle Modell heißt RipNAS Solid und bietet eine ganze Reihe Verbesserungen, die das bei Bedarf sogar computerlose Leben noch besser machen.

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Erst mal fällt auf, dass er eine völlig neue Behausung spendiert bekommen hat. Er sitzt jetzt in einem 43 Zentimeter breiten Gehäuse, was ihn durchaus dafür eignet, im HiFi-Rack neben all den anderen Komponenten Platz zu nehmen. Dort macht er auch eine recht gute Figur, denn er macht optisch tatsächlich was her und wirkt wie ein echtes, modernes HiFi-Gerät. Außerdem arbeitet er so leise, dass er den Musikgenuss nicht stört, was ja auch sehr wichtig ist, wenn er direkt im Hörraum steht. Die glänzende Frontplatte ist komplett durchgehend, selbst die CD-Schublade wurde bündig und saugend passend in die Front eingelassen, und die Auswurftaste sitzt unsichtbar direkt daneben. Als äußerst nützlich empfinde ich das neu hinzugekommene Display, das stets darüber informiert, was der RipNAS gerade tut. So hat man immer den Überblick darüber, ob er gerade rippt oder ob er überhaupt die CD erkannt hat, die gerade im Laufwerk liegt und eingelesen werden soll. Ich kann es Ihnen aber gleich sagen: Die Trefferquote ist hervorragend, dafür sorgen die intelligenten Abfrageroutinen der „Perfect-Meta“ getauften Datenbankabfrage. Insgesamt fünf Onlinedienste werden angezapft, um bestmögliche Ergebnisse erzielen. Dazu gehören die „obligatorischen“ AMG, MusicBrainz und GD3, für die Klassikfreunde unter uns ist außerdem die Sonata-Datenbank, die erweiterte Metadaten für Klassikalben abfragt. So können diese Alben nach Komponist, Dirigent, Orchester, Stil (Kammermusik, Sinfonie etc.) oder gar Label (Unterscheidung nach EMIoder Deutsche-Grammophon-Alben) durchsucht werden, was bei dieser Musikrichtung weitaus sinnvoller ist als das bloße Durchstöbern der Albennamen. Außerdem konnten sich die anderen Datenbanken ja nie einigen, in welchem Feld denn nun beispielsweise das Orchester abzuspeichern ist. Diese tief greifende Metadatensuche ist ein ganz großer Vorteil des RipNAS, der ihn in dieser Beziehung deutlich von anderen Ripping-Servern abhebt. Außerdem ist noch die Genauigkeit des eigentlichen Rips hervorzuheben. Das verwendete und im Hintergrund ablaufende Ripping-Tool dBpoweramp sorgt dafür, dass die Daten bitgenau auf der Festplatte landen, das neue, extrem zuverlässige Industrielaufwerk von TEAC tut sein Übriges und arbeitet auch nach Hunderten Rip-Vorgängen noch einwandfrei. „Out of the box“ liest er die Dateien übrigens als FLAC und einer MP3-Variante für iTunes ein, kann aber ganz schnell auf andere Formate umgestellt werden. Dazu muss man lediglich eine entsprechend beschriftete und der Packung beliegende CD einlegen und kurz warten, bis diese ausgeworfen wurde. Das war‘s dann schon.
Bereits auf Festplatte vorhandene Alben oder Musikdownloads können über das Netzwerk oder einen der vier vorhandenen USB-Ports auf den Rip- NAS gespielt werden. Das Dateiformat ist dabei fast beliebig, es ist völlig egal, ob es sich um AIFF, FLAC, Apple Lossless, MP3 oder APE handelt. Einmal ins richtige Verzeichnis kopiert werden sie automatisch dem Archiv hinzugefügt und stehen auf allen laufenden Servern bereit. Die Server liefern mir gerade ein gutes Stichwort, denn auch das ist eine Kategorie, in der der RipNAS konkurrenzlos dasteht. Alle Server, die der streamingwillige HiFi-Freund ins seinem Leben brauchen könnte, sind vorinstalliert und -konfiguriert. Dazu gehören der sehr gute Asset-UPnP-Server (für Linn-, Naim-, Musical-Fidelity- oder Pioneer- Streamer), Squeezecenter für die beliebten Logitech-Clients und natürlich die SMB-Freigabe, die für Sonos- Streamer wichtig sind. Auch ist ein sogenannter FireFly-Server an Bord, der alle Musikdateien für iTunes freigibt. Der wohl am häufigsten genutzte Server wird sicher der Asset-UPnP sein, der sich als perfekter Audio-Server entpuppt. Er verzichtet gleich ganz auf das Bereitstellen von Videos oder Bildern und hält Nettigkeiten wie dynamische Playlisten und das alphabetische Gliedern von Alben breit.

