Kategorie: In-Car Endstufe Multikanal

Einzeltest: Eton DSP 8 Can


Two in one

Car HiFi Endstufe Multikanal Eton DSP 8 Can im Test, Bild 1
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Der neueste Streich aus dem Hause Eton verspricht, der Leckerbissen schlechthin für Werksanlagen zu sein. Nicht nur, dass Eton mit dem DSP 8 CAN seinen ersten Soundprozessor vorstellt, es ist auch gleich eine Endstufe mit drin.

Nur 16,5 cm lang und gut 10 cm breit ist das neue Wunderkästchen von Eton. Das Gerät ist damit sogar klein genug, um in vielen Fahrzeugen im Radioschacht Platz zu finden. Denn da gehört es eigentlich hin, genauer hinters Werksradio. Denn obwohl man sehr wohl mit dem Niederpegelsignal eines Nachrüstradios in den DSP gehen kann, ist die Stoßrichtung klar auf die Unterstützung von Werksanlagen gerichtet. Der DSP 8 CAN bietet sich als Rundum-glücklich-Paket an. Zusätzlich zum Klangprozessor mit allen Schikanen baut Eton eine 8-Kanal-Digitalendstufe ein, so dass sonst nichts mehr benötigt wird, um den Klang ab Werk ganz entscheidend zu verbessern.

Car HiFi Endstufe Multikanal Eton DSP 8 Can im Test, Bild 2Car HiFi Endstufe Multikanal Eton DSP 8 Can im Test, Bild 3
Natürlich lassen sich auch Nachrüstlautsprecher betreiben, die 2-Ohm-stabilen Endstufenkanäle verkraften locker jeden Speaker bis zum Subwoofer. Innerhalb einer der beiden Kanalgruppen sind die Kanäle sogar brückbar oder besser gesagt parallel schaltbar. Das führt dann nicht zu mehr gemessener Leistung, da die Spannung gleich bleibt, dafür wird die Stromlieferfähigkeit theoretisch verdoppelt. Überhaupt finden sich so einige Besonderheiten am DSP 8 CAN. Betrachen wir zuerst die Hardware, hier finden wir anstatt eines Schaltnetzteils zwei DC-DC-Wandlerchips aus dem Hause Linear Technology, die die Betriebsspannung bereitstellen. Auf der Hauptplatine zeigen sich dann eine Signalverarbeitungsabteilung und die Verstärkung. Ein riesiger Prozessor von Analog Devices erledigt die DSP-Funktionen, unterstützt von einem Burr-Brown-Wandler. Die eigentliche Verstärkungsarbeit übernehmen zwei Chips, so dass sich zwei Gruppen von je vier Kanälen ergeben. Am Schluss finden wir wieder acht der typischen Spulen, die jede Class-D-Endstufe braucht, um nach der Schaltverstärkung wieder ein analoges Signal herzustellen. Die ganze Elektronik ist übrigens nicht nur „Engineered in Germany“, sondern auch komplett in Deutschland gefertigt. 

Software


Die Eton-Software ist etwas anders, als man es gewohnt ist. Sie ist in sechs Tabs gegliedert, die schrittweise durch die Einstellungen führen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Versionen der Software, die für Endkunden, Händler und Vertriebe gedacht sind und sich im DSP-Funktionsumfang und hauptsächlich in den Schreibrechten von Files unterscheiden. Es gibt einen Eingangsequalizer, der auf alle Kanäle wirkt und mittels dem ein schnelles Soundtuning möglich ist. Dann lassen sich die Kanäle frei mit einem Eingang belegen oder auch aus zwei Eingängen addieren oder subtrahieren. Vorgefertigte Center oder Subwoofer lassen sich direkt einstellen. Dann geht‘s richtig los mit acht EQs, die sich für jeden der acht Kanäle getrennt einstellen lassen. Natürlich vollparametrisch, wie sich das gehört. Unscheinbar daneben befinden sich die Frequenzweichen, nämlich zwei pro Kanal, die entweder Hochpass oder Tiefpass sein können. Verschiedene Filtercharakteristiken gibt‘s keine und man hat die Wahl zwischen 12 oder 24 dB pro Oktave. Sehr schön übersichtlich gelöst ist die Gruppierbarkeit der Kanäle, die zusammen mit Ausgangspegel und Laufzeit eingestellt wird. Da ist alles, wo es hingehört. Und es gibt einige Spezialitäten, die im Car-HiFi-Bereich in dieser Form nur am DSP 8 CAN zu finden sind. Sehr genial ist, dass man aus einem Kanalpaar auch zwei prozessierte(!) Niederpegelausgänge machen kann, so dass z.B. Bassendstufen adäquat angesteuert werden können. Der „Long-Turn- Off“-Regler sorgt für Ausschalten ohne Knacks, und es gibt sogar einen frei einstellbaren Limiter. Genau genommen sogar zwei, denn der Aux-Eingang lässt sich noch einmal separat in Empfindlichkeit und Limiting einstellen. Eine durchaus vorbildliche und nachahmenswerte Sache ist der Diagnosetab, wo eventuelles Übersteuern per Software-LEDs angezeigt wird. Und zwar so ausführlich, wie man sich das nur wünschen kann. Getrennt für die sechs Eingänge und dann noch einmal separat für Eingangs-EQ, Signalprocessing und Ausgangssektion. Die beiden Verstärkerchips zeigen ein Clipping dann auch noch mal getrennt, so dass sich der Signalpfad genauestens überwachen lässt. Das ist höchst sinnvoll bei all den komplexen Möglichkeiten, vor allem bei den mannigfachen Pegeleinstellungen kann sich auch der Profi schon mal vertun ... 

Fazit

Mit dem DSP 8 CAN gibt Eton dem Einbauer ein unerhört mächtiges Werkzeug in die Hand, das – wie bei Profiwerkzeug üblich – korrekt bedient werden will. Gerade in dieser Hinsicht ist der Eton-DSP weniger intuitiv als andere Prozessoren. Das ist nichts für DSP-Neulinge. Die Kombination von 8-Kanal-DSP mit Digitalendstufe ist nach wie vor eine sehr empfehlenswerte. 

Preis: um 600 Euro

In-Car Endstufe Multikanal

Eton DSP 8 Can


03/2014 - Elmar Michels

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Eton, Neu-Ulm 
Hotline 0731 70785-20 
Internet www.etongmbh.de 
Technische Daten
Abmessungen (L x B X H in mm) 165/110/45 
Eingänge 1 x Systemstecker (4-Kanal Hochpegel und 2-Kanal Aux 3,5-mm-Klinke) 
Ausgänge 1 x Systemstecker (8-Kanal Lautsprecher) 1 x Systemstecker (Line-out, adaptiert auf Stereo RCA) 
Ausstattung
DSP-Software
Phase 0, 180° 
Endverstärker
Kommentar „Der DSP 8 CAN ist ein Profi -Einstellwerkzeug mit der Komplettversorgung von 8 Kanälen“ 
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Autor Elmar Michels
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Datum 27.03.2014, 13:14 Uhr
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