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Kategorie: Hifi sonstiges, Kopfhörerverstärker

Systemtest: Aune X5s, Aune X7s


Schlitzohr

Hifi sonstiges Aune X5s, Aune X7s im Test , Bild 1
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Von Einsen und Nullen hin zu Wellen und Kurven, so funktioniert digitale  Musikwiedergabe im Kern. Doch zur Durchführung gibt es verschiedene  Ansätze, bei denen es sich lohnt mal genauer hinzuschauen.

Digitales Audio ist vielfältig. Damit sind nicht nur die verschiedenen Bit- und Abtastraten gemeint, auch nicht unterschiedliche Wandlerkonzepte, oder Übertragungsarten. Selbst bei der Art des Speichermediums gibt es Möglichkeiten, die man manchmal eben so gar nicht auf dem Schirm hat, die bei näherer Betrachtung aber durchaus Sinn machen. Es muss nur eben mal einer drauf kommen. Gut das es bei Aune auch Leute gibt, die sich da mal ein paar Gedanken gemacht haben. Der chinesische Hersteller geht gerne mal eher ungewohnte Wege und bietet Produkte, die westliche und selbst andere asiatische Firmen so nicht anbieten. So ist es im Prinzip auch beim HiFi-Player X5s, der ein wenig eigenwillig sein mag, aber seinen ganz eigenen Charme hat. Auf den ersten Blick wirkt das Gerät dabei aber eigentlich gar nicht mal so ungewöhnlich, sondern im Prinzip recht klar strukturiert. Eingefasst in ein schwarzes Metallgehäuse im schraubenlosen Design, sieht der kompakte Player sogar recht schick aus. Eine leicht gewölbte Ober- und Unterseite und die runden Einbuchtungen an den Seitenwänden wirken optisch sogar sehr ansprechend und elegant. Dank stabiler Gummifüße lassen sich die Geräte der X-Serie dabei trotz der abgerundeten Oberflächen gut stapeln, um so einen HiFi-Turm im Miniformat zu formen. Für unseren Test wurde der X5s dann auch gleich mit dem neuen Aune X7s Kopfhörerverstärker verbunden, um aus zwei Komponenten schon eine fertige Anlage zu bilden. Doch zurück zum Player und dem, was ihn so ungewöhnlich macht. Beim Blick auf die Rückseite kann dem geübten Betrachter schon einmal etwas auffallen. Hier findet man eine AES/EBU-Buchse, eine Möglichkeit zur Verbindung optischer Kabel und einen koaxialen S/PDIF-Anschluss, ergänzt durch einen Satz analoger Cinch-Ausgänge.