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Erweiterbarkeit



Mein Testmuster hatte eine 500-Gigabyte- Festplatte verbaut, die für grob geschätzt 1000 CDs ausreicht. Das Erweitern des verfügbaren Speichers ist überhaupt kein Problem, dafür gibt‘s extra 2,5-zöllige Einschübe, in die man frisch erstandene Festplatten einfach reindrückt. Diese Festplatten lassen sich sowohl als Speichererweiterung als auch für Backups nutzen, das lässt sich alles in der per Browser abrufbaren Konfigurationskonsole einstellen. Festplatten sind zwar teurer geworden doch immer noch in Preisbereichen, die sich für Computermusiker lohnen. Für Backups empfehle ich trotz der Möglichkeit eines kleinen RAIDs die externe Lösung, die man in regelmäßigen Abständen anschließt, von mir aus über Nacht laufen lässt und anschließend sicher verwahrt.
Eine aufpreispflichtige SSD-Variante gibt es auch, die den absolut geräuschlosen Betrieb ermöglicht, im Vergleich zu einem RipNAS mit herkömmlicher Festplattenbestückung jedoch preislich recht happig ist. Gerade die Nutzer, die den hübschen Kasten direkt im Wohnzimmer platzieren wollen, sind natürlich mit einem unhörbaren Gerät gut bedient. Wer ihn eh im Arbeitszimmer oder Flur platzieren möchte, kann halt einfach die normale Variante ordern.

Alles, was ich bis jetzt aufgelistet habe zeigt, dass ein RipNAS perfekt dafür geeignet ist, einen sogar gänzlich computerlosen Haushalt fit für Audio-Streaming zu machen. Alles, was Sie brauchen, ist ein halbwegs aktueller Router mit einem freien Netzwerkanschluss und einem weiteren (oder WLAN) für den Streaming-Client. Wer trotzdem gern selber Hand anlegen will und fit am Rechner ist, kann sich per Webinterface oder Remotedesktopverbindung in den RipNAS einloggen und beispielsweise den UPnP-Server konfigurieren, nachträglich eingebauten Festplatten ihrer Bestimmung zuführen oder Backup-Zeiten einstellen. Auch ist über die Ordnerfreigabe des RipNAS Zugriff auf die auf ihm enthaltenen Musikdateien möglich, was beispielsweise nützlich ist, wenn man mal ein Cover nachträglich hinzufügen möchte, sollte mal eins fehlen.
Ein RipNAS Solid ist eine rundum runde Sache, das konnte ich hoffentlich eindeutig herausschälen. Das Wichtige ist ja eins: Ich habe mich an das tägliche Benutzen eines RipNAS schon gewöhnt und schätze seine Vorzüge seit langer Zeit. Der aktuelle RipNAS Solid hat mich trotzdem noch einmal aufschauen lassen, denn das ist nicht etwa ein Aufwasch der bekannten Modelle. Ganz im Stillen verrichtete er bei mir wochenlang seine Arbeit, ohne dass ich manuell ranmusste, um irgend etwas zu korrigieren. Das ist ganz einfach der highendigste Ripper, den es momentan gibt. Punkt, Aus und Ende.

Fazit

„Der beste Ripping-Server ist noch besser geworden. Das Konzept ist jetzt noch schlüssiger und sicherer. Sowohl für Computer-HiFi als auch für Streaming ist der RipNAS Solid ein Werkzeug, das das Leben einfach und angenehm macht.

Preis: um 2000 Euro

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Ripnas Solid


06/2012 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 2.000 Euro 
Vertrieb: Higoto/digital.highend, Essen 
Telefon: 0201 8325825 
Internet: www.higoto.de 
Festplattenkapazität: 500 GB 
Festplatteneinschübe: 2 x 2,5“ SATA 
USB-Ports:
Betriebssystem: Windows Home Server/Power Pack 3 
Ripping Software: dBpoweramp (mit AccurateRip & C2 Korrektur) 
Metadaten: PerfectMeta mit 5 Datenbanken (AMG, GD3, freedb, Musicbrainz, SonataDB) 
Unterstützte Dateiformate: WAV, AIFF, MP3, M4A (AAC iPod & iTunes), Windows Media Audio (WMA), Ogg Vorbis, FLAC, Apple Lossless (ALAC) 
Audioserver: UPnP/DLNA, SMB (Sonos), SqueezeServer (Logitech), FireFly (Apple iTunes) 
Checksum: „Der beste Ripping-Server ist noch besser geworden. Das Konzept ist jetzt noch schlüssiger und sicherer. Sowohl für Computer-HiFi als auch für Streaming ist der RipNAS Solid ein Werkzeug, das das Leben einfach und angenehm macht. 
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Autor Christian Rechenbach
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Datum 14.06.2012, 09:08 Uhr
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