Hifi sonstiges Aune X5s, Aune X7s im Test , Bild 2Hifi sonstiges Aune X5s, Aune X7s im Test , Bild 3Hifi sonstiges Aune X5s, Aune X7s im Test , Bild 4Hifi sonstiges Aune X5s, Aune X7s im Test , Bild 5Hifi sonstiges Aune X5s, Aune X7s im Test , Bild 6
Was hingegen fehlt sind die Anschlüsse, die einem Player ermöglichen Daten zu empfangen, denn selbst bei den digitalen Anschlüssen handelt es sich um Ausgänge. Einen USB-Port für Massenspeicher sucht man hingegen vergeblich, ebenso wie einen Netzwerkanschluss, oder eine WLAN-Antenne. Stattdessen setzt der X5s eben auf ein völlig anderes Medium: Die SD-Karte. In einen schmalen Schlitz an der Front, finden die vielfältigen Speicherkarten Zugang zum Player. Nun mag man sich fragen, warum Aune ausgerechnet SD-Karten zur einzigen Übertragungsmöglichkeit von Musik machen, doch in der Tat bieten die kleinen Speicherwunder einige Vorteile. Zum einen handelt es sich hier um ein Medium mit Festspeicher. Im Gegensatz zu externen HDD-Festplatten benötigen diese keinerlei bewegliche Teile oder Magneten um ausgelesen zu werden. Das ist zwar auch bei USB-Sticks der Fall, doch diese sind wiederum meist recht klobig, was gerade bei seinem so kompakten System stören würde, und benötigen sowohl eine komplexere Stromversorgung, wie auch einen separaten Receiver im Innern des Gerätes. Auch bei den verfügbaren Speichergrößen ergibt sich kein Vorteil, zumal Aune beim X5s eh eine maximale Größe von 128 GB angibt. Ein Wert, mit dem selbst absolute High End Geräte bei USB-Sticks zu kämpfen haben. Ein weitere Vorteil liegt außerdem in der recht unkomplexen Handhabung des X5s, denn hier funktioniert alles nach dem Plug&Play-Prinzip. SD-Karte rein, und schon kann es losgehen. Völlig ohne Netzwerkverbindung, Steuerungsapp, Computer oder Kabel. Einzig Player und Kopfhörerverstärker müssen eingeschaltet sein um Musik hören zu können, was durchaus seinen Reiz hat. Bedient wird der X5s über ein gut dimensioniertes 2-Zoll-Display an der Front und der beliegenden Fernbedienung. Zusätzlich befinden sich am Gerät selbst noch drei Tasten für die Funktionen Play, Vor, und Zurück. Die Menüstruktur des Players ist dabei eingängig konzipiert, so das man sich recht schnell zurecht findet, selbst wenn man nur rudimentäre Englischkenntnisse besitzt. Alle auf der SD-Karte befindlichen Ordner werden im einzeln dargestellt und können mit den Pfeiltasten der Fernbedienung ausgewählt werden. Leider liest der X5s allerdings nicht die Metadaten der Dateien aus, sondern arbeitet stattdessen mit den Dateinamen, die also im besten Fall mit der richtigen Tracknummer beginnen sollten, um die Reihenfolge eines Albums nicht durcheinander zu bringen. Aufgrund der chinesischen Software mit englischer Sprachdarstellung, können außerdem keine Umlaute dargestellt werden, was gerade bei deutschen Künstlern und Titeln zu Fehldarstellungen führen kann. Doch Eigentlich ist der X5s kein Player für ungeduldige und diejenigen, die ständig schon den nächsten Titel heraussuchen. Viel eher ist er eine Moderne Form des CD-Players, oder Plattenspielers, bei dem man sich ein Album in ganzer Länge anhört und sich an der Kunstform selbst erfreut. Dennoch unterstützt der kleine Aune natürlich auch Playlisten und bietet einige weitere Funktionen, wie ein Favoritenmenü, oder eine Filterauswahl. Der interne Digital-Analog-Wandler bietet hier die Auswahl zwischen einem Slow- und einem Sharp-Filter, die die Klangcharakteristik jeweils etwas weicher, oder definierter erscheinen lassen. Dabei setzt Aune auf den DSD1793 DAC von Burr Brown, der seinen Namen nicht umsonst trägt, denn mit ihm ist der Player in der Lage auch DSD-Dateien mit 2,8 MHz abzuspielen. Für PCM-Formate liegt die Obergrenze außerdem bei 192 kHz und 24 Bit und ist somit bestens für jede Form von HighRes Material gerüstet. Für ein möglichst optimales Ergebnis verwendet Aune dabei nicht nur eine einfache Clock für alle Abtastraten, sondern verwendet zwei getrennte Quarze für die jeweiligen Frequenzvielfachen von 44,1 und 48 kHz.  Nach der Wandlung der Signale übernimmt dann der neue Aune X7s Kopfhörerverstärker, der erst im Mai auf der High End in München, zum ersten Mal der Öffentlichkeit Präsentiert wurde. Auch her das typische Design der X-Serie und fügt sich somit perfekt in die Reihe ein. Ebenso wie der Player, gibt sich auch der Kopfhörerverstärker eher puristisch und zielorientiert. Unnötige Spielereien wird man deswegen am X7s nicht finden, denn hier setzt Aune auf klare Strukturen. Daher bietet die Rückseite genau einen Eingang, in Form eines Paares Cinch-Buchsen, während man gleich daneben noch einen passenden Ausgang gesetzt hat, mit dem der Kopfhörerverstärker sogar als Vorstufe eingesetzt werden kann. Neben dem obligatorischen 6,3-Millimeter-Anschluss an der Front, der für die Verwendung der gängigsten Kopfhörer geeignet ist, gibt der X7s jedoch auch Besitzern symmetrisch arbeitender Modelle das passende Werkzeug an die Hand. Zusätzlich zum Standard-Anschluss befindet sich nämlich außerdem eine 4-polige XLR-Buchse an der Front, mit der auch besonders hochwertige Modelle genutzt werden können. An den Ausgängen entwickelt der Class-A Verstärker im Innern dann auch eine ordentliche Portion Leistung, die auch den betrieb eher schwieriger Kopfhörer zulässt. Bis zu 1,7 Watt schiebt der X7s bei 32 Ohm am symmetrischen Ausgang an und auch beim unsymmetrischen Anschluss liefert er noch knapp ein Watt Leistung. Auf der Unterseite befinden sich außerdem verschiedene Schalter für eine Anpassung des Gain auf Null, zwölf, oder 20 dB bei Maximalleistung. Aufgrund der verwendeten Class-A Technik, kommt es dabei natürlich zu einer ansehnlichen Wärmeentwicklung, die jedoch von einem großen Kühlkörper im Verstärker gut über das Gehäuse nach außen transportiert wird, ohne das man Angst haben muss, sich die Finger zu verbrennen.   Im Betrieb zeigt die kleine Kombi dann ihre Aune-Gene und spielt mit der typischen Musikalität, die die Geräte des chinesischen Herstellers ausmachen. Offen und detailliert, aber immer mit einer gewissen Wärme, von denen die Kritiker des typischen "Digitalsounds" immer schwärmen. Live-Alben erhalten selbst per Kopfhörer eine bemerkenswerte Größe, auch wenn der X5s hier leider eine Gapless-Funktion vermissen lässt. Dennoch kreiert die Kombi hier ein schönes Bühnenerlebnis. Die gute Präzision des Wandlers ergänzt sich hier einfach gut mit der Power des Kopfhörerverstärkers, und entlockt dem ungewohnten Datenträger SD-Karte ungeahnte Kompetenzen in der Musikwiedergabe.

Fazit

X5s und X7s entsagen sich ein wenig den Trends der digitalen Musikwiedergabe und setzen auf ein ungewöhnliches Medium mit einem Touch Oldschool-Charme. Aune kombiniert dies mit den typischen Stärken von guter Technik und toller Musikalität, die der SD-Karte durchaus eine Daseinsberechtigung in der HiFi-Welt verschaffen..

Preis: um 330 Euro

Aune X5s


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Preis: um 330 Euro

Aune X7s


02/2017 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung & technische Daten: Aune X5s
Kategorie HiFi-Player 
Vertrieb Beisecker HiFi, Kaiserslautern 
Email: 0631 35788094 
Internet www.beisecker-hifi.de 
B x H x T (in mm): 145/45/171 
Eingänge: 1 x SD-Karte (bis 128 GB) 
Unterstützte Audioformate: FLAC, ALAC, WAV, APE, DSD 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit und DSD64, 2,8 MHz, 1 Bit 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo, 1 x S/PDIF koaxial, 1 x Toslink optisch, 1 x AES/EBU 
Ausstattung & technische Daten: Aune X7s
Preis: um 330 Euro 
Vertrieb: Beisecker HiFi, Kaiserslautern 
Telefon: 0631 35788094 
Internet: www.beisecker-hifi.de 
B x H x T (in mm): 145/45/171 
Eingänge: 1 x RCA Stereo 
Ausgänge: 1 x 6,3-mm-Kopfhörerausgang (vorne) 1 x XLR-4-Pol-Kopfhörerausgang (vorne) 1 x RCA Stereo 
Leistung: symmetrisch etwa 1000 mW an 32 Ohm / unsymmetrisch etwa 1700 mW an 32 Ohm 
checksum „X5s und X7s versagen sich ein wenig den Trends der digitalen Musikwiedergabe und setzen auf ein ungewöhnliches Medium mit einem Touch Oldschool-Charme. Aune kombiniert dies mit den typischen Stärken von guter Technik und toller Musikalität, die der SD-Karte durchaus eine Daseinsberechtigung in der HiFi-Welt verschaffen.“ 

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Datum 28.02.2017, 12:03 Uhr
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Viel Spaß beim Lesen!
